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Winzer im Winter

Was macht der Winzer eigentlich im Winter?

10.12.2013, 12:28 Uhr | wanted.de

Winzer im Winter. Was macht ein Winzer im Winter?  (Quelle: imago images/Isadco)

Was macht ein Winzer im Winter? (Quelle: Isadco/imago images)

Wenn der kühle Wind die letzten Blätter von den Weinreben geweht hat und der Most in den großen Holzfässern und Edelstahltanks bereits zu Wein vergärt, legen die Winzer an der Südlichen Weinstrasse noch lange nicht die Füße hoch. Schließlich dreht sich auf den Weingütern in dieser Region das gesamte Jahr über alles um die Rebe.

Foto-Serie mit 9 Bildern

Eine schöne Zeit, um der Südpfalz einen Besuch abzustatten, ein Wochenende abzutauchen und die eigenen Weinkeller wieder aufzufüllen und den Weinmachern über die Schulter zu schauen. Nachdem im Herbst die Trauben im Weinberg gelesen und anschließend im Weingut gekeltert wurden, liegt der Most nun zum Gären in den Fässern. Nach der alkoholischen Gärung ruht und reift der Jungwein nun bis er von der Hefe getrennt, anschließend filtriert und für die Füllung vorbereitet wird. Die stetige Kontrolle durch die Verkostung im Keller und der rege Austausch zwischen den Winzern bei Jungweinproben gehören zu den Hauptaufgaben der Winzer in den Wintermonaten.

Ab in den Weinberg – Der Rebschnitt

Wenn nach dem ersten Frost alle Blätter im Weinberg gefallen sind und das Holz ausgereift ist, werden die Reben geschnitten. Diese Aufgabe erledigt der Winzer zwischen November und März.

Beim Schneiden werden die "alten" Ruten abgeschnitten, da nur das einjährige Holz die wertvollen Früchte bringt. Über den Rebschnitt steuert der Winzer nicht nur die Form des Rebstocks, sondern gleichzeitig den Ertrag und somit die Qualität. Das heißt, der Schnitt wird im Einklang mit der Rebe durchgeführt. Der Winzer schneidet die Rebe traditionell mit der Hand. Mit über 100 Arbeitskraftstunden pro Hektar ist der Rebschnitt eine der zeitintensivsten Arbeiten für den Winzer im kompletten Jahr. Die abgeschnittenen Ruten werden dann aus dem Drahtrahmen der Weinberge ausgehoben und in die Fahrgasse der Weinberge gelegt. Hinterher werden die Ruten maschinell gehäckselt und durch das aktive Bodenleben wieder zu Humus verarbeitet.

Alte Weinberge – neue Weinberge

Nach dem Ende der Lese werden jedes Jahr alte Weinberge abgeräumt und neu bepflanzt.

Hierfür gibt es verschiedene Gründe: Zum Einen der stetige Wandel der Nachfrage, zum Anderen auch die Unwirtschaftlichkeit der in die Jahre gekommenen Weinberge. Jedoch sind die Winzer immer bemüht "alte" Parzellen zu erhalten, da diese durch Ihre Reife qualitativ hochwertige Weine hervorbringen können. Nach dem Abschnitt der Reben und dem Entfernen des Drahtrahmens und der Weinbergspfähle, werden die Rebstöcke aus dem Boden herausgezogen. Ebenfalls in den Wintermonaten werden die Böden maschinell tiefengelockert und im Frühjahr für die Neubepflanzung im Mai vorbereitet.

Her mit dem Mist! Da die Trauben dem Boden Nährstoffe entziehen, stellen die Winzer das Nährstoffgleichgewicht durch Ausbringen von verschiedenen Komposten wie beispielsweise Pferde- oder Hühnermist wieder her. Die Biomasse erhöht die Wasserhaltefähigkeit der Anbaufläche und fördert die Aktivität des Bodenlebens. So werden die Reben besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt und haben ideale Wachstumsbedingungen. Eine weitere Funktion des Komposts ist der Schutz vor Erosion durch Regenfälle. Feinste Destillate – ein fruchtiges Nebengeschäft Mit über 1800 Sonnenstunden im Jahr wachsen und gedeihen an der Südlichen Weinstraße neben Trauben auch Früchte wie Feigen, Zwetschgen, Mirabellen und Pfirsiche. Diese sind die perfekte Grundlage für edle Brände. Wenn der Brenner Hand und Holz anlegt, entstehen hier an der Südlichen Weinstrasse wunderbare Tropfen. Das Winzerleben kennenlernen

Für Wissbegierige und Interessierte bietet die Südliche Weinstraße mehrere Komplettarrangements zum Thema Wein an.

