Sie sind hier: Home > Leben >

Superfood: Heimische Alternativen zu den Exoten

...

Nüsse, Beeren und Samen  

Heimische Alternativen zu exotischem Superfood

25.02.2016, 14:12 Uhr | dpa-tmn

Superfood: Heimische Alternativen zu den Exoten. Blaubeeren enthalten Antioxidantien, die Zellen und Gefäße schützen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Blaubeeren enthalten Antioxidantien, die Zellen und Gefäße schützen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Superfoods sind in Mode. Doch es müssen nicht immer Gojibeeren aus China oder Chiasamen aus Mexiko sein. Auch viele einheimische Lebensmittel werten unsere Ernährung mit ihren gesunden Inhaltsstoffen auf.

Sie sollen schlank und fit machen, die Jugendlichkeit erhalten, das Immunsystem stärken, Krankheiten vorbeugen und die Laune heben. Die Erwartungen an Superfood sind immens. Gojibeeren, Chiasamen, Moringablätter und andere Exoten gehören ebenso in diese Gruppe wie Zutaten aus der Alltagsküche - etwa Spinat, Kräuter und Brokkoli. Eine feste Definition gibt es zwar nicht, klar ist aber: Superfoods sind natürliche Nahrungsmittel, die mit wertvollen Inhaltsstoffen einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten können.

Wieso Superfoods gesund sind

"Superfoods wie zum Beispiel bestimmte Nüsse, Beeren oder auch Matcha enthalten große Mengen an Antioxidantien sowie wichtigen Vitaminen und Mineralien", sagt Bestsellerautor und Vegan-Koch Attila Hildmann. Damit können sie die körpereigenen Reparaturmechanismen hervorragend unterstützen. Auch die Hamburger Ökotrophologin Iris Lange-Fricke schätzt die Wirkung der Antioxidantien, die in vielen pflanzlichen Lebensmitteln zuhauf vorhanden sind.

"Sie haben die Fähigkeit, freie Radikale im Körper zu binden und unschädlich zu machen", erläutert die Ernährungsexpertin. So verhinderten diese sekundären Pflanzenstoffe, dass die freien Radikale, die unter anderem durch Stoffwechselprozesse, starke Sonneneinstrahlung, Stress oder Rauchen entstehen, Körperzellen angreifen und zerstören können.

Hildmann empfiehlt die "Superfood-Bombe"

Superfoods lassen sich leicht in den täglichen Speiseplan einbauen. Ein Salat mit Quinoa und dem Superfood Brokkoli ist gut zum Mitnehmen oder fürs Büro geeignet, sagt Hildmann. Und als wahre "Superfood-Bombe" empfiehlt er einen Matcha-Banane-Schoko-Shake, der in nur drei Minuten aus Hafermilch, Mandelmus, Agavendicksaft, Vanille, Matchateepulver, Kakao und Banane gemixt ist.

Grundsätzlich könne man die meisten Gerichte einfach aufwerten, indem man beispielsweise ein paar gehackte Superfood-Nüsse wie Walnüsse verwendet oder bei süßen Gerichten etwa Blaubeeren darüber streut, rät Hildmann. Das sei "super simpel und gleichzeitig lecker".

Superfood als Pulver? Besser nicht

Die wertvollen Inhaltsstoffe von Nüssen, Beeren und Samen tragen auch nach Ansicht von Angela Clausen von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung bei. Den Begriff Superfoods sieht sie jedoch vor allem als "Marketing-Gag", mit dem exotische Lebensmittel, verpackt in eine Geschichte über ihre Wunderwirkung, teuer verkauft werden können. Ein paar der sogenannten Superfoods in den Speiseplan aufzunehmen, "reicht nicht für eine gesunde Ernährung", betont Clausen.

Kritisch sieht die Ernährungswissenschaftlerin vor allem Superfood-Extrakte wie etwa Moringa-Pulver oder Granatapfel in Kapseln. "Das Beste aus einem Kilogramm Gemüse kann nicht in ein paar Gramm Pulver stecken", sagt sie. Extrakte seien ernährungsphysiologisch gesehen niemals so wertvoll wie das ursprüngliche Lebensmittel.

Einheimische Alternativen zu Chiasamen und Co.

Dass die Superfood-Welle auch europäische Lebensmittel ins Bewusstsein der Verbraucher rückt, bewertet Clausen jedoch positiv. Grüne Blattsalate, Kräuter, Nüsse und Samen seien reiche und wichtige Nährstoffquellen, die häufig unterschätzt werden. "Zu vielen der exotischen Superfoods gibt es heimische Alternativen." So könnten etwa Chiasamen durch Leinsamen ersetzt werden, und Oliven enthielten eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie Acaibeeren aus den Regenwäldern Amazoniens. Auch alle Kohlsorten sollten dabei nicht vergessen werden. "Grünkohl ist in New York City ein gehyptes Superfood", weiß Clausen.

Superfoods, die in unseren Breiten angebaut werden können, sind auch aus Sicht von Lange-Fricke ein wichtiger Bestandteil einer insgesamt ausgewogenen und bunt durchmischten Ernährung. Viele Superfoods, wie Blaubeeren, Grünkohl, Feldsalat oder Spinat, findet man auf dem Wochenmarkt. Sie seien meist frischer und vitaminreicher als importierte Lebensmittel.

Wenn möglich sind auch für Hildmanns vegane Küche "frische Bio-Produkte aus der Region" die erste Wahl. Neben den ökologischen Vorteilen spreche für sie, dass sie voll ausgereift geerntet werden und deshalb oft mehr Antioxidantien, Vitamine und Mineralien enthielten als Produkte mit langem Lieferweg. Bei getrockneten und gedörrten Produkten spiele dieser Aspekt allerdings eine untergeordnete Rolle. Und gegen ein paar importierte Lebensmittel sei natürlich auch nichts zu sagen. Denn, so Hildmann, "Matcha und viele Gewürze würde man hier ja gar nicht bekommen".

Liebe Leserinnen und Leser,

wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet und es keine thematischen Dopplungen in den Diskussionen gibt. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Aufstellung der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Mehr zu unserer Community erfahren Sie in unseren FAQ. Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
EntertainTV Plus für 10,- € mtl. zu MagentaZuhause buchen
jetzt bestellen bei der Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018