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Foodwatch kritisiert Viva-Vital-Hackfleisch von Netto

Foodwatch kritisiert Viva-Vital-Hackfleisch von Netto

08.03.2012, 08:16 Uhr | AFP, AFP

Foodwatch kritisiert Viva-Vital-Hackfleisch von Netto. Foodwatch kritisiert das Viva-Vital-Hackfleisch vom Discounter. (Quelle: Foodwatch)

Foodwatch kritisiert das Viva-Vital-Hackfleisch vom Discounter. (Quelle: Foodwatch)

Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisiert, dass die Edeka-Tochter Netto gestrecktes Hackfleisch mithilfe irreführender Werbeaussagen zu überhöhten Preisen verkaufe. Unter der Netto-Eigenmarke Viva Vital biete Netto eine "Zubereitung aus Hackfleisch gemischt mit pflanzlichem Eiweiß" mit dem Hinweis "30 Prozent weniger Fett" an, erklärte Foodwatch.

Viva-Vital-Hackfleisch ist nur Fleischzubereitung

Laut der Verbraucherorganisation besteht das Produkt allerdings aus 30 Prozent weniger Fleisch. Dieser Anteil soll durch gefärbtes, schnittfest gemachtes Wasser ersetzt werden. Außerdem sei es mehr als 30 Prozent teurer als reines Hackfleisch bei Netto. Sprecher des Discounters erklärten, dass es sich wie deklariert um eine Fleischzubereitung handelt und nicht um reines Hackfleisch. Die Zubereitung sei für Kunden entwickelt worden, die sich ausgewogener ernähren wollten, teilte die Edeka-Tochter mit. Dafür sei herkömmliches Hackfleisch mit "wertvollem pflanzlichen Eiweiß in Form von Weizenproteinen kombiniert" worden. Das Produkt biete somit einen geringeren Fett- und Cholesterinanteil.

Rote Beete und Paprika statt Fleisch

Foodwatch monierte, bei dem Produkt werde laut Patentschrift des niederländischen Herstellers Vion ein Fleischanteil durch "texturiertes Weizenprotein" mit "fleischähnlicher Konsistenz" ersetzt. Rote-Beete-Saft und Paprika-Extrakt geben dem Produkt demnach eine "fleischähnliche Farbe". Oliver Huizinga von Foodwatch wertete dies als tiefen Griff in die "Trickkiste der Lebensmitteltechnologie", um einer "Fleisch-Wasser-Weizen-Pampe möglichst viel Hackfleisch-Feeling" zu verleihen.

Foodwatch startet Beschwerdeaktion

Die Verbraucherorganisation startete auf www.abgespeist.de eine Beschwerdeaktion. Foodwatch wendet sich mit der Kampagne abgespeist. de gegen irreführende Werbepraktiken von Lebensmittelherstellern. Dazu stellt die Organisation auf ihrer Internetseite regelmäßig Produkte vor, die nach ihren Angaben nicht das halten, was sie versprechen.

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