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Lebensmittel: "Öko-Test" findet Schimmel im Toastbrot

LEBENSMITTEL | SCHIMMEL  

Schimmel-Toast verdirbt die Frühstückslaune

24.07.2008, 12:35 Uhr | ag

Sieht lecker aus, enthält aber oft Keime: Toastbrot. (Foto: Imago)Sieht lecker aus, enthält aber oft Keime: Toastbrot. (Foto: Imago)Beim Duft von frisch geröstetem Toasts kommt auch der größte Morgenmuffel in Frühstückslaune. Doch der leckere Geruch ist oft trügerisch und so manche Scheibe enthält unappetitlichen Schimmel und unsichtbare Schimmelpilzgifte. Das ergab eine aktuelle Untersuchung des Verbrauchermagazins "Öko-Test". Hier können Sie nachlesen, welche Marken am schlechtesten abschnitten:

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Schadstoffe im Toast

Nicht ein Toast schnitt im Test sehr gut ab. Das große Mittelfeld geht mit einem "Befriedigend" aus dem Rennen. In sieben Produkten fanden die Tester erhöhte Mengen des Schimmelpilzgiftes Deoxynivalenol. Das soll eigentlich den Befall mit Schimmel verhindern. Jedoch ist bei einigen Produkten die von Experten empfohlene Tagesration bereits zur Hälfte erreicht, sobald man vier Scheiben isst. Immerhin zeigen neun Produkte, dass es auch ohne das Schimmelpilzgift geht - sie schnitten mit der Note "Gut" ab.

Gute Noten für den Toast-Klassiker

Insgesamt 24 Toastbrote - darunter sechs Bio-Produkte - wurden ins Labor geschickt und untersucht. In Bezug auf die Inhaltsstoffe, Geschmack und Frische konnte der "Golden Toast Butter Toast" von Lieken überzeugen. Der Klassiker unter den Toastbroten mit einem Bekanntheitsgrad von 98 Prozent erhielt in der so genannten sensorischen Prüfung des beauftragten Lebensmittellabors die Höchstnoten und überzeugte mit der Gesamtnote "gut". Ein gutes Testurteil erhielten ebenfalls die Discounter-Marken "Toast Vollkorn" von Aldi-Süd und "Sunny Vollkorn Toast" von Netto sowie einige Bioprodukte - darunter Rewes "Bio Weizenvollkorn Toastbrot" und der "Spielberger Demeter Butter-Toast". Vom Kauf des "Goldblume Vollkorn-Toasts" von Norma oder vom "Grafschafter Vollkorn Toast" von Lidl raten die Tester jedoch ab. Beide Produkte fielen mit der Note "Mangelhaft" durch.

Grüne Überraschung aus dem Bio-Laden

Wer glaubt, dass ein teures Toastbrot aus dem Reformhaus oder Bioladen in jedem Fall für Qualität und Frische steht, irrt sich gewaltig. So stellten die Tester sichtbaren Schimmelbefall bei zwei von fünf Packungen des des "Bösen Weizenvollkorn-Toasts Neuform" am Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums fest. Zwei Packungen des "Demeter Toast Vollkorn-Dinkel" und drei des "Könneker Weizenvollkorn-Toast Bioland" waren sogar schon vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum mit grünem Schimmelbelag bedeckt.

Bio-Produkte anfälliger für Schimmel

Eine mögliche Ursache für die Schimmelanfälligkeit von Bio-Toasten vermuten die Tester im Transport der Ware. Anders als bei Großbäckereien, die ihre eigenen Transportwagen haben, werden Bio-Toastbrote meist zusammen mit Gemüse und Milch gekühlt transportiert. Dabei kann Feuchtigkeit in bereits geschädigte Verpackungen gelangen und Schimmel breitet sich aus. Zudem fiel dem von "Öko-Test" beauftragten Labor auf, das viele Bio-Produkte eine extrem lange Haltbarkeitszeit haben und empfehlen den Herstellern, diese auf circa 14 Tage zu verkürzen, um für frische Ware zu garantieren.

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