Sie sind hier: Home > Leben >

Bier: Lernen Sie Bierbrauen in Brauerei-Kursen

Ihr Weg zum eigenen Bier

03.08.2015, 13:41 Uhr | Benedikt Sauer, wanted.de

Bier: Lernen Sie Bierbrauen in Brauerei-Kursen. Brauen Sie doch mal Ihr eigenes Bier.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Brauen Sie doch mal Ihr eigenes Bier. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie wird aus Hopfen und Malz ein gutes Bier? In einem Brauerei-Braukurs können Sie genau das lernen. Wir haben uns für Sie einmal schlau gemacht und verraten, wie solch ein Seminar genau abläuft, woran Sie einen guten Anbieter erkennen und was Sie dabei alles lernen können. Damit es am Ende des Tages auch garantiert heißt: Es war ein feuchtfröhlicher Abend!

Die einfachste Methode, einen Bierbraukurs zu finden, ist die Suche über Erlebnis-Anbieter wie etwa Jochen Schweizer oder Mydays.de. Hier gibt es Kurse in Ihrer Nähe schon ab 55 Euro, die etwa 4-5 Stunden lang dauern und Ihnen kurz und knapp vermitteln, wie Sie Ihr eigenes Bier brauen können. Doch welche Brauerei sich genau dahinter verbirgt und wie viel Mühe man sich vor Ort mit Ihnen geben wird, lässt sich in der Beschreibung in aller Regel nicht herausfinden.

Brauerei Ihres Vertrauens

Wer Bier wirklich zu schätzen weiß, und davon gehen wir bei Ihnen einfach mal aus, sucht persönlich nach einer Brauerei, die ihm das Handwerk der Braukunst ordentlich vermittelt. Vor allem im bayerischen Raum gibt es viele Betriebe, insbesondere kleinere, die ihr Wissen gerne weitergeben und Sie vor Ort sogar Ihr ganz persönliches Bier brauen lassen, das Sie mit nach Hause nehmen können.

Drei Tipps vom Experten

Sebastian Priller-Riegele ist amtierender Weltmeister der Biersommeliers und bietet wissbegierigen Bierliebhabern in seiner Brauerei Riegele in Augsburg für 149 Euro ebenfalls einen Braukurs an. Für ihn gibt es drei wichtige Kriterien bei der Wahl des richtigen Seminars: "Zum einen sollte die Brauerei möglichst viele Hopfen- und Malzsorten auf Lager haben, um mit den Teilnehmern auch spezielle, spannende Bierstile brauen zu können. Wer sich zum Beispiel bei uns als größere Gruppe anmeldet, kann selbst bestimmen, welches Bier an diesem Tag gebraut werden soll, da wir mit 28 Hopfen- und 27 Malzsorten arbeiten. Viele andere Brauereien verwenden oft nur jeweils zwei bis drei Sorten."

Damit Sie auch möglichst viel lernen, sollte der Braukurs nicht nur ein paar Stunden dauern.
Ein ganzer Tag sollte es schon sein, damit Sie auch möglichst viel vom Brauprozess mitbekommen. >>

Auch sollten Sie aktiv mit eingebunden werden und nicht nur danebenstehen, zuschauen und zuhören müssen. "Bei unserem Braukurs können Sie alles selber machen, vom Malzschroten übers Abläutern bis hin zum Würzekochen. Eben all die Arbeiten, die eine Brauerei im Sudhaus macht", erklärt Priller-Riegele. "Danach übernehmen wir. Ihr eigenes Bier muss dann noch etwa acht Tage gären und etwa vier bis acht Wochen lang lagern, je nach Bierstil, ehe Sie es bei uns abholen können."  

Das volle Programm Als letztes Kriterium für den perfekten Braukurs sollten Sie sich vergewissern, dass Ihnen auch genügend Programm geboten wird. "Während des Brauprozesses entstehen lange Pausen, in denen nicht viel passiert. Niemand will eine Stunde lang zusehen, wie sich die Temperatur verändert", sagt Priller-Riegele. "Suchen Sie deshalb bewusst nach einer Brauerei mit viel Know-how, die spannend ist, viel zu erzählen hat und diverse Lückenfüller bietet. Zum Beispiel Blindverkostung, Bier- und Gläserkunde, eine Führung durch die Brauerei oder einen Besuch im hauseigenen Biergarten. Bei uns gibt es beispielsweise auch die Gelegenheit, sein eigenes Flaschenetikett für das selbstgemachte Bier zu gestalten." Bierbrauen wie vor 300 Jahren

Ähnlich umfangreich ist auch der Braukurs im Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Schliersee in Bayern, der 85 Euro pro Person kostet. Hier können Sie einen Tag lang in uriger Atmosphäre und altbewährter Tradition hautnah miterleben, wie man Bier vor 300 Jahren gebraut hat. Das Ergebnis wird dann an die Museumsbesucher ausgeschenkt – und Sie sind maßgeblich an der Qualität des Bieres beteiligt. Dafür ist viel Muskeleinsatz in der Schöpfbrauerei gefragt. "All die Arbeiten, die heutzutage mit Maschinen und Pumpen erledigt werden, machen wir von Hand", sagt Brauer Olaf Krüger, der den Kursteilnehmern vor Ort alles zeigt und erklärt.

So muss beispielsweise die Maische aus der Pfanne in den Läuterbottich geschöpft werden, was ganz schön schweißtreibend sein kann. Doch die Arbeit lohnt sich, denn am Ende des Tages haben Sie auf jeden Fall viel neues Wissen über die Bierbraukunst angesammelt. Wer weiß, vielleicht brauen Sie ja irgendwann Ihr eigenes Bier im großen Stil. Wie es funktioniert, wissen Sie ja dann.
Tolle Braukurs-Eindrücke von der Brauerei Riegele und der altbayerischen Schöpfbrauerei im Markus Wasmeier Freilichtmuseum finden Sie in unserer Foto-Show.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

myToysbonprix.deOTTOUniceftchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal