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Schnaps selbst herstellen

Schnapsidee: Stellen Sie Ihren Schnaps doch selbst her

17.08.2011, 09:21 Uhr | Raufeld / Clemens Niedenthal, Raufeld

Schnaps selbst herstellen. Schnapsidee: Stellen Sie Ihren Schnaps doch selbst her. (Quelle: imago images)

Schnapsidee: Stellen Sie Ihren Schnaps doch selbst her. (Quelle: imago images)

Sie schmecken lecker und sollen sogar bei Husten helfen: selbst gemachte Schnäpse und Liköre. Die Herstellung kann zum außergewöhnlichen Hobby werden und ist auch nicht so kompliziert, wie Sie vielleicht denken. Schon mit wenigen Zutaten und ein paar einfachen Grundregeln können Sie Ihren Schnaps selbst herstellen. So haben Sie auch immer ein originelles Geschenk für Ihre Lieben, denn für jeden Geschmack stellen wir Ihnen ein Rezept vor.

Historisch betrachtet sind Obst- und Kräuterbrände ein Produkt des Zufalls. Vor etwa 8000 Jahren wurde der berauschende Saft entdeckt. Er war schlichtweg ein Abfallprodukt in der Entwicklung von Konservierungsmethoden für Lebensmittel. Gegorener Wildbienenhonig, ein Met also, soll das erste hochprozentige Getränk gewesen sein.

Aromatische Vielfalt

Spätestens mit der Nachkriegsmoderne und ihrer Supermarktkultur sind selbst hergestellte Branntweine aber aus den Küchen und Vorratskellern verschwunden. Das Angebot in den Spirituosenregalen hat die Tradition, Schnäpse selbst anzusetzen, verdrängt. Deshalb stellen wir alte Rezepte für Ansatzschnäpse und -liköre auf der Basis von Weingeist oder klassischen Branntweinen, wie Wodka oder Kornbränden vor. Dabei wird der Ansatzschnaps nicht selbst destilliert, also gebrannt, sondern in einem möglichst geschmacksneutralen Branntwein angesetzt.

Vom Obstler bis zum Magenbitter sind den aromatischen Varianten keine Grenzen gesetzt.

Der Weingeist bewahrt das Aroma

Alkohol wirkt im Likör konservierend und bewahrt das Aroma der Frucht für viele Jahre. So genannter "Weingeist" mit einem Alkoholgehalt von knapp 90 Prozent, ist in Apotheken erhältlich und enthält keine sortentypischen Geruchs- oder Geschmacksstoffe. Er eignet sich daher besonders für Liköre, deren Fruchtaroma unverfälscht erhalten bleiben soll. Außerdem bieten sich handelsübliche Trinkbranntweine als Basis für selbst gemachte Kräuter- oder Fruchtliköre an.

Der neutralste unter den klaren Schnäpsen ist der Wodka, denn er verfügt bei guter Qualität über keinen Eigengeschmack. Auch Kornbranntweine sind wegen ihres geringen Eigengeschmacks gut für die Likörzubereitung geeignet.

Wer den typischen Rauchgeschmack mag, der auch bei seiner Verwendung im Likör noch als charakteristische Note spürbar bleibt, kann seinen Kräuterlikör auf das Fundament eines guten Whiskys stellen.

Filtern Sie Ihren Ansatzschnaps Je nach Geschmack verdünnen Sie Ihren Ansatzschnaps. Wenn Sie aber statt destilliertem Wasser nur mit abgekochtem und gefiltertem Leitungswasser verdünnen, kann es zu Trübungen kommen, die den Geschmack allerdings nicht beeinträchtigen. Außerdem muss jeder Ansatzschnaps mindestens einmal, manchmal auch mehrmals filtriert werden. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein handelsüblicher Kaffeefilter. Als weitere Zutat brauchen Sie Zucker. Karamellisierter Zucker färbt einen Ansatzschnaps honiggolden. Geben Sie einige Esslöffel Zucker in eine kleine Pfanne und erhitzen Sie ihn langsam unter kräftigem Rühren, bis die Farbe goldbraun wird. Den Zucker anschließend mit einer Alkohol-Wasserlösung, etwa im Verhältnis 1:1, mischen und einige Tage stehen lassen. Abschließend filtrieren Sie das Gemisch und fügen es dem Ansatzschnaps hinzu.   Passende Rezepte für jeden Geschmack

Damit Sie auf Ihrer nächsten Party ein originelles und selbstgemachtes Getränk anbieten können, stellen wir Ihnen die passenden Rezepte für jeden Geschmack vor. Da die Schnapsherstellung in Deutschland aber genehmigungs- und steuerpflichtig ist, setzen Sie sich am besten zuerst mit Ihrem zuständigen Hauptzollamt in Verbindung.

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