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Riesling: Königin unter den Reben

Riesling: Königin unter den Reben

13.08.2013, 11:15 Uhr | wanted.de

Riesling: Königin unter den Reben. Aus dem Rheingau kommen ein paar ganz edle Tropfen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Aus dem Rheingau kommen ein paar ganz edle Tropfen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Früher kamen hier die teuersten Tropfen der Welt her. Diesen Titel hat der Rheingau zwar nicht mehr inne, verstecken braucht sich das Anbaugebiet - das zu 80 Prozent Riesling herstellt - deshalb aber noch lange nicht. Immerhin gedeihen hier ausgezeichnete Weinsorten, viele sogar von Decanter und Gault Milliau ausgezeichnet. Wir präsentieren eine Auswahl der besten Rheingau-Weine.

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Der Rheingau liegt, wie der Name bereits vermuten lässt, direkt am Rhein und ist ein geschlossenes Weinbaugebiet mit knapp 3000 Hektar Rebfläche. Davon sind 84 Prozent mit Riesling bestockt, was weltweit einmalig ist. Riesling gilt als die "Königin unter den Reben".

Geschichte des Rheingaus

Der weltweite Rieslinganbau hat seinen Ursprung im Rheingau und die frühsten Spuren des Weinbaus weisen bis in die Römerzeit zurück. Einer Sage nach war es Kaiser Karl der Große im 8. Jahrhundert, der bei einer Reise bemerkte, dass am Johannisberg der Schnee früher als überall sonst geschmolzen war. So wurde an den Hängen mit dem Anbau der Weinreben begonnen. In keinem anderen Weinbaugebiet ist der Anteil des Rieslings so hoch wie hier.

Natürlich gibt es viele Weine, die um ein Vielfaches teurer sind. Eine gute Flasche Riesling kostet selten mehr als 30 Euro. Für eine Flasche französischen Chateau Margaux oder Rotschild-Lafite müssen Sie schon mal zwischen 300 und 900 Euro bezahlen. Vor 100 Jahren war der Wein aus dem Rheingau jedoch der teuerste Wein der Welt. Zwei Weltkriege zerstörten dann das Handelsnetz in Europa und wirkten sich negativ auf die Weinqualität aus. Seit rund 20 Jahren ist man inzwischen aber wieder in der Lage, die Qualität zu erzeugen, die den Rheingau weltweit berühmt gemacht hat. Auch international tauchen rheinische Weine wieder in der Top-Gastronomie auf.

Besondere und prämierte Sorten

Der Gault Millau kürte aktuell den Rauenthal Nonnenberg vom Weingut Georg Breuer für knapp 35 Euro als Sieger in der Kategorie "Riesling feinherb 2011". Ein anderer vom Gault Millau 2013 prämierter Riesling ist der Schloss Johannisberger Riesling Goldlack Trockenbeerenauslese 2011 für 269,90 Euro. Er wurde als "bester edelsüßer Riesling 2011" ausgezeichnet.

Geburtsstätte der Spätlese

Der Rheingau gilt zudem als Geburtsstätte der Spätlese. Die Bezeichnung "Spätlese" entstand 1775 im Rheingau. Die Johannisberger Mönche mussten die Erlaubnis zur Weinlese direkt vom Fuldaer Fürstbischof einholen, deshalb schickten Sie jedes Jahr einen berittenen Boten nach Fulda. Doch in einem Jahr verspätete sich die Rückkehr des Boten und die Trauben waren währenddessen von der Grauschimmelfäule befallen. Die Mönche kelterten die Trauben dennoch, obwohl sie die Ernte für verloren hielten. Als sie im darauffolgenden Frühjahr den jungen Wein verkosteten, waren sie von dessen hervorragender Qualität überrascht. Die Bezeichnung wurde daraufhin für besonders hochwertige Weine üblich, und nebenbei hatte man die positiven Effekte der Edelfäule entdeckt.

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