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Analogkäse: Kennzeichnungspflicht für Käse-Imitat gefordert

Analogkäse  

Kennzeichnungspflicht für Analog-Käse gefordert

21.04.2009, 16:55 Uhr | dpa/ipa

Analog-Käse: Obwohl er so aussieht, schmeckt und riecht, ist kein richtiger Käse dabei! (Foto: imago) Ist es echter Käse oder Analog-Käse? der Verbraucher kann es nicht erkennen.. (Foto: imago) Er riecht so, sieht so aus, schmeckt und lässt sich ziehen wie echter Käse. Doch bei Fertiglebensmitteln wie Pizza, Lasagne oder Cheesburger wird immer häufiger so genannter Analog-Käse verwendet, der mit echtem Käse nichts zu tun hat. Es handelt sich um eine Mischung aus Wasser, Pflanzenfett, Stärke, Geschmacksverstärkern und Milcheiweiß und darf nicht als Käse deklariert werden. Nun fordern Verbraucherschützer eine genaue Kennzeichnung von Analog-Käse. Aber was ist Käse und was nicht? Was versteckt sich hinter Bezeichnungen wie "Schmelzkäsezubereitung" oder "Käsekomposition"? Wir haben in der Deutschen Käseverordnung nachgeschaut:

Was wirklich drin ist Lexikon der Käse-Bezeichnungen
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Analog-Käse ist billiger

Schon seit längerer Zeit entdeckten Lebensmittelkontrolleure immer häufiger Analog-Käse in Lebensmitteln, erklärt Silke Schwartau, Leiterin der Ernährungsberatung bei der Verbraucherzentrale in Hamburg. Viele Fast-Food-Restaurants und Back-Shops bieten Snacks mit überbacken Käse an, aber dabei handelt es sich häufig um Analog-Käse. Zusammengesetzt ist Analog-Käse aus Wasser, Pflanzenfett, Stärke, Geschmacksverstärkern und Milcheiweiß. Dieser ist in der Produktion wesentlich billiger als echter Käse

Kennzeichnung von Käse-Imitat gefordert

Da es gesetzlich festgeschrieben ist, dass Käse nur aus Kuhmilch hergestellt werden darf, fordern die Verbraucherorganisation Foodwatch und die Verbraucherzentrale Hamburg eine eindeutige Kennzeichnung des Pseudo-Käses. „Wenn Käse-Imitat als Käse verkauft wird, ist das Betrug“, erklärt der stellvertretende Foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. Die Kennzeichnung sollte für Speisekarten ebenso wie für Verkaufstheken gelten. Mehrere Vertreter von Lebensmittel-Kontrollbehörden erklären, dass etwa an Imbissbuden Analog-Käse als Käse deklariert werde. Welche Betriebe falsche Angaben machen, werde jedoch nicht veröffentlicht. „Die Behörden verweigern diese Informationen trotz des Verbraucherinformationsgesetzes“, sagt Wolfschmidt.

Verbraucher können falschen Käse nicht erkennen

Für die Verbraucher ist nicht erkennbar, ob es sich um echten Käse oder Analog-Käse handelt. Deswegen rät Schwartau, sich die Zutaten von Lebensmitteln gut durch zu lesen. Denn „wenn das Wort Käse nicht auftaucht, ist auch kein Käse drin“, warnt die Ernährungsexpertin.

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