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Fotoshow: Die ungewöhnlichsten Weihnachtskrippen der Welt

Schmalz, Holzklotz, Playmobil  

Die außergewöhnlichsten Krippen der Welt

19.11.2019, 11:42 Uhr | Karin Henjes, zuhause.de , msc , t-online.de

Fotoshow: Die ungewöhnlichsten Weihnachtskrippen der Welt. Weihnachtskrippen aus aller Welt. (Quelle: imago images/Arco Images)

Weihnachtskrippen aus aller Welt. (Quelle: Arco Images/imago images)

Seit fast 2000 Jahren gehört die Weihnachtskrippe zum christlichen Brauchtum. Beherbergte sie anfangs nur schlichte Abbilder des Christuskinds, kamen im Lauf des Mittelalters Ochs und Esel, Maria und Josef, Schafe, Hirten und die Heiligen Drei Könige hinzu. Aber die Krippen sehen nicht überall gleich aus. Unsere Foto-Show zeigt ausgefallene Weihnachtskrippen aus aller Welt.

Auch heute noch wird die Geburtsszene im Stall auf der ganzen Welt nachgestellt – ob im Haus oder unter freiem Himmel. Je nach Region und Anlass kommen Miniatur- und Lebendkrippen sowie Stall-, Tempel-, Wurzel-, Lehm-, Schnitz-, Terrakotta- oder auch Wachskrippen zum Einsatz. Eins haben alle diese Weihnachtskrippen gemein: Sie erinnern an den ursprünglichen Anlass unserer riesigen Geschenke-Partys am 24. Dezember und können uns helfen, für unsere Kinder ein Stück alten Weihnachtszauber zu bewahren.

Die Rekordkrippe

Krippenbauer Gustel Hertling, der in Waldbreitbach in Rheinland-Pfalz eine Ausstellung mit 1700 Geburtsszenen aus aller Welt beheimatet, kennt sich auf diesem Gebiet aus. Seine riesige Naturwurzelkrippe hat eine Fläche von 92 Quadratmetern. Bis heute baut sie der 72-Jährige in der Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt jedes Jahr auf. 1998 wurde sie als die größte Naturwurzelkrippe der Welt in das Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Seit 15 Jahren sammelt Hertling internationale Krippen. Seine Mission: "Ich will damit die ursprüngliche weihnachtliche Botschaft von Frieden und Solidarität weitertragen".

Grundausstattung für die Weihnachtskrippe

Egal, ob aus Afrika, Europa oder Amerika – einige Grundelemente finden Liebhaber in fast allen Krippen dieser Erde: "Die heilige Familie, bestehend aus Maria, Josef und dem Jesuskind, gehört eigentlich überall zum Krippenbild", weiß Gustel Hertling. "Auch ein Hirte und ein Lamm sollten in die Krippe integriert sein." Ob man einen Stall, ein Haus oder auch nur Stroh dekoriert, ist Geschmackssache.

Allerdings kann man die klassische Krippenordnung ruhig mal ein bisschen aufmischen. Statt das Christuskind immer in die Arme Marias oder ins Bettchen zu legen, könne man es beispielsweise auch Josef in die Hände geben. "Ich habe das einmal in unserer Krippenausstellung gemacht", erinnert sich Hertling mit einem leichten Schmunzeln. "Sie glauben gar nicht, wie oft das Christuskind wieder in Marias Arme zurückgelegt wurde." Auch eine Art, die Tradition und die Figuren lebendig zu halten.

Dramaturgie des Krippen-Aufstellens

In unseren Breitengraden ist es üblich, dass man die Krippe erst zu Weihnachten aufbaut. Einen ganz eigenen Charme hat aber auch eine andere Tradition: Bereits am ersten Advent beginnt nach diesem Ritual der Aufbau der Krippe, und Stück für Stück kommen immer mehr Elemente hinzu – ein Hirte, ein Lamm, ein Ochse, ein Dorf, ein Stall und erst ganz zu Schluss, an Heiligabend, das Christuskind.

Für kleine Kinder ist es sicherlich spannend, wenn sie die Krippe erst Heiligabend nach dem Bimmeln des Glöckchens bewundern dürfen. Ältere Kinder hingegen lassen sich sehr schön in einen mehrwöchigen Prozess einbeziehen. In vielen Städten und Gemeinden werden auch Krippenbaukurse angeboten, wo Kleine und Große ihre ganz eigenen Ideen verwirklichen können. Eine schöne Praxis ist es ebenfalls, über die Jahre "Zutaten" für eine Weihnachtskrippe zu sammeln. Man beginnt mit der Heiligen Familie und kauft Jahr für Jahr neue Bestandteile hinzu.

Genäht, geschnitzt, geformt – die globale Weihnachtskrippe

Überall, wo der christliche Glaube verbreitet ist, haben sich regionale Krippenkulturen herausgebildet. In Europa gilt heute Neapel als Mekka der christlichen Geburtsszenen, aber auch in Bayern, Tirol, Polen und Tschechien werden Krippen anerkanntermaßen besonders kunstvoll gestaltet. Viele deutsche Haushalte beherbergen eine klassisch westeuropäische, häufig von den Eltern oder Großeltern geerbte Krippe aus Bayern, dem Erzgebirge oder Tirol. Die Figuren sind meist vergleichsweise naturgetreu geschnitzt oder modelliert und angemalt.

Wer in seiner Familie den völkerübergreifenden Gedanken der christlichen Religion betonen möchte, kann in Krippenfachgeschäften, im Kirchenladen oder auf Fair-Trade-Seiten im Internet gezielt nach Exemplaren aus fremden Kulturen suchen. Charakteristisch für afrikanische Krippen sind dunkle, weitgehend unbemalte Gestalten aus Ton, Ebenholz oder Jacarandaholz. In den südamerikanischen Krippenfiguren finden sich häufig gestalterischen Elemente der südamerikanischen Indianer wieder.

Die verrücktesten Weihnachtskrippen

Außerdem gibt es natürlich besonders luxuriöse, freche, minimalistische oder einfach originelle Krippen. Dabei werden die unterschiedlichsten Materialien verwendet. Neben den gängigen Krippen aus Holz und Ton findet man beispielsweise auch welche aus Stoff, Sand, Eis und sogar aus Lebensmitteln wie Lebkuchen oder Schmalz.

Zu den teuersten Krippenfiguren zählen die Werke von Angela Tripi aus Palermo, deren Preise man nur auf Anfrage erfährt. Eine Figurengruppe kann hier schnell einmal 6000 Euro kosten. Im strengen Kontrast dazu stehen die Krippenklötzchen des Ingenieurs und Künstlers Oliver Faber, die einfach nur mit "Maria", "Josef" oder auch "Esel" beschriftet sind.

Von Apple bis Playmobil

Ziemlich frech war die Apple-Community mit ihrem Krippenbastelbogen, der Jesus in einem Computerturm und den inzwischen verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs als Zeugen der christlichen Geburt zeigte. Nicht zu vergessen ist an dieser Stelle aber auch die bunte Playmobilkrippe, die wohl manch einem verspielten Kind mehr bedeuten dürfte als ein klassisches Krippen-Arrangement.

Verwendete Quellen:
  • Zuhause.de
  • Eigene Recherche

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