Sie sind hier: Home > Leben >

Glyphosat doch krebserregend? Forscher fordern Verbot

...

Kritik an Behörden  

Streit um Pestizid Glyphosat spitzt sich zu

30.11.2015, 18:54 Uhr | AFP

Glyphosat doch krebserregend? Forscher fordern Verbot. Flugzeug sprüht Pestizide. (Quelle: dpa)

Flugzeug sprüht Pestizide. (Quelle: dpa)

Ist das auch in Deutschland großflächig eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat schädlicher als von den Behörden behauptet? Knapp hundert internationale Forscher kritisieren laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in einem offenen Brief an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis, dass die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) den Stoff kürzlich als "wahrscheinlich nicht krebserregend" eingestuft hat.

Auch gegen das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erhoben die Wissenschaftler schwere Vorwürfe. Die Analyse der deutschen Behörde sowie die darauf aufbauende Bewertung der Efsa enthalte schwerwiegende Mängel, schrieben die Forscher dem Bericht zufolge. Sie sei in Teilen "wissenschaftlich unakzeptabel", und die Ergebnisse seien "durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt". In dem Schreiben fordern die Wissenschaftler demnach die EU-Kommission auf, bei ihren Entscheidungen "die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten".

Forscher fordern Verbot von Glyphosat

Die Risiken des weltweit am meisten verkauften Pestizids sind umstritten, seit die Krebsagentur der Weltgesundheitsorganisation den Wirkstoff im Frühjahr als "wahrscheinlich krebserregend für Menschen" bewertet hat. Auch Umweltschützer halten den Stoff für hochgiftig und fordern seit Jahren ein Verbot von Glyphosat.

Koordinator des offenen Briefes der Wissenschaftler ist dem Bericht zufolge der Krebsforscher Christopher Portier, Ex-Direktor des US National Toxicology Program, einer wichtigen Einrichtung der US-Regierung zur Chemikalien-Prüfung. Unter den 96 Unterzeichnern sind dem Bericht zufolge anerkannte Wissenschaftler, die für international renommierte Organisationen arbeiten, etwa die Deutsche Forschungsgesellschaft, das Krebsforschungszentrum Heidelberg, die Leibniz-Gesellschaft, das italienische Collegium Ramazzini sowie Universitäten in den USA, Australien oder Japan.

Die Forscher aus 25 Ländern weisen demnach ausdrücklich darauf hin, dass sie für sich selbst sprechen, nicht für ihre Institutionen. Der offene Brief soll am Dienstag in Brüssel übergeben werden.

Es geht um Milliarden-Umsätze

Die Zulassung für Glyphosat in der Europäischen Union läuft nächsten Sommer aus, für die Hersteller geht es um Milliardenumsätze. Für eine neue Genehmigung müssen die Risiken des Unkrautvernichters neu bewertet werden. Ob das Mittel weiter eingesetzt werden kann, entscheidet dann die EU-Kommission. Sie stützt sich dabei auf das Urteil der EU-Behörde Efsa und des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung. Das BfR wies die Vorwürfe der 96 Forscher nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" zurück.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben unsere Community grundlegend erneuert und viele Veränderungen vorgenommen. Es gibt neue Funktionen und auch die Redaktion wird verstärkt in den Kommentarbereichen mit Ihnen in Kontakt treten. Mehr zu unserer neuen Community erfahren Sie in unseren FAQ.

Leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen.
Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Anzeige
Sexy Bademode: die Hingucker an Strand und Badesee
gefunden auf otto.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018