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Mehr Zucker als Schoko im Kakao

Stiftung Warentest  

Mehr Zucker als Schoko im Kakao

20.11.2008, 15:54 Uhr | bri/dpa

Stiftung Warentest: Kakao enthält oft zu viel Zucker. (Foto: Archiv)Kakao enthält oft sehr viel Zucker. (Foto: Archiv)Einen Kakao zum Frühstück oder mal zwischendurch: Wer denkt da schon daran, dass in einer Tasse locker über 200 Kalorien stecken können, fast halb so viel wie in einer Tafel Schokolade. Die Stiftung Warentest hat 25 Kakaopulver unter die Lupe genommen. Fazit: Nur neun bekamen die Note "Gut". Die meisten Produkten enthielten sehr viel mehr Zucker als Kakao. Und in einem Markenkakao fanden die Tester sogar ein Schimmelpilzgift.

81 Prozent Zucker im Kakao

Bei den meisten Produkten im Test handelt es sich um kakaohaltiges Getränkepulver. Deren Hauptzutat ist Zucker und nicht etwa Kakao. Bei vielen Produkten sind es über 70 Prozent Zucker, bei "Kaba" sogar 81 Prozent. Zugleich geben die Hersteller auf der Packung Empfehlungen für die Kakaozubereitung. Wer diese befolgt, nimmt mit einem Glas Kakao fast schon eine Zwischenmahlzeit ein. Ein Beispiel: Fünf bis sechs Teelöffel Kakao von "Cho-Quick" (Penny) in einen Viertelliter Milch gerührt ergeben ein Getränk mit über 200 Kalorien. Das ist fast so viel wie eine halbe Tafel Schokolade.

Versteckter Zucker

Für ernährungsbewusste Menschen klingt Zucker nicht wirklich gut. Deshalb versuchen einige Hersteller den Zucker durch andere Süßstoffe zu ersetzen. in "Nesquick zuckerreduziert" ist zum Beispiel Maltodextrin enthalten. Das ist ein Gemisch aus Kohlenhydraten. Es süßt weniger stark als Zucker, aber die Anzahl der Kalorien ist dieselbe. Auch bei Traubenzucker, Rohrzucker oder Honig als Zuckerersatz kommen am Ende fast ebenso viele Kalorien heraus.

Schimmelpilzgifte in Kaba

Testsieger war das Kakaopulver "Goody Cao" von Lidl. Es kostete nur 2,11 Euro pro Kilogramm und überzeugte auch im Geschmackstest. Wenngleich der Zuckergehalt auch hier bei 77 Prozent lag. Weniger gut schnitt dagegen das Markenprodukt "Kaba" ab. Das Pulver enthielt im Test nur 18 Prozent Kakao. Außerdem fanden die Tester das Schimmelpilzgift Ochratoxin A in einer Dosis von über einem Mikrogramm pro Kilogramm. Deshalb wurde das Produkt abgewertet. Die Substanz entsteht bei der Herstellung und Verarbeitung der Kakaobohnen.

Sarotti schmeckte den Testern nicht

Beim Geschmack schnitten die getesteten Kakaopulver meist gut ab. Die "Feine Trinkschokolade" von Sarotti schmeckte den Testern jedoch "nach Papier und Karton". Die "Trinkschokolade" von arko Typ hatte eine "künstliche stark buttrige Karamellnote".

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