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Partnerschaft: Emotionale Erpressung zerstört die Liebe

Liebe | Beziehungskrise  

Emotionale Erpressung zerstört Partnerschaft

14.06.2008, 11:39 Uhr | Susanne Reininger

Partnerschaft: Emotionale Erpressung tötet die Liebe in einer Partnerschaft. (Foto: Imago)Emotionale Erpressung tötet die Liebe in einer Partnerschaft. (Foto: Imago) „Wenn Du mich wirklich liebst…“, „Du bist es nicht wert…“, „Nachdem, was ich alles für Dich getan habe…“. Kommen Ihnen solche Bemerkungen bekannt vor? Und fühlen Sie sich bei diesen Vorwürfen einfach elend, furchtbar egoistisch oder haben Sie ein schlechtes Gewissen? Genau das sollen Sie ja auch! Denn hier ist „emotionale Erpressung“ im Spiel. Doch wer die subtilen Spielregeln (er-)kennt, tappt nicht mehr in die „Erpresserfalle“.

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Manipulation mit Schuldgefühlen

Bei „emotionaler Erpressung“ hat es der Täter nicht auf eine empfindliche Geldforderung abgesehen, sondern auf die Empfindsamkeit und das Gewissen seines Gegenübers. „Was da genau abläuft, ist eine Manipulation mit Schulgefühlen und schlechtem Gewissen, wobei die Rollen gerne auch mal vertauscht werden“, sagt Bettina von Schorlemer. Denn „aus Sicht des Erpressers ist er selbst der arme, missverstandene Mensch - und damit eigentlich das Opfer“, erläutert die Frankfurter Paartherapeutin.

"Erpresser" will Spielregeln bestimmen

In jedem Fall will der „Erpresser“ die Spielregeln in der Partnerschaft oder im Familienleben bestimmen. Ob dies bewusst oder unbewusst geschieht, das Ergebnis ist dasselbe: Kommt er nicht zum Zuge, werden seine Mitspieler abgestraft. Das geschieht durch Liebesentzug mit gezielten Drohungen wie „Dann verlasse ich dich“, durch schulmeisterlichen Tadel wie „Du bist wie Deine Mutter!“ oder durch permanentes Schweigen, Ignorieren und demonstratives Leiden. „Letzteres ist eine der perfidesten Arten emotionaler Erpressung und zerstört auf Dauer jedes gute Gefühl füreinander“, sagt von Schorlemer.

Machtkämpfe sind Beziehungskiller

Das beharrliche Aufkratzen alter „seelischer Wunden“ ist eine weitere Spielart Manipulation mit Schuldgefühlen – und ebenfalls ein Beziehungskiller. „Damals hast du ja auch...“ – so lautet der Vorwurf, wenn einer der Partner partout nicht verzeihen kann, obwohl die Verfehlung schon Jahre zurück liegt, längst in allen Details besprochen und geklärt wurde. Der schuldige Part hat dann kaum eine Wahl: Entweder sich emotional zurückziehen oder zum Gegenschlag ausholen. „Mal sehen, wer hier der Stärkere ist“, lautet nicht selten auch die Antwort entnervter Partner. Doch mit diesem Machtkampf ist die nächste Spielebene erreicht und das Ende der Beziehung programmiert. Wenn man die Regeln nicht rechtzeitig außer Kraft setzt und den Spielmacher offen konfrontiert: ‚Stopp, da mache ich nicht mit!“

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