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Mineralwasser: Foodwatch kritisiert Uranbelastung

Hohe Uranwerte in jedem achten Mineralwasser

19.05.2009, 15:06 Uhr | bri

Uran im Mineralwasser: Verbraucherschützer fordern niedrigere Grenzwerte. (Foto: imago)Uran im Mineralwasser: Verbraucherschützer fordern niedrigere Grenzwerte. (Foto: imago) Wer zu Mineralwasser greift, will seinem Körper etwas Gutes tun. Doch auch dieses Lebensmittel kann gefährlich werden, vor allem für Kleinkinder und Säuglinge. Die Verbraucherorganisation Foodwatch behauptet, dass durchschnittlich jedes achte Mineralwasser zu hoch mit Uran belastet ist. In einigen Marken wurden sogar Uran-Konzentrationen gemessen, die für Erwachsene bedenklich sind.

Uran im Mineralwasser Diese Wässer sind besonders belastet

Auch Markenwässer belastet

Foodwatch hatte Daten über die Belastung von Mineralwasser zusammengetragen und zwar von Behörden, Herstellern und eigenen Messungen. Es handelt sich um insgesamt 825 Messdaten von 435 Marken. Das Ergebnis: Bei 104 Messdaten liegt der Urangehalt bei über zwei Mikrogramm pro Liter, damit sind diese Wässer nicht geeignet für Kleinkinder. Auch bekannte Marken wie San Pellegrino oder Überkinger weisen Werte von über zwei Mikrogramm pro Liter auf.

Uran ist so giftig wie Blei

Uran hat eine ähnlich hohe Giftigkeit wie Blei. Es kann die Leber, die Knochen und das Blut schädigen. Besonders empfindlich reagiert die Niere auf die radioaktive Substanz. Die Filterfunktion der Niere wird erheblich gestört, wodurch es zu einer dauerhaften Störung kommen kann. Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, da sich das Schwermetall vor allem im wachsenden Knochengewebe leichter anreichert.

Auch für Erwachsene bedenklich

In einigen Wässern wurden sogar Konzentrationen von über 10 Mikrogramm Uran pro Liter gemessen. "Dieser Wert gilt bei dauerhafter Aufnahme auch für Erwachsene als bedenklich. Es drohen ebenfalls Nierenschäden", sagt Martin Rücker, Sprecher von Foodwatch.

Auf das Etikett achten

Einige Wässer tragen auf dem Etikett den Hinweis "Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung". Das darf nur geschehen, wenn der Urangehalt bei unter zwei Mikrogramm pro Liter liegt. Damit sei man immer auf der richtigen Seite, sagt Foodwatch und fordert, den Gehalt von zwei Mikrogramm als offiziellen Grenzwert für Mineralwasser einzuführen.

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