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Antibiotika-Resistenzen: Deutschland treibt Kampf voran

Resistente Keime  

Deutschland treibt Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen voran

13.05.2015, 13:15 Uhr | AFP

Die "Wunderwaffe" Antibiotika kann gegen viele Keime nichts mehr Ausrichten, sie hat ihre Wirksamkeit verloren. Die Bekämpfung solcher Antibiotika-Resistenzen soll in Deutschland nun vorangetrieben werden.

Hierfür hat das Bundeskabinett am Mittwoch neue Maßnahmen beschlossen, die eine weitere Entstehung und Ausbreitung von Resistenzen verhindern soll. So soll die Überwachung ausgebaut werden, um neue Erreger und Resistenzen frühzeitig zu erkennen. Zudem soll die Forschung und Entwicklung neuer Antibiotika, schnellerer Testverfahren und alternativer Therapiemethoden verstärkt werden.

Tausende Tote durch multiresistente Keime jährlich

Antibiotika-Resistenzen sind ein zunehmendes Problem vor allem in Krankenhäusern. Sie führen dazu, dass bakterielle Infektionen schwerer oder auch gar nicht mehr zu behandeln sind, weil Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren. Die Folge sind längere und deutlich schwerere Krankheitsverläufe und auch Todesfälle. Tausende Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr infolge sogenannter Krankenhausinfektionen. Gefährlich sind multiresistente Keime vor allem für immungeschwächte Patienten auf Intensivstationen, Krebskranke, Chirurgie-Patienten und frühgeborene Babys.

Die sogenannte Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie (DART) war von der Bundesregierung bereits 2008 auf den Weg gebracht worden und wird mit DART 2020 nun weiterentwickelt. Ziel ist es, den Verbrauch von Antibiotika und die Resistenzen gegen die Medikamente sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin und Landwirtschaft stärker zu kontrollieren.

Antibiotika-Resistenz ist Thema beim G7-Treffen

"Die weltweite Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen muss gestoppt werden", erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Die neue Strategie treibe den Kampf auf allen Ebenen voran. Auch international müssten die Länder an einem Strang ziehen. Bei der Versammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommende Woche solle dazu ein gemeinsamer Fahrplan verabschiedet werden. Beim G-7-Treffen im Juni stehe das Thema ebenfalls auf der Agenda, erklärte Gröhe.

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) betonte, auch in der Tierhaltung müsse der Antibiotikaeinsatz weiter begrenzt werden. Bereits seit dem vergangenen Jahr müssten Landwirte und Tierärzte mit dem neuen Arzneimittelgesetz noch genauer belegen, wann sie Tieren Antibiotika verabreichen.

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