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Monsterbacke: Hersteller droht Niederlage vor Gericht

Irreführende Werbung  

"Monsterbacke"-Hersteller droht Niederlage vor Gericht

14.11.2013, 15:04 Uhr | AFP, dpa

Monsterbacke: Hersteller droht Niederlage vor Gericht. Irreführende Werbung: Der Slogan "So wichtig wie das tägliche Glas Milch" auf dem Früchte-Quark "Monsterbacke" von Ehrmann steht in der Kritik.  (Quelle: dpa)

"So wichtig wie das tägliche Glas Milch" - diesen Werbespruch darf der Früchte-Quark "Monsterbacke" zukünftig nicht mehr tragen. (Quelle: dpa)

Im Streit um die womöglich irreführende Werbung für den Kinderquark "Monsterbacke" droht der Molkerei Ehrmann eine Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Die Werbung, wonach der zuckerhaltige Quark "So wichtig wie das tägliche Glas Milch" sei, verstößt nach Ansicht des EuGH-Generalanwalts Melchior Wathelet gegen eine EU-Verordnung zu gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmittelverpackungen, wie das Gericht mitteilte.

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Slogan als irreführend eingestuft

Der Fall liegt eigentlich beim Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Die deutsche Wettbewerbszentrale hatte den Allgäuer Joghurthersteller verklagt, weil sie den Spruch für irreführend hält. Der Slogan "So wichtig wie das tägliche Glas Milch!" verspreche einen Vorteil für die Gesundheit des Kunden, weise aber nicht auf den erheblich höheren Zuckergehalt hin.

Wenn Firmen ihre Produkte mit Angaben zur gesundheitlichen Wirkung bewerben, müssen sie laut EU-Recht noch mehr Hinweise zum vermeintlichen gesundheitlichen Vorteil auf die Packung drucken.

Kein Hinweis auf hohen Zuckergehalt

Genau das fordert nun auch Generalanwalt Wathelet. In seinen Schlussanträgen hob er hervor, die Werbung sei eine gesundheitsbezogene Angabe. Sie könne beim Durchschnittsverbraucher den Eindruck erwecken, der Quarkkonsum wirke sich positiv auf die Gesundheit aus, begründete Wathelet seinen Antrag. Weiter argumentierte er, der Spruch auf der Packung müsste ergänzt werden durch weitere Hinweise zum behaupteten Vorteil - schließlich gelte Milch als gesund.

Beim BGH ruht das Verfahren derzeit, weil die deutschen Richter ihre Kollegen beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg um Hilfe bei der Auslegung von EU-Recht gebeten hatten.

Der EuGH ist an die Schlussanträge seiner Generalanwälte nicht gebunden, folgt ihnen aber in der Regel. Das Urteil wird in einigen Monaten erwartet.

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