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Arabica oder Robusta: Unterschiede der Kaffeesorten

Arabica oder Robusta: Unterschiede der Kaffeesorten

24.04.2013, 16:16 Uhr | ks (CF)

Die beiden Kaffeesorten Coffea Arabica und Coffea Robusta machen zusammen nahezu 100 Prozent des gesamten Welthandels mit Kaffeebohnen aus. Dabei gilt die Arabica als die hochwertigere Kaffeesorte. Doch stimmt das überhaupt? Und wo genau liegt eigentlich der Unterschied zur Robusta?

Coffea Arabica und Robusta sind am weitesten verbreitet

Zwar gibt es neben den Arabica und Robusta noch zwei weitere vergleichbare Kaffeesorten, doch haben die Coffea Liberica und Coffea Excelsea nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes keine wirtschaftliche Bedeutung. Die Arabica mit etwa 60 Prozent und Robusta mit knapp 40 Prozent Anteil an der Welternte teilen den Markt nahezu komplett unter sich auf.

Kaffesorten wachsen in unterschiedlichen Klimaverhältnissen

Während die Arabica zwischen 400 und 2.100 Metern Höhe im Hochland von Süd- und Mittelamerika, Ostafrika, Indien und Papua Neuguinea angebaut wird, finden sich die Anbaugebiete der Robusta im Flachland von bis zu maximal 900 Meter Höhe. Vorrangig stammt sie aus dem Westen Afrikas, aber auch Madagaskar, Südostasien und zu geringen Teilen auch aus Südamerika.

Entsprechend ihrem Anbaugebiet bevorzugen die Kaffeesorten auch unterschiedliche klimatische Bedingungen: Während die Robusta höhere Temperaturen besser verträgt, reagiert sie empfindlich auf zu geringe Luftfeuchtigkeit. Sie hat auch einen höheren Wasserbedarf als die Arabica, die wiederum keine feuchte Luft verträgt. Interessanter Unterschied: Während Robusta-Pflanzen auf die Bestäubung durch Wind und Insekten angewiesen sind, befruchten sich Arabica-Pflanzen selbst.

Arabica gilt als hochwertigere Kaffeesorte

Die Arabica gilt gemeinhin als die hochwertigere Kaffeesorte. Sie ist nicht so bitter wie die Robusta und trägt feinere, säuerlich-fruchtige Geschmacksnoten. Besteht Kaffee hierzulande "zu 100 Prozent aus Arabica-Bohnen", gilt dies als Qualitätsmerkmal. Die Robusta wartet hingegen mit einer holzigeren und bitteren Geschmacksnote auf, die mancher auch als erdig und rau beschreiben würde.

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Robusta enthält mehr Koffein

Wer länger wach bleiben möchte, sollte jedoch nicht auf seine Geschmacksnerven setzen: Von den beiden Kaffeesorten ist die Robusta diejenige mit dem deutlich höheren Anteil an Koffein. Der liegt laut dem Deutschen Kaffeeverband bei der Arabica zwischen 0,8 und 1,5 Prozent. Bei der Robusta kann er mit 1,7 bis 3,5 Prozent mehr als doppelt so hoch sein.

Es lässt sich also feststellen, dass die Arabica die herzschonendere, aber auch die magenfreundlichere Kaffeesorte ist. Das liegt zum einen am geringeren Koffeingehalt, zum anderen an dem niedrigeren Gehalt an Chlorogensäure, die Ursache für Verdauungsprobleme sein kann.

Kaffeesorten mit dem Auge voneinander unterscheiden

Wer ungemahlene Kaffeebohnen kauft und den tatsächlichen Anteil beider Kaffeesorten überprüfen will, kann dies mit etwas Mühe sogar mit bloßem Auge tun. Denn auch äußerlich lassen sich die Bohnen voneinander unterscheiden: Der augenfälligste Unterschied ist der verschieden geformte Einschnitt, der bei der Arabica geschwungen, bei der Robusta hingegen gerade ist.

Gibt es Qualitätsunterschiede?

Auch wenn die Arabica gemeinhin als die qualitativ hochwertigere Kaffeesorte angesehen ist, hängt letztendlich alles ganz vom persönlichen Geschmack ab. Zudem ist die Robusta auch nicht grundsätzlich schlecht verarbeitet oder billiger als die Arabica. Die Qualität der Kaffeebohne hängt stattdessen maßgeblich von den klimatischen Bedingungen sowie ihrer Verarbeitung ab.

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