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30 Jahre Kinderrechte  

Kinder wünschen sich eine Welt ohne Hunger, Gewalt und Angst

12.09.2019, 11:51 Uhr | Kindernothilfe e. V.

Anzeige: Kinder wünschen sich Welt ohne Hunger und Gewalt . Vor 30 Jahren, am 20. November 1989, hat die Weltgemeinschaft festgeschrieben, wie Kinder vor Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung geschützt werden sollen.  (Quelle: Jakob Studnar)

Vor 30 Jahren, am 20. November 1989, hat die Weltgemeinschaft festgeschrieben, wie Kinder vor Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung geschützt werden sollen. (Quelle: Jakob Studnar)

Der 20. November 1989 ist ein historischer Tag für alle Kinder. Vor fast 30 Jahren unterzeichneten die Vereinten Nationen eine Konvention, die Jungen und Mädchen weltweit in ihren Rechten stärkt.

Rückblick: "Politiker lassen sich gerne mit Kindern sehen, aber sie tun nicht wirklich etwas für uns", findet Miryam. Es ist das erste und bislang einzige Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen (UN), dass im Mai 2002 bei einer Sondersitzung – dem Weltkindergipfel – junge Menschen wie sie zu Wort kommen.

400 Kinder aus 180 Ländern sprechen über Ausbeutung, über Gewalt und Missbrauch, über ihre Träume von Gesundheit, Bildung und einer sorglosen Kindheit. Sie träumen davon, gehört und ernst genommen zu werden. So wie die damals elfjährige Indígena, wie Miryam aus einem Projekt der Kindernothilfe in Ecuador. Indígena fordert auf der Konferenz in New York vor 7000 Delegierten, vor 70 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, die Schulbildung auf dem Land zu verbessern.

Kinder haben ein Recht auf Schutz, sie haben ein Recht darauf, nicht hungern zur müssen, zur Schule und zum Arzt gehen zu können. Kinder haben ein Recht auf Leben. Mit der Kinderrechtskonvention haben die Vereinten Nationen auf Drängen von Hilfswerken wie der Kindernothilfe bereits am 20. November 1989 die Basis für diese Rechte geschaffen.

Denn bis zu diesem Tag vor nunmehr 30 Jahren wurde die Frage nach dem Wohl von Mädchen und Jungen weltweit sehr unterschiedlich beantwortet und rechtlich bewertet – je nachdem, ob man sie etwa in einem Dorf in Malawi, in einer asiatischen Megametropole wie Manila oder hierzulande im Westerwald gestellt hat. Mit dem UN-Beschluss haben sich 193 Staaten verpflichtet, diese Rechte umzusetzen – also alle Länder der Welt, bis auf die USA, Somalia und Südsudan.

Kinder weltweit – so wie diese Mädchen und Jungen aus einem Projekt der Kindernothilfe in Äthiopien – haben das Recht auf Bildung. (Quelle: Jakob Studnar)Kinder weltweit – so wie diese Mädchen und Jungen aus einem Projekt der Kindernothilfe in Äthiopien – haben das Recht auf Bildung. (Quelle: Jakob Studnar)

Die Lebensbedingungen für Kinder haben sich verbessert

Viel hat sich in den vergangenen 30 Jahren zum Positiven verändert: Stetiger Aufklärungsarbeit ist es zu verdanken, dass die Zahl der Kinder, die heute keine Grundschule besuchen können, seit 1990 von 120 Millionen auf 64 Millionen gesunken ist. Der Anteil der Mädchen und Jungen, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen, ist in den vergangenen 25 Jahren um die Hälfte zurückgegangen. Und durch einen besseren Zugang zu gesunder Ernährung, sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung und Hygiene sank die Zahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben, von 12,6 Millionen (im Jahr 1990) auf 5,4 Millionen (im Jahr 2018).

Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe, zieht eine positive Bilanz:  (Quelle: Jakob Studnar) (Quelle: Jakob Studnar)


Und sie erklärt, warum es trotzdem Organisationen wie die Kindernothilfe braucht: 

Damit nicht genug: Unermüdlich hat die Kindernothilfe für das Individualbeschwerderecht für Kinder gekämpft, bis die UN es im Jahr 2011 festgeschrieben haben. Das bedeutet: Kinder, deren Rechte verletzt werden, können nun bei den Vereinten Nationen Beschwerde einlegen. Doch das Ziel zur Verwirklichung und Wahrung der Kinderrechte ist damit nicht erreicht. Denn: Immer noch leben rund eine Milliarde Mädchen und Jungen in Armut. Millionen werden ausgebeutet, Millionen sind auf der Flucht vor Kriegen und Konflikten.

