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Die Welt der Ultra-Reichen

Die Welt der Ultra-Reichen

15.05.2015, 09:11 Uhr | Frank Lansky - wanted.de

Die Welt der Ultra-Reichen. Meine Frau, mein Schloss, mein Geld - die Welt der Ultra-Reichen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Meine Frau, mein Schloss, mein Geld - die Welt der Ultra-Reichen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ultra-Reich: Nur 211.275 Menschen besitzen mehr als 30 Millionen Dollar. Dies sind 0,004 Prozent aller Erwachsenen auf dem Globus - diese Gruppe kontrolliert 13 Prozent des gesamten weltweiten Vermögens. Die Unternehmensberatung Wealth-X nennt sie die Ultra High Net Worth (UHNW) Individuals. So leben Sie, hier treffen Sie sie.

Frohe Kunde: Die Zahl der Menschen mit ultra-hohem Nettowert – um das Wortungetüm UHNW zu übersetzen – nimmt zu. So hat die Gesamtpopulation der Mega-Begüterten mit umgerechnet mindestens 26 Millionen Euro auf dem Konto 2014 ein Allzeithoch von 211.275 Menschen erreicht, ein Plus von sechs Prozent versus 2013. Dies konstatiert der Wealth-X and UBS World Ultra Wealth Report, der Ende 2014 vorgestellt wurde. Wir stellen Sie Ihnen zusammen mit dem Wealth-X and UBS Billionaire Census 2014 vor, also einer Studie über Milliardäre.

Reicher als Deutschland

Das kombinierte Vermögen des UHNW-Geldadels beläuft sich demnach auf die unglaubliche Summe von 29,7 Billionen US-Dollar, das sind zwei Billionen mehr als im Jahr 2013. Zur Erinnerung: Eine Billion sind 1000 Milliarden. Zum Vergleich: Die Bundesrepublik Deutschland hat

im Jahr 2014 ein Brutto-Inlandsprodukt von rund 2900 Milliarden Euro erwirtschaftet, also 2,9 Billionen Euro oder 3,3 Billionen Dollar und damit gut ein Neuntel des Vermögens der Mega-Begüterten.

Die Zahl der Menschen, die mindestens eine Milliarde Dollar besitzen, belief sich auf 2325 Menschen, sie hielten zusammen 7291 Milliarden US-Dollar. Luxus gehört für diese Klientel zum normalen Lebensstandard: Obwohl die dünne Schicht der Besitzer von 30 Millionen Dollar oder mehr nur 0,004 Prozent der gesamten erwachsenen Weltbevölkerung ausmacht, war sie im vorigen Jahr für 19 Prozent des Absatzes in der Luxusbranche verantwortlich.

Eine Million für den Luxus

Der durchschnittliche UHNW gibt 1,1 Millionen Dollar für Luxusgüter aus – pro Jahr, wohlgemerkt. Dabei sind viele Luxusgüter wie Kaviar und Champagner inzwischen Normalität – oder auch Business-Jets. Superjachten sind dagegen

selbst in diesen Kreisen noch keine Notwendigkeit, sie werden aber gerne für private Familienfeiern abseits der Paparazzi eingesetzt. Die UHNW sind enorm gut vernetzt: Im direkten sozialen Umfeld befinden sich sieben weitere Ultra-Reiche, von denen im Schnitt mindestens einer ein Milliardär sein. So ist das Geflecht der sozialen Beziehungen durchschnittlich 6,5 Milliarden Dollar wert. Die Männer unter den Superreichen sind vor allem im Finanz- und Bankensektor zu finden, der Anteil liegt hier bei 23,6 Prozent. Mit weitem Abstand folgen Immobilien (7,4 Prozent) und Industrie (6,7 Prozent). Reiche Frauen engagieren sich mit 19,1 Prozent vor allem in sozialen Projekten, dann folgt ebenfalls die Finanzbranche mit 13,3 Prozent, dahinter Textilien und Luxusgüter mit 6,7 Prozent.

