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Studie zeigt: Wieso Neandertaler-Gene den Menschen krank machen

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Forscher sehen Verbindungen bei Depressionen und Allergien  

Neandertaler-Gene können uns anfällig für Krankheiten machen

15.02.2016, 07:39 Uhr | AFP

Sind Neandertaler-Gene schuld, dass Menschen auch heute noch für Krankheiten anfällig sind? Diese These untermauern die Ergebnisse einer neuen Studie.

"Die DNA des Neandertalers beeinflusst die klinischen Merkmale der heutigen Menschen", erklärte Forschungsleiter John Capra zu der im Wissenschaftsmagazin "Science" veröffentlichten Untersuchung. Zusammenhänge könne es beispielsweise bei psychiatrischen und neurologischen und dermatologischen Krankheiten geben.

Neandertaler paarte sich mit modernem Menschen

Der Neandertaler lebte in Europa und Asien, er starb nach einiger Zeit der Ko-Existenz mit dem aus Afrika eingewanderten modernen Menschen vor 30.000 Jahren aus.

In der Zeit der Ko-Existenz kam es der gängigen Theorie zufolge zu sexuellen Kontakten und dadurch zu gemeinsamen Nachkommen. Bis zu vier Prozent der menschlichen Gene sind nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft heute darauf zurückzuführen.

DNA-Vergleich zeigt Krankheitsrisiko

Nun verglich Capra erstmals direkt DNA des Neandertalers mit dem Genom von 28.000 Menschen und deren Krankheitsakte. Dabei fand der Wissenschaftler von der Universität Vanderbilt im US-Bundesstaat Tennessee zusammen mit Kollegen heraus, dass das genetische Erbe des Neandertalers einen nicht zu leugnenden Effekt auf die Biologie des Menschen habe. Unter anderem gebe es ein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Depression, Herzinfarkt und Allergien.

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