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Auktionen: Rachmaninow-Manuskript für 1,5 Millionen Euro versteigert

Noten-Manuskript für 1,5 Millionen Euro versteigert

21.05.2014, 11:09 Uhr | AP, dpa

Auktionen: Rachmaninow-Manuskript für 1,5 Millionen Euro versteigert. Rachmaninow-Manuskript für 1,5 Millionen Euro versteigert (Quelle: Sotheby's)

Rachmaninow-Manuskript für 1,5 Millionen Euro versteigert (Quelle: Sotheby's)

Wer auf dem Kunstmarkt nach seltenen Preziosen sucht, muss derzeit tief in die Tasche greifen. Ein Manuskript des berühmten russischen Komponisten Sergej Rachmaninow kam in London für umgerechnet 1,5 Millionen Euro unter den Hammer.

Ein privater Sammler, der kein Brite sei, habe das Manuskript für 1,2 Millionen Pfund ersteigert, teilte das Auktionshaus Sotheby's mit. Es handelt sich dabei um ein 320-seitiges handschriftliches Manuskript der zweiten Symphonie Rachmaninows.

Rachmaninow komponierte in Dresden

Die zählt zu den berühmtesten Werken des russischen Komponisten, der von 1873 von 1943 lebte. Rachmaninow schrieb die zweite Symphonie in Dresden, wo er von 1906 bis 1909 weilte. Die Uraufführung fand im Januar 1908 in Sankt Petersburg statt, der Komponist dirigierte selbst. Vor der Auktion war der Wert des Manuskripts auf 1 bis 1,5 Millionen Pfund geschätzt worden. Es sei die einzige erhaltene handschriftliche Fassung der 2. Symphonie in e-Moll (Opus 27).

Der hohe Preis, den das Manuskript nun erzielte, liegt auch an seiner bewegten Geschichte. Die Noten galten seit kurz nach der Uraufführung des Werks als verschollen. 2004 waren sie im Besitz eines privaten europäischen Sammlers wieder aufgetaucht.

Einblick in die Arbeitsweise

Was die Noten auch zum begehrenswerten Kunstobjekt macht, ist der Umstand, dass die Handschrift einen Einblick in die Arbeitsweise des Komponisten liefert. Sie enthält zudem Material, dass in keine Edition der Symphonie eingegangen ist. Aus diesem Grund erzielen auch Manuskripte anderer Komponisten bei Aktionen regelmäßig hohe Summen, wie etwa von Johann Sebastian Bach und Arnold Schönberg bei einer Versteigerung im Jahr 2012. Rund 240.000 Euro zahlte ein Sammler für eine signierte Handschrift von Schönbergs Streichquartett Nr. 2 op. 10.

Ein Museum ersteigerte für 228.750 Euro die erste Gesamtausgabe von Johann Sebastian Bachs sechs Partituren für Klavier aus dem 18. Jahrhundert. Für andere Werke werden indes noch höhere Preise bezahlt. So wurden im Jahr 2001 von Sotheby's zehn Partiturseiten der Mozart-Oper "Die Hochzeit des Figaro" für rund 1,2 Millionen Euro versteigert. Ein Druckmanuskript der neunten Symphonie von Ludwig van Beethoven kam 2003 für rund drei Millionen Euro unter den Hammer.

Rachmaninow starb im Exil

Den Rekord bei handschriftlichen Partituren hält indes ein Klavierstück von Beethoven, das 1991 1,6 Millionen Euro einbrachte. Sergeij Rachmaninow ist übrigens vor allem für seine Klavierstücke bekannt, die auch heute auf den Konzertbühnen der Welt zum festen Inventar gehören. Und so zählt Rachmaninow, der 1943 fern der Heimat im amerikanischen Exil starb, zu den berühmtesten russischen Komponisten überhaupt.

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