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Gesellschaft: Deutsche lästern über Nachbarn und Arbeitskollegen

Lästern  

Deutsche lästern über Nachbarn und Arbeitskollegen

18.02.2009, 13:28 Uhr | afp/ali

Lästern tut gut - und viele tun es. (Foto: imago)Lästern tut gut - und viele tun es. (Foto: imago)"Schau mal, haben die ein teures Auto. Wie können die sich das nur wieder leisten?" Gehen Ihnen diese oder ähnliche Sprüche auch schon mal über die Lippen? Laut einer repräsentative Umfrage für das Magazin "Reader's Digest" gaben elf Prozent der Deutschen zu, sich einmal täglich abfällig über ihre Mitmenschen zu äußern. Für die Studie wurden bundesweit 1000 Menschen befragt. Bevorzugt im Visier von Häme und Spott: Nachbarn und Arbeitskollegen. 15 Prozent machen dies mehrmals in der Woche, weitere 18 Prozent mindestens einmal pro Woche.

Jeder tut's - und es tut gut

Niemand gibt es gerne zu, aber viele tun es: Lästern. Psychologen sagen, dass es sogar gut für die Seele ist, da man zu solchen Gelegenheiten mal so richtig Dampf ablassen kann. Wir reagieren uns ab und schmeicheln zeitgleich unserem Ego. Aber: Wer gibt es schon gerne zu, dass er mit dem Kollegen aus dem Nachbarbüro über den zu grellen Lippenstift der Chefin lästert? Kleine Lästereien schaden nicht. Schlimm wird's nur, wenn böse Gerüchte Tabus brechen und das Leben des anderen schaden nimmt. Aber wo passiert es eigentlich genau: Im Büro, unter Freunden im Café oder im Fitnessstudio?

Dörfliche Idylle trügt

Allgemein kommt die Umfrage zu dem Ergebnis: Je kleiner der Ort ist, desto mehr wird übereinander statt miteinander geredet. In Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern lassen sich immerhin 35 Prozent der Bewohner täglich oder mehrmals in der Woche über das Privatleben des Nachbarn, den Zustand des Gartens oder das neue Auto des Kollegen aus. In Großstädten liegt die Lästerquote hingegen nur bei 24 Prozent.

Grund: Anonymität der Städte

Ein Grund dafür dürfte die Anonymität in den Städten sein. Denn die Deutschen ziehen nach Emnid-Angaben zu 16 Prozent am liebsten über den Nachbarn oder über den Arbeitskollegen her. Weitere Opfer der losen Zunge sind Verwandte mit 15 Prozent, aber auch Freunde mit 14 Prozent. Hinzu kommen nochmals elf Prozent, die über ihren Chef tratschen.

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