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Fruchtzucker: Verbraucherschützer warnen vor zu viel Fruchtzucker in Lebensmitteln

Fruchtzucker in Lebensmitteln  

Verbraucherschützer warnen vor zu viel Fruchtzucker

21.01.2010, 10:46 Uhr | apn, cme

Fruchtzucker in Lebensmitteln: Softdrinks enthalten häufig zu viel Fruchtzucker. (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg)Softdrinks enthalten häufig zu viel Fruchtzucker. (Foto: Verbraucherzentrale Hamburg)Viele Fertiglebensmittel enthalten nach Recherchen der Verbraucherzentrale Hamburg zu viel Fruchtzucker und können deswegen gesundheitliche Beschwerden verursachen. Zugleich sei es für Kunden schwierig, den Fruchtzuckergehalt zu erkennen, teilten die Verbraucherschützer mit. Gerade empfindliche Menschen oder Übergewichtige sollten darauf achten, wie viel Fruchtzucker (Fruktose) sie zu sich nehmen.

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Zu viel Fruchtzucker kann der Gesundheit schaden

Bei vier von 35 untersuchten Produkten fanden die Tester einen sehr hohen Gesamt-Fruktose-Gehalt. Das heißt, mit einer Portion werden mehr als 20 Gramm Fruktose aufgenommen. Drei der vier Produkte waren süße Getränke, darunter Coca Cola. Weitere 14 Produkte enthielten zwischen 10 und 20 Gramm Fruchtzucker pro Portion. Eine genaue Grenze, ab wann man von einer bedenklichen Menge sprechen kann, gibt es nach Angaben der Konsumentenschützer nicht. "Doch zu viel Fruchtzucker kann zu Stoffwechselstörungen und Übergewicht, bei empfindlichen Personen etwa 20 Prozent der Bevölkerung, sogar zu Unverträglichkeiten führen." Bauchkrämpfe oder Blähungen könnten auftreten. Die Betroffenen wüssten häufig nicht, worauf die Beschwerden zurückzuführen seien. "Auch Ärzte tun sich mit einer korrekten Diagnose oft schwer", betonten die Verbraucherschützer. Zugleich sei es für Kunden schwierig, den Fruchtzuckergehalt von Produkten zu erkennen. Denn auch in fruchtlosen Produkten kann Fruktose enthalten sein.

"Klingt nach Frucht, Gesundheit und Natürlichkeit"

Als Beispiele nennt die Verbraucherzentrale Softdrinks oder Fitnessriegel, in denen die Fruktose etwa in Form von Maissirup, Glukose-Fruktose-Sirup oder Haushaltszucker (besteht zu 50 Prozent aus Fruktose) vorkommt. Auch der Name spiele eine gewisse Rolle: "Fruktose klingt nach Frucht, Gesundheit und Natürlichkeit." Doch darauf sollte man nicht hereinfallen, warnen die Experten. Neue Studien hätten gezeigt, dass eine zu hohe Fruktose-Aufnahme Übergewicht begünstigt. "Da Fruktose als billiger Rohstoff in Süßigkeiten, Getränken, Kinderlebensmitteln, Milchshakes oder Speiseeis vorkommt, findet man ihn immer häufiger auf der Zutatenliste", erklären die Verbraucherschützer. So mancher Hersteller wolle auch den Zuckergehalt seines Produktes auf der Verpackung besser aussehen lassen und tausche Haushaltszucker gegen Fruktose aus. "So sieht es gesünder aus", erläutert Karin Riemann-Lorenz von der Hamburger Verbraucherzentrale. Daher fordert sie: "Fertiglebensmittel sollten mit einer Ampel gekennzeichnet werden, damit der Zuckergehalt auf den ersten Blick erkennbar ist." Zudem müsse die Allergenkennzeichnung auf Lebensmitteln um eine Mengendeklaration für Fruktose ergänzt werden.

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