Angelika Böhling, Sprecherin der Kindernothilfe, erzählt von ihren Begegnungen mit dem syrischen Flüchtlingsjungen Fadi:Angelika Böhling, Pressesprecherin der Kindernothilfe, traf mehrmals einen syrischen Flüchtlingsjungen im Libanon – und erzählt von seiner Entwicklung. (Quelle: Jakob Studnar) (Quelle: Jakob Studnar)

Und immer noch träumen Kinder auf der ganzen Welt davon, jeden Tag genug zu essen zu haben. Sie träumen von einem Zuhause, in dem sie sicher und geschützt sind. Von guter Schulbildung, die ihnen eine bessere Zukunft bietet. So wie der neunjährige Emil aus Guatemala: "Ich möchte, dass alle Kinder zur Schule gehen können, damit sie ein besseres Leben haben." Oder die zwölfjährige Rajani aus Indien: "Ich möchte Krankenschwester werden, dann kann ich Menschen helfen, die Probleme haben." 


Lassen Sie Kinderträume wahr werden.


Noch immer fehlt es Millionen Kindern an elementaren Bedingungen, die sie zum Leben brauchen. In reichen wie armen Ländern ist die Kluft zwischen Kindern, die gut gefördert werden und behütet aufwachsen, und denen, die keine fairen Chancen haben, am Leben teilzuhaben, erschreckend. Mit Ihrer Spende machen Sie für diese Mädchen und Jungen den Unterschied – lassen Sie ihre Träume wahr werden!

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit der Kindernothilfe:

Wer ist die Kindernothilfe?
Die Kindernothilfe ist eines der größten christlichen Kinderrechtswerke Europas, das es sich mit seinen Partnern und Projekten zur Aufgabe macht, die Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen mit einem ganzheitlichen Ansatz voranzutreiben. Der Kinderrechtsansatz stellt die Rechte von Kindern, ihre Bedürfnisse, ihre Meinung und ihre Teilhabe immer ins Zentrum allen Handelns. Über Projekte, die sich auf die Entwicklung von Gemeinwesen fokussieren, wird das Leben ganzer Familien, Dörfer und sogar Regionen verbessert. Dabei wirkt die Kindernothilfe auch auf gesellschaftliche und politische Strukturen ein, damit diese langfristig gerechter werden und die Menschen und Institutionen Kinderrechte wahren und verwirklichen. 

Kinderrechtskonvention
Bildung, gewaltfreie Erziehung, Freizeit: Vor 30 Jahren, am 20. November 1989, hat die Weltgemeinschaft festgeschrieben, was Kinder brauchen, um ein gutes Leben aufbauen zu können, was sie vor Diskriminierung, Gewalt und Ausbeutung schützt, sie stärkt und beteiligt. Die Kinderrechtskonvention legt seitdem in 54 Artikeln verbindliche Mindeststandards fest, die weltweit die Würde, das Überleben und die Entwicklung von Kindern – darin definiert als Menschen bis zum Alter von 18 Jahren – und damit von mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung sichern sollen. Es gibt vier Leitprinzipien: Schutz vor Diskriminierung, Vorrangigkeit des Kindeswohls bei allen Gesetzgebungs- und sonstigen Maßnahmen, bestmögliche Entwicklungschancen und Berücksichtigung des Kindeswillens durch freie Meinungsäußerung entsprechend des Alters und der Reife.

Individualbeschwerde
Zum zehnjährigen Jubiläum der Kinderrechtskonvention, im Jahr 1999, entstand bei einem Treffen verschiedener NGOs die Forderung, durch ein Individualbeschwerdeverfahren Gleichberechtigung auf internationaler Ebene zwischen Kindern und Erwachsenen zu schaffen. Denn die Möglichkeit zur Individualbeschwerde gab es in der Kinderrechtskonvention bislang nicht.
Dabei war die Idee nicht neu: Die Frauenrechts- oder Anti-Rassismus-Konvention enthalten seit ihrem Bestehen das Recht zur Individualbeschwerde. 13 Jahre hat die Kinderrechtsexpertin der Kindernothilfe, Barbara Dünnweller, unermüdlich dafür gekämpft. Am Tag der Unterzeichnung durch den Deutschen Bundestag, am 8. November 2012, ist sie verstorben. Erst zwei Jahre später trat das Zusatzprotokoll, das das Recht auf Individualbeschwerde für Kinder sichert, in Kraft. Das heißt: Seit 2014 können sich Kinder, deren Rechte verletzt wurden, bei den Vereinten Nationen beschweren. Kinderrechtsexperten sprechen von einem "Riesenerfolg, die aktive Rolle der Kinder anzuerkennen".

Kinderrechte dürfen keine Träume bleiben. Helfen Sie, diese zu verwirklichen!



Verwendete Quellen:
  • Kindernothilfe e. V.



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