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Lebensmittelhersteller: So mogeln sie

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So mogelt die Lebensmittelindustrie

18.02.2013, 16:26 Uhr | hut

Lebensmittelhersteller: So mogeln sie. Wurst ist ein Fleischerzeugnis. Doch was genau drinsteckt, wissen wir oft nicht. (Quelle: dpa)

Wurst ist ein Fleischerzeugnis. Doch was genau drinsteckt, wissen wir oft nicht. (Quelle: dpa)

Der Pferdefleisch-Skandal hat Deutschland zutiefst verunsichert. Kaum einer greift mehr zu Tiefkühl-Lasagne oder Dosen-Ravioli. Dabei ist das entdeckte Pferdefleisch im Fertigprodukt nur die Spitze des Eisbergs, sagen Verbraucherschützer. In Lebensmitteln ist oft nicht das drin, was auf der Verpackung steht. Viele dieser Schummeleien sind sogar legal. Wir klären über die größten Mogeleien der Lebensmittelindustrie auf.

Kaum Kalb in der Kalbsleberwurst

Laut Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse müssen nur 15 Prozent der Kalbsleberwurst tatsächlich vom Kalb stammen. Gängige Praxis ist es daher, Kalbsleberwurst mit der Leber anderer Tierarten zu strecken, erklärt die Verbraucherzentrale. So besteht die Kalbsleberwurst meist mehrheitlich aus Schweineleber. Verbraucher sollten auch genau auf die Wortwahl der Verpackung achten. Denn "Kalbsfleisch-Leberwurst" muss überhaupt keine Kalbsleber enthalten, sondern nur 15 Prozent Kalbsfleisch.

Mehr Schwein als Pute in der Geflügelwurst

Auch bei Geflügelwurst ist die Kenntlichmachung der Inhaltsstoffe oft unzureichend: Häufig findet sich kein Hinweis auf enthaltenes Schweinefleisch auf der Vorderseite, mahnt die Verbraucherzentrale. Dabei gilt auch hier die Regel, dass lediglich 15 Prozent des Produkts aus Geflügelfleisch bestehen muss. Die Folge ist, dass oft mehr Schweinefleisch als Pute und Co. in der Geflügelwurst steckt.

Schafskäse aus Kuhmilch

Wer im Supermarkt nach Feta sucht, kann schnell einmal daneben greifen. Denn die Aufmachungen von echtem Schafskäse aus Griechenland und der Billigvariante aus Kuhmilch ähneln sich sehr. Häufig tragen die Kuhmilch-Produkte verschleiernde Namen wie Weichkäse oder Käse in Salzlake, werben mit Griechenland-Abbildungen und dem Slogan "auf traditionelle Art hergestellt". So entsteht der Eindruck, es handle sich um Original-Feta aus Schafsmilch. Dieser unterscheidet sich im Geschmack allerdings deutlich von der preiswerten Kuhmilch-Alternative. Im Supermarkt sollten Schafskäse-Liebhaber darauf achten, dass auch wirklich Schafsmilch auf der Verpackung steht. Wird keine Tierart genannt, handelt es sich um Kuhmilch.

Wenig Obst im Fruchtjoghurt

Bei Joghurts mit Früchten wird besonders stark mit Wortspielereien getrickst. So muss ein "Joghurt mit Fruchtzubereitung" zu gerade mal 3,5 Prozent aus Früchten bestehen, ein "Joghurt mit Fruchtgeschmack" enthält sogar noch weniger frische Früchte. Nur "Fruchtjoghurts" müssen mindestens einen Fruchtanteil von sechs Prozent haben. Dabei ist aber nicht jedes Fruchtstückchen im Joghurt tatsächlich frische Frucht. Es kann sich auch um gelierten Fruchtsaft handeln.

Laktosefreie Milchprodukte

Das Angebot an laktosefreien Produkten wächst stetig. Auch laktosefreie Käsesorten werden verstärkt beworben, auf die Menschen mit Milchzuckerunverträglichkeit gerne zurückgreifen. Völlig unnötig, erklärt die Verbraucherzentrale. Denn viele Käsesorten sind von Natur aus laktosefrei und unterscheiden sich somit nicht von den angebotenen Spezialprodukten - außer im Preis. Denn für die milchzuckerfreien Produkte wird oft ein kräftiger Aufschlag berechnet. Hart- und Schnittkäse etwa enthalten nur noch Spuren von Laktose und werden generell gut vertragen. Auch bei Butter liegt der Laktosegehalt unter einem Prozent - auf das teurere milchzuckerfreie Spezialprodukt kann also gut verzichtet werden.

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