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Lebensmittel: So tricksen Hersteller bei Lebensmitteln

Lebensmittel  

So tricksen Hersteller bei Lebensmitteln

28.05.2013, 17:52 Uhr | stw

Lebensmittel: So tricksen Hersteller bei Lebensmitteln . Lebensmittel: Einige Lebensmittel werden mit Versprechen beworben, die nicht immer mit der Realität übereinstimmen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lebensmittel: Einige Lebensmittel werden mit Versprechen beworben, die nicht immer mit der Realität übereinstimmen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Frisch gebacken", "traditionell am Stück" oder "ohne Zuckerzusatz". Immer wieder tauchen in Supermarkt-Regalen Produkte auf, die mit schön klingenden Attributen beworben werden. Doch häufig halten diese Produkte nicht das, was sie versprechen. Kunden werden so in die Irre geführt und getäuscht. Die Verbraucherzentrale Hamburg fordert daher eine ehrliche und klare Bezeichnung. Das sind die häufigsten Tricks der Lebensmittelhersteller.

Brötchen werden nur erhitzt

Ein gutes Beispiel dafür sind "frisch" und vor Ort "gebackene" Brötchen, die es in fast jedem Discounter zu kaufen gibt. Die Realität sieht jedoch oft anders aus, denn es handelt sich um fertige, tiefgefroren Teiglinge, die in Backautomaten erhitzt werden und nicht um frisch hergestellte Teigwaren.

"Frische Alpenmilch" nicht aus den Alpen

Auch bei Milch wird geschummelt: "Frische Alpen- oder Weidemilch" versprechen die Hersteller ihren Kunden. Viele Verbraucher denken bei diesen Worten an grasende Kühe in den Alpen und glauben, dass ihre Milch mehr Vitamine und gesunde Fette enthält. Laut Verbraucherzentrale handelt es sich hierbei um Etikettenschwindel, denn Verbraucher werden nicht über die tatsächliche Herkunft der Milch informiert. Vielmehr wird die Region "Alpen" als rein werbliche Aussage benutzt und das Gebiet von Anbietern sehr "kreativ" ausgelegt, so die Verbraucherzentrale.

Frische Milch kann drei Wochen alt sein

Ebenso stimmt die Aussage "frische Milch" nicht immer mit der Realität überein. Denn bei frischer Milch, die länger haltbar ist, handelt es sich um sogenannte ESL-Milch, die hocherhitzt wird und bereits drei Wochen alt sein kann. "Frische Milch" dürfte laut den Verbraucherschützern nur auf der Verpackung stehen, wenn die Milch auch wirklich nur wenige Tage haltbar ist.

"Traditionell am Stück" ist kein Beweis für Qualität

Zudem wird Verbrauchern auch bei einigen Wurstwaren "metzgerfrische" Ware versprochen. Dabei handelt es sich aber gar nicht um kleine handwerkliche Familienbetriebe, sondern um überregionale Massenbetriebe. Auch die ausgelobte Frische wird nicht belegt.

Auch die Bezeichnung "Traditionell am Stück" ist laut den Verbraucherschützern kein Qualitätsmerkmal, da Wurstscheiben immer vom Stück abgeschnitten werden.

Etikettenschwindel bei Zuckerzusätzen

Fast schon ein Klassiker unter den Werbeaussagen ist die Formulierung "ohne Zuckerzusatz". Gemeint ist aber, dass nur auf Haushaltszucker (Saccharose) verzichtet wird. Fructose oder Zuckeralkohole wie Maltitsirup oder Sorbit sind in vielen Produkten trotzdem enthalten. Auch hier spricht die Verbraucherzentrale von Etikettenschwindel, da Verbraucher, die Zucker meiden möchten, getäuscht werden. Sie fordert daher ein Verbot der Angabe "ohne Zuckerzusatz", wenn andere Zuckerarten enthalten sind.

Mehr Transparenz für Verbraucher gefordert

"Die Sprache entspricht oft nicht der industriellen Verarbeitung von Lebensmitteln, verändert und täuscht dann die Verbraucher", sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Wegen all diesen verfälscht eingesetzten Begriffen fordert die Verbraucherzentrale Hamburg, eine einheitliche und klare Bezeichnung der Produkte und mehr Transparenz gegenüber den Verbrauchern. "Wenn Lebensmittel nicht das enthalten, was sie versprechen oder nicht wie beschrieben hergestellt werden, dann muss das auf den ersten Blick klar sein", erklärt Silke Schwartau.

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