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Liebe und Partnerschaft: Kinderlos glücklich - pro & contra

LIEBE | PARTNERSCHAFT  

Kinderlos - na und?

02.01.2008, 10:29 Uhr | ag

Immer mehr Paare verzichten auf Nachwuchs. (Foto: Archiv)Immer mehr Paare verzichten auf Nachwuchs. (Foto: Archiv)Kinder sind etwas Wundervolles - das Schönste und Wichtigste im Leben. So empfinden es viele Eltern und verstehen gar nicht, warum es Menschen gibt, die sich freiwillig dieses Glück versagen. Trotzdem bleibt etwa ein Viertel aller Frauen und Männer ohne Nachwuchs. In vielen Fällen handelt es sich um eine bewusste Entscheidung. Trotzdem gehört gewollte Kinderlosigkeit noch immer zu den großen Tabuthemen. Besonders die Frauen, die auf eine Mutterschaft verzichten, müssen häufig Kritik einstecken und sich mit Vorurteilen wie Egoismus, Geldgier und Karrieresucht herumschlagen. Ein klares Nein bringt kinderlose Frauen schnell in die Defensive. Von Müttern dagegen erwartet niemand, dass sie sich für ihr Lebensmodell rechtfertigen. Doch wie sieht es aus mit Glück und Zufriedenheit? Ist ein Leben ohne Kinder wirklich leer? (Wie Paare ohne Kinder glücklich werden können)


Pro & Contra: Gewollte Kinderlosigkeit

 (Grafik: Amely Maacken)

Alexandra B. (35):
Ich brauche keine Kinder, um glücklich zu sein

 (Grafik: A. Maacken)

Susanne K. (33):
Kinderlose wissen nicht, was sie verpassen

Ich bin Stewardess, seit zehn Jahren verheiratet und kinderlos. Obwohl ich die biologische Uhr irgendwo ticken höre, hat sich bei mir noch nie Wunsch nach Nachwuchs eingestellt. Auch mein Mann spürt kein Bedürfnis, Papa zu werden, und so sind wir zu zweit geblieben.

Bei meinem Verzicht auf Kinder spielt der Beruf eine wichtige Rolle. Er macht mir richtig Spaß, ist abwechslungsreich und gibt mir die Möglichkeit, Menschen in aller Welt kennenzulernen. Der Gedanke, darauf verzichten zu müssen, ist für mich grauenvoll.

Mit einem Kind könnte ich nur noch Teilzeit arbeiten - wenn überhaupt. Außerdem reisen mein Mann und ich sehr gern und viel. Wir lieben es, an einem verlängerten Wochenende spontan ein paar Klamotten in den Koffer zu packen und irgendwohin zu fahren. Diese Freiheit ist nicht mehr so selbstverständlich, wenn man Kinder hat. Deshalb bin ich nicht automatisch egoistisch oder selbstsüchtig.

Von vielen Frauen höre ich, ich werde es eines Tages bereuen, dass ich keine Kinder bekommen habe, und dann sei es zu spät. Sollte ich also deswegen prophylaktisch ein Kind in die Welt setzen, ohne es mir wirklich zu wünschen? Ich glaube, gerade das wäre egoistisch, denn da würde ich gar nicht an das Kind denken, sondern nur an mich selbst.

Nach sieben Jahren kinderloser Ehe bin ich nun stolze Mutter einer vier Jahre alten Tochter. Die Jahre ohne Kind haben mein Mann und ich in vollen Zügen genossen. Wir sind viel gereist und hatten auch das nötige Kleingeld, uns viele Annehmlichkeiten zu leisten.

Über Kinder haben wir am Anfang nicht einmal geredet - es war einfach noch kein Thema. Doch irgendwann kam dann der Punkt, wo uns die Zweisamkeit nicht mehr reichte. Uns wurde schnell bewusst, dass uns als I-Tüpfelchen zu unserem Glück ein Baby fehlte.

Wir wollten der Welt etwas hinterlassen, was unserer Liebe entsprungen war. Dennoch fiel uns die Entscheidung, ein Kind in die Welt zu setzen, nicht leicht. Besonders ich hatte Angst, plötzlich auf viele Freiheiten verzichten zu müssen und finanziell abhängig zu sein. Aber mein Wunsch nach der einmaligen Erfahrung, ein eigenes Kind zu haben, überwog letztendlich all diese Ängste.

Seit der Geburt unserer Tochter hat sich unser Leben sehr verändert. Trotz vieler Entbehrungen gehören die letzten Jahren zu den schönsten in meinem Leben. Auf die vielen Glücksmomente, die ich mit meinem Kind erlebt habe, möchte ich nicht verzichten. Wer so etwas selbst nicht erlebt hat, weiß nicht, was er verpasst.

Partnerschafts-Test: Sind Sie bereit für ein Baby?


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