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Erste FSME-Fälle gemeldet: Frühzeitig impfen lassen

FSME-Impfung  

Rechtzeitig gegen Zeckenbisse schützen lassen

01.04.2016, 10:52 Uhr | t-online.de, AFP, dpa-tmn

Erste FSME-Fälle gemeldet: Frühzeitig impfen lassen. Zecken: Die Krabbeltiere sind zunehmend auch im Winter aktiv.  (Quelle: imago/ARCO IMAGES)

Auch im Herbst übertragen Zecken FSME und Borreliose. (Quelle: imago/ARCO IMAGES)

Experten raten zu einer rechtzeitigen Impfung gegen FSME. In Risikogebiete Reisende sollten sich mindestens sechs Wochen vorher gegen die von Zecken übertragene Infektion impfen lassen.

Erst zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis sei für maximal zwölf Monate ein FSME-Schutz gegeben, erläutert Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld. Je nach Impfstoff könne die zweite Injektion erst ein bis drei Monate nach der ersten erfolgen. Zu den Risikogebieten gehören Süddeutschland, Österreich und Osteuropa.

FSME-Impfung bei Risikogebieten empfohlen

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die Viren erregen Hirn- und Hirnhautentzündungen, die nicht behandelbar sind. Wer mehr als ein Jahr davor geschützt sein möchte, sollte sich nach neun bis zwölf Monaten eine dritte Impfung verabreichen lassen, rät Bergmann. Sie hält mindestens drei Jahre vor.

Auffrisch-Impfungen sind alle fünf Jahre sinnvoll, wenn jemand in einem Risikogebiet wohnt oder sich dort regelmäßig aufhält. Menschen, die älter als 50 Jahre sind, sollten sich alle drei Jahre erneut immunisieren lassen.

Keine Impfung gegen Borreliose möglich

Keine Impfung gibt es gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Bakterien-Infektion Borreliose. Bergmann empfiehlt, den Körper nach jedem Aufenthalt in der Natur in Risikoregionen gründlich nach den Spinnentieren abzusuchen und sie umgehend aus der Haut zu entfernen. Zecken sitzen besonders gern im Haaransatz, in den Achseln, im Schambereich und in den Kniekehlen.

Eine Borreliose macht sich nur bei etwa 50 Prozent der Infizierten mit einer typischen, sich ringförmig ausbreitenden Rötung an der Bissstelle bemerkbar. Bei Kindern zeigt sich oft eine blau-rote, zur Kugel geschwollene Hautveränderung. Nach einem Zeckenbiss gehen Betroffene am besten sofort zum Arzt, rät Bergmann.

RKI meldet erste FSME-Fälle

Erste FSME-Fälle traten dieses Jahr bereits im Januar auf. Das Robert-Koch-Institut meldete fünf Erkrankungsfälle in den ersten sieben Wochen. Auch in den Vorjahren waren in dieser Zeit einzelne Erkrankungen gemeldet worden.

Das RKI rät, sich bereits jetzt impfen zu lassen, das gelte vor allem für diejenigen, die in Risikogebieten leben. Für einen vollständigen Impfschutz sind drei Termine beim Arzt nötig. Doch Vorsicht: Die FSME-Impfung ist zwar als "Zeckenimpfung" bekannt, sie bietet aber keinen Schutz vor anderen von Zecken übertragenen Krankheiten.

Zecken überleben selbst den Vollwaschgang

Zecken sind ziemlich hart im Nehmen: Zwischen ihren Blutmahlzeiten können sie zwei bis drei Jahre lang hungern. In Wohnungen überdauern sie mehrere Tage. Im Gefrierfach bei minus acht Grad ist die Hälfte der Zecken nach 24 Stunden noch am Leben.

Erst Temperaturen unter minus 20 Grad Celsius töten Zecken zuverlässig. Selbst den Vollwaschgang in der Waschmaschine bei 40 Grad Celsius überleben die Parasiten. Waschgänge bei 60 Grad und der Weg durch den Trockner töten sie jedoch zuverlässig ab.

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