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Neue Mutterrolle - Frauen wollen Kinder und Karriere

LIEBE | PSYCHOLOGIE  

Neue Mutterrolle - Frauen wollen Kinder und Karriere

05.05.2008, 14:09 Uhr | ug, dpa

Liebe - Kind und Karriere: Junge Frauen wollen beides. (Foto: Archiv)Kind und Karriere: Junge Frauen wollen beides. (Foto: Archiv)In Cafés, an Uferpromenaden und in Fußgängerzonen: Zu Hunderten sieht man Mütter mit Kinderwagen, Kleinkindern an den Händen und Keksen und Kakao - sobald die Freiluftsaison wieder losgeht. Auch wenn immer mehr Väter eine Elternzeit nehmen - die Mütter dominieren noch immer das Straßenbild. Gefeiert wird das wieder am 11. Mai, am traditionsreichen Muttertag. Doch es hat sich einiges geändert: Junge Frauen wollen heute nicht nur Kinder oder Karriere. Sie wollen beides, wie Studien und Buchneuerscheinungen belegen. Das Problem: Sie müssen alles unter einen Hut bringen - und wollen es auch.

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Vom Stillen bis zum Selbstverständnis

So steht zum Beispiel Barbara Streidl (35), Autorin aus München und Mitverfasserin des Buches Wir Alphamädchen, für das neue Selbstbewusstsein von Frauen. Was das auszeichnet, hat auch eine Studie im Auftrag der Zeitschrift "Brigitte" jüngst bescheinigt. "In 30 Jahren hat sich viel geändert: von der Einstellung zum Stillen über die Qualität von Windeln bis zum Selbstverständnis, dass eine Mutter berufstätig sein kann", sagt Streidl. Die 35-Jährige gehört zu einer Riege junger Autorinnen, die zurzeit mit einem "neuen Feminismus" auf sich aufmerksam machen. Dieser soll sich neuen Wünschen und Lebensumständen heutiger Frauen anpassen.

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Muttertag - eine komische Erfindung

Den Muttertag feiert sie nicht, "die Erfindung finde ich komisch. Ich brauche nicht extra einen Tag, um meinen Status als Mutter zu feiern". In ihrem Buch Wir Alphamädchen. Warum Feminismus das Leben schöner macht räumt sie mit Mythen und Vorurteilen auf. Dabei fordert sie von den Frauen, "zuzugeben, dass wir auch ehrgeizig sind". Das weiß sie aus eigener Erfahrung: Streidl ist Mutter eines fünf Monate alten Sohns und teilt sich die Kinderbetreuung gleichberechtigt mit ihrem Mann.

Anerkennung, Respekt und Unterstützung immer noch gefragt

Trotz aller Veränderungen gilt: "Allerdings sind Frauen auch heute noch immer für alles, was Kinder und Erziehung angeht, verantwortlich", so Petra Gerstkamp, stellvertretende Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks in Berlin. Für viele sei es aber gleichzeitig selbstverständlich, auch berufstätig zu sein. "Sie wollen sich verwirklichen und zugleich Mutter sein." Die grundlegenden Wünsche der Mütter hätten sich jedoch in den vergangenen 30 Jahren nicht geändert: "Anerkennung, Respekt und mehr Unterstützung suchen die Frauen auch heute noch."

Die neuen "Alphamädchen"

Die Forderung, dass Frauen auch Karriere machen sollen, hat der neue Feminismus, mit dem klassischen Feminismus gemein, für den in Deutschland vor allem Alice Schwarzer steht. Den neuen Feminismus, repräsentieren zurzeit neben den drei Münchner "Alphamädchen" noch Charlotte Roche, Autorin des Bestsellers Feuchtgebiete und Mutter einer fünfjährigen Tochter. Roche wehrt sich gegen klassische Rollenmuster, aber auch gegen Verbote seitens des klassischen Feminismus. Die ehemalige Viva-Moderatorin bringt Karriere und Familie durch eine Kinderfrau und ein vernünftiges Zeitmanagement unter einen Hut, so die Autorin in einem Spiegel-Interview. Auch die Berliner Autorinnen Elisabeth Raether und Jana Hensel (Neue deutsche Mädchen) gehören zu der Generation angesagter Feministinnen.

Berufstätige Mütter - gesellschaftliche Randgruppe

Neu scheint unter anderem, dass die neuen jungen Mütter versöhnlicher mit Männern umgehen und den Ausweg aus dem Dilemma "Beruf und Familie" nicht in einer Entweder-oder-Entscheidung sehen. Dennoch stoßen sie laut dem Münchner Autorentrio auch immer wieder auf Widerstände. Die Gesellschaft denke immer noch "Kinder und anspruchsvolle Vollzeitjobs würden nicht zusammenpassen." Die berufstätige Mutter tauche als neues Rollenmodell, etwa in der Werbung, noch gar nicht auf.

Wenn die Perfektionsfalle zuschnappt

Ein Problem der neuen Müttergeneration: Dadurch, dass junge Frauen alles wollen, leiden sie schnell unter einer Mehrfachbelastung, warnt Gerstkamp vom Müttergenesungswerk. Vor allem allein erziehende Mütter hätten es schwer. Aber auch Mütter, die einen Partner hätten, litten unter Erschöpfungszuständen. Die Zwickmühle: Sie wollen nicht nur eine gute Mutter, sondern genauso auch eine "gute Partnerin und gut im Beruf" sein". Dann noch die Pflege von Freundschaften, Hobbys oder ähnlichen Aktivitäten - und die mehrfache Belastung ist perfekt.

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Keine Schablone für die perfekte Mutter

Die Autorin Barbara Streidl kann das aus Erfahrungen von anderen Frauen bestätigen. Sie selbst liebt alle Seiten ihres Mutterdaseins: schlaflose Nächte ebenso wie "die Freude an sonnigen Ferientagen". "Es gibt keine Schablone für die perfekte Mutter. Jede Frau ist anders, ebenso wie jedes Kind."

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