Im Schnitt sind betuchte Frauen 57 Jahre alt und damit drei Jahre älter als die Männer. Die meisten Frauen haben ihr Vermögen als Witwe geerbt; bei den Herren finden sich viele Söhne, die geerbt haben – aber auch eine Menge Selfmade-Unternehmer. Insgesamt hat mehr als ein Viertel der Ultra-Reichen geerbt. Wealth-X schätzt, dass mehr als die Hälfte dieser Elite schon mindestens eine Million Dollar für soziale Zwecke gestiftet hat. Die Ultra-Reichen legen ihr Geld ansonsten gerne in Privatfirmen an, 69 Prozent der Gruppe tut das. Im Schnitt werden zwei Drittel des Vermögens in Firmenanteile umgewandelt, alles in allem sind 12,7 Billionen US-Dollar in Konzernen investiert. Weibliche UHNW halten etwa 16 Prozent ihres Vermögens in Immobilien und Luxusgütern; bei Männern sind es nur zehn Prozent.

In Moskau, Montreux oder New York treffen Sie die Reichen

So weit, so unfassbar all diese Zahlen. Und hier vergnügen sich die Ultra-Reichen und Milliardäre: Beim Pferderennen in Ascot oder Kentucky, auf dem Jazz Festival in Montreux, auf dem Cannes Film Festival, auf der Biennale von Venedig, der Art Basel und der Monaco Yacht Show. Und wer sich unbedingt in die höheren Kreise einklinken will, der sollte in den USA in der sogenannten Ivy League studieren,

so nennen sich die alten Universitäten, deren Backsteinmauern mit Efeu bewachsen sind. Die Top-Scorer sind Harvard, die University of Pennsylvania und Stanford. New York bleibt die Stadt mit der größten Population an Ultra-Reichen auf der Welt, am Hudson River leben 8655 UHNW. Überhaupt sind die Vereinigten Staaten mit einer Population von 69.560 das Land mit den meisten Super-Begüterten, ihr Vermögen liegt kombiniert bei 9,6 Billionen Dollar. Die Bundesrepublik schlägt sich wacker – Deutschland ist nach den USA auf dem Globus die Nummer Zwei bei Personen mit mehr als 30 Millionen Dollar Vermögen. So leben in Deutschland 19.095 Menschen mit einem Gesamtvermögen von 2580 Milliarden Dollar. Damit sind genau 22,6 Prozent des gesamten Vermögens in Deutschland in der Hand dieser nicht einmal 20.000 Menschen. Hier die europäischen Städte mit den meisten Ultra-Reichen: London (6815), Paris (3345), Zürich (2055), München (1805), Düsseldorf (1540) und Hamburg (1480).

Hier leben die Milliardäre

Bei den Milliardären führen die USA mit 571 vor China mit 190 Personen, Großbritannien mit 130 und Deutschland mit 123 Menschen. Die meisten Milliardäre pro Kopf finden sich in Liechtenstein - obwohl es nur fünf an der Zahl sind. Die meisten Milliardäre Europas leben in Moskau - 85 sind es. Weltweit finden sich die meisten Milliardäre in New York, es sind 103 an der Zahl. Der einzige Wermutstropfen: Wir haben leider auf unsere Anfrage nach einem Ranking mit konkreten Namen von Wealth-X keine Antwort erhalten. So ist das eben in diesen Kreisen: Über Geld – und Namen – spricht man nicht. Doch das Portal Statista hat eine aktuelle Rangliste aus dem Januar 2015 parat. Demnach ist Microsoft-Gründer Bill Gates mit 80,4 Milliarden Dollar wieder der reichste Mensch der Welt, er lag schon auf der "Forbes"-Liste der reichsten Menschen von 2014 vorne. Bei Statista folgt Investment-Guru Warren Buffett, der es auf 73 Milliarden Dollar bringt. Knapp dahinter liegt mit 72,9 Milliarden der mexikanische Unternehmer Carlos Slim. In den ersten 25 findet sich kein einziger Deutscher, der erste Europäer ist der spanische Mode-Zar Armancio Ortega (Zara) auf Platz Vier mit 59,5 Milliarden. Impressionen zum Leben der Super-Reichen sehen Sie in unserer Fotoshow.

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