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Hautpflege: Teure Hautcremes sind ihren Preis nicht Wert

HAUTCREME  

Teure Luxuscremes sind ihren Preis nicht Wert

06.05.2009, 13:02 Uhr | jlu

Verbraucher-Tipps: Teure Hautcremes enthalten oft eine Menge Schadstoffe, so das Ergebnis von "Öko-Test". (Foto: imago)Teure Hautcremes sind ihren ihren Preis meist nicht Wert. (Foto: imago) Je teurer die Creme, desto besser ist sie für die Haut - so denken viele. Doch sagt der Preis wirklich etwas über die Qualität aus? Das hat die Zeitschrift „Öko-Test“ untersucht. Dazu nahm das Verbrauchermagazin die Inhaltsstoffe von 20 Luxuscremes zum Preis von 40 bis 206 Euro unter die Lupe. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Cremes ist ihren Preis nicht Wert. Denn sie enthalten Schadstoffe und minderwertige Rohstoffe und fielen deshalb durch. Mit "sehr gut" wurden lediglich drei Cremes bewertet.

Teuerste Creme löst Allergien aus

Insgesamt erhielten 13 Hautcremes die Note "ungenügend" - darunter auch das teuerste Produkt für 206 Euro je 50 Milliliter Creme: die intensive Feuchtigkeitspflege "La Mer Crème de la Mer" von Estée Lauder. Denn diese Hautcreme enthält gefährliche Duftstoffe. Darunter befinden sich etwa polyzyklische Moschus-Verbindungen. Dieser künstliche Stoff reichert sich im menschlichen Fettgewebe sowie in der Muttermilch an. Zudem finden sich in dem Pflegeprodukt von Estée Lauder auch Duftstoffe, die Allergien auslösen können. Beide Stoffe kommen auch in acht weiteren Cremes vor.

Erdöl ersetzt natürliches Fett

Ein weiterer Kritikpunkt der Tester waren die verwendeten Fette. Offenbar greifen viele Hersteller lieber zu billigen, künstlichen Substanzen, anstatt hochwertige Rohstoffe zu verwenden. So enthielten 14 Luxuscremes Paraffine, Erdölprodukte oder Silikone - unter anderem die Produkte von Biotherm, Douglas, Lancaster und Lancôme. Bedenklich an solchen künstlichen Ölen ist, dass sie sich schlecht in die Haut integrieren. Natürliche Fette wie Oliven-, Mandel- oder Jojobaöl kann die Haut hingegen leichter aufnehmen.

Umstrittenes Triclosan enthalten

Besonders bedenklich sei die Hautcreme "Multi-Active Day Cream Protection Plus" von Clarins, so die Tester. Denn in diesem Luxusprodukt steckt neben den gefährlichen Duftstoffen und künstlichen Fetten auch das so genannte Triclosan. Dabei handelt sich um einen Stoff, von dem Experten vermuten, dass er Bakterien gegen Antibiotika resistent macht. Deshalb sollte diese Substanz nicht in Kosmetika vorkommen, sondern lediglich in Arztpraxen und Kliniken zum Einsatz kommen.

Bio-Cremes sind "sehr gut"

Lediglich drei Hautcremes konnten die Tester überzeugen und bekamen die Note "sehr gut": "Aquabio Gold Tages Creme" von Aquabio, "Laveré Solution Power Royal Day Intensive Tagescreme" von Lavera sowie von Börlind die "Annemarie Börlind System Absolute Tagescreme". Zu kaufen gibt es diese Pflegeprodukte im Reformhaus oder Naturkostladen. Mit einem Preis zwischen 45 und 84 Euro gehören sie zu den günstigeren Luxuscremes im Test.

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