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Liebe und Eifersucht: Wenn der Partner fremdflirtet

LIEBE | EIFERSUCHT  

Wenn der Partner fremd flirtet

18.12.2007, 16:01 Uhr | ag, sp

62 Prozent aller deutschen Frauen leiden Höllenqualen, wenn ihr Mann in ihrem Beisein mit einer anderen Frau flirtet. Aber auch 59 Prozent der Männer schmerzt es, wenn die Liebste sich zu aufmerksam um einen anderen kümmert. Es muss aber nicht mal eine andere oder ein anderer sein: 23 Prozent aller Eheleute sind schon eifersüchtig, wenn der Partner etwas allein unternimmt! Ein handfester Trennungsgrund ist Eifersucht für 38 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer. 50 Prozent der Frauen und 69 Prozent der Männer tragen ihren Kummer aber mit Fassung: Eifersucht gehört für sie zur Liebe dazu. Dies sind Ergebnisse einer Forsa-Umfrage unter 504 Frauen und Männer im Auftrag der Zeitschrift Bild der Frau. Doch wie soll man mit Eifersucht umgehen?

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Eifersucht kann zur Sucht werden

Ein anonymer Anruf, wiederholte Verspätungen des Partners oder eine unerklärliche Telefonnotiz in der Jackentasche - schon schleichen sich Misstrauen und Angst in die Beziehung ein. Doch solange die Sorge, den geliebten Menschen zu verlieren, nicht übertrieben ist, richtet sie keinen Schaden an. Wenn Eifersucht allerdings zur Sucht wird, wird auch die Partnerschaft zur Qual. Der eine fühlt sich hintergangen und betrogen, der andere ungerecht behandelt oder angekettet. Ein Teufelskreis, der oft zu heftigen Auseinandersetzungen, Krisen oder gar zur Trennung führt.

Selbstzweifel sind die Ursache

"Immer mehr Paare suchen wegen Eifersuchtsproblemen professionelle Hilfe", sagt Psychotherapeut und Autor Rolf Merkle im Gespräch mit T-Online. In einer Zeit, in der dauerhafte Beziehungen immer seltener werden, versuchen viele sich an den Partner zu klammern. Die Angst, verlassen zu werden, ist ihr ständiger Begleiter. "Letztendlich sind aber Selbstzweifel und Minderwertigkeitsgefühle die Ursache von Eifersucht. Viele sind nicht von sich überzeugt, halten sich nicht für liebenswert und zweifeln deshalb ständig an der Liebe des Partners", so Merkle.

Eifersucht ist nie normal

Manche Menschen betrachten Eifersucht sogar als Liebesbeweis. "Zwar muss jeder entscheiden, wann Eifersucht das Salz in der Suppe ist und wann die Suppe versalzen ist. Doch spätestens wenn Misstrauen, Vorwürfe, Kontrolle und Anschuldigungen so stark werden, dass sie die Beziehung gefährden, ist die Eifersucht krankhaft", warnt Merkle. "In meinen Augen ist Eifersucht nie normal. Nur weil sie weit verbreitet ist, gehört sie noch lange nicht zu einer Beziehung. Sonst müsste man auch sagen, dass Rückenprobleme normal sind."

Männer reagieren aggressiv, Frauen depressiv

Auslöser für Eifersucht können sehr unterschiedlich sein. Oft ist es nur ein Blick, ein Lächeln oder ein angeregtes Gespräch mit dem anderen Geschlecht. Allerdings werden Männer und Frauen meist aus verschiedenen Gründen eifersüchtig. "Frauen reagieren viel mehr auf emotionale Untreue, während für Männer eher sexuelle Untreue Anlass zur Eifersucht ist", so Merkle. "Gefühlsmäßig äußert sich das aber genau gleich. Männer neigen jedoch zusätzlich zu Gewalt, während Frauen eher depressiv reagieren."

Mit Selbstvertrauen Eifersucht besiegen

Ein Patentrezept gegen die Eifersucht gibt es nicht. "Der erste Schritt die Eifersucht zu bekämpfen ist, die Erkenntnis, dass es zunächst nur die eigenen Gedanken und Phantasien sind, die eifersüchtig machen", sagt Merkle. "Der nächste Schritt besteht darin, das eigene Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl zu stärken. Und da muss jeder seinen eigenen Weg finden."

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