Vor Ort beim Winzer, im Keller, im Weinberg und in der Probierstube können Gäste Wissenswertes zum Thema Wein erfahren. Alle drei Angebote der Zentrale für Tourismus sind telefonisch buchbar unter 06341/940406 oder online unter www.suedlicheweinstrasse.de.
Das Arrangement "Winterzauber Südliche Weinstrasse" beinhaltet insgesamt zwei Übernachtungen inklusive Frühstück bei einem Winzer in Niederhorbach. Hinzu kommen eine Fackelwanderung durch die Weinberge, eine hauseigene Weinprobe und ein abendliches Gans-Essen plus Glühweingelee als Willkommensgeschenk. Das Paket ist ab 159 Euro pro Person im Doppelzimmer (179 Euro im Einzelzimmer) noch bis zum 30. Januar 2014 buchbar. Ganzjährig buchbar ist das Paket "Weinfeines Wochenende". Neben zwei oder drei Übernachtungen bei einem lokalen Winzer inklusive Frühstück erwarten Gäste hier eine 6er Weinprobe mit kleiner Vesper, kostenfreien Eintritt in das Schloss Villa Ludwigshöhe sowie ein regionales Souvenir. Zwei Übernachtungen können im Doppelzimmer bereits ab 119 Euro pro Person gebucht werden.
Köstliche Kreationen und lässige Grooves erwarten die Besucher der Glashausparty in Herxheim. Mit ihren kulinarischen Komplizen verwandeln die Nachwuchstalente der "Jungen Südpfalz" – 20 junge Winzer, die ihr Können beim Wettbewerb "Die junge Südpfalz – da wächst was nach" bewiesen haben – ungewöhnliche Gebäude an der Südlichen Weinstrasse in interessante lukullische Entwicklungszentren. Zu dem am 31. Januar 2014 stattfindenden Event kann das dazugehörige Arrangement für zwei Nächte (inklusive Frühstück) gebucht werden. Diese verbringen die Gäste bei einem der "kulinarischen Komplizen" im Hotel Restaurant Luitpold Edenkoben, Landhaus Wendel Kapellen-Drusweiler oder Weinhotel Fritz Walter Niederhorbach. Ebenfalls im Preis enthalten ist der Eintritt zur Glashausparty "Die junge Südpfalz isst gut" am 31.01.2014 in Herxheim inklusive vier Genuss- und drei Weinjetons, der Transfer von und zum Hotel zur Glashausparty sowie ein spätes Frühstück am Samstagmorgen. Termin: 31. Januar bis 02. Februar 2014. Preis pro Person: ab 159 Euro pro Person im Doppelzimmer/ ab 189 Euro pro Person im Einzelzimmer.

Bei "Erlebnis in Rot" am 25. und 26. Januar 2014 in Landau-Nußdorf präsentieren Nußdorfer Weingüter ihre gut temperierten Rotweine und auch Glühwein in verschiedenen Ausschankstellen auf dem Nußdorfer Weinerlebnispfad. Natürlich kommt auch der Magen nicht zu kurz, an jedem Stand werden leckere Gaumenfreuden passend zu den Rotweinen angeboten. Am Sonntag präsentieren die Nußdorfer Landfrauen wieder Kaffee und selbstgebackene Kuchen in großer Vielfalt. Einmalig ist auch das Ambiente des Nußdorfer Weinerlebnispfades. Besucher können hier die die 20 Skulpturen und Objekte betrachten, berühren, ertasten und bespielen und kommen so in den Genuss eines Spaziergangs zwischen Kunst, Reben und Rebholzfeuern. Die angestrahlten Kunstobjekte verleihen dem Abend einen besonderen Reiz.

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