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Bioprodukte: Umwelt und Gesundheit werden nicht immer geschont

Irrtümer über Bio-Lebensmittel  

Bio-Lügen: Öko ist nicht immer besser

12.07.2011, 18:56 Uhr | cme

Bioprodukte: Umwelt und Gesundheit werden nicht immer geschont. Bio-Gemüse ist nicht immer gesünder. (Montage: t-online.de)

Bio-Gemüse ist nicht immer gesünder. (Montage: t-online.de)

Wer Bio-Produkte kauft, will seiner Gesundheit und der Umwelt etwas Gutes tun. Doch ist Bio wirklich immer besser? Was viele nicht wissen: Biologisch angebaute Lebensmittel dürfen durchaus Zusatzstoffe enthalten und sogar in gewissem Umfang gespritzt werden. Ist bei Bio wirklich immer das drin, was drauf steht und und wie steht es mit der CO2-Bilanz? Wir haben die größten Bio-Lügen entlarvt und verraten Ihnen, wie Sie gesund und umweltfreundlich einkaufen.

Ist Bio immer gesünder? Sieben Irrtümer über Bio-Lebensmittel

Bio ist nicht gleich Bio

Bio boomt. Seit es die ökologisch angebauten Produkte auch im Discounter zu kaufen gibt, sind die Preise erschwinglich geworden. Doch manch einer fragt sich: Wie viel Bio steckt da noch drin? Tatsächlich sind die Kriterien des EU-Öko-Siegels nicht so streng wie die Kriterien der traditionellen Bio-Verbände wie Demeter oder Bioland. So sind nach der EU-Öko-Verordnung immerhin noch 47 Zusatzstoffe erlaubt - gegenüber 320 bei konventionellen Lebensmitteln.

Weniger Zusatzstoffe = schnellerer Verderb

Tatsächlich sind bei Bio-Produkten deutlich weniger Spritzmittel und Zusatzstoffe erlaubt als bei konventionell hergestellten Lebensmitteln. Das hat allerdings nicht nur Vorteile: Viele Bio-Produkte sind leichter verderblich. So fand die Stiftung Warentest in den Jahren 2002 bis 2007 mehrfach hohe Keimzahlen in Bio-Lebensmitteln. Eine sorgfältige Produktion und Lagerung sowie Frische sind daher bei Bio-Produkten besonders wichtig.

Saisonale und regionale Waren kaufen

Auch was die Umweltbilanz angeht, kann Bio nicht immer punkten. Äpfel aus Neuseeland oder Paprika aus Israel sind nicht unbedingt umwelt- und klimafreundlicher als konventionelle Ware. Auch die Bio-Tiefkühlpizza hat gegenüber der herkömmlichen kaum Vorteile. Wer umweltfreundlich einkaufen will, greift daher möglichst oft zu Saisongemüse und -obst aus der Region. Dieses hat nur kurze Transportwege und muss auch nicht aufwändig gelagert werden. Außerdem gilt: Lieber frische Ware kaufen und zuhause selbst verarbeiten als zu Fertigprodukten greifen. So geht man sicher, dass nur das im Essen steckt, was man selbst hineingetan hat.

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