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Streiten: Welcher Zoff führt zur Trennung?

Streiten  

Welcher Zoff führt zur Trennung?

| ag

Streiten: Am Streit ums Geld scheitern die meisten Paare. (Foto: imago)Am Streit ums Geld scheitern die meisten Paare. (Foto: imago)Ob vergessener Hochzeitstag, herumliegende Socken oder übervolle Mülleimer: In jeder Partnerschaft gibt es Situationen, die für Streit sorgen. Bei manchen Paaren knallt es fast täglich, bei anderen nur alle paar Monate. Gefährlich für die Beziehung wird der Zoff allerdings dann, wenn es um Probleme geht, die das Paar auf Dauer nicht in den Griff bekommt. Hierzu gehört vor allem der Streit ums Geld. Laut einer Emnid-Umfrage, an der 1001 Personen teilnahmen, steht er auf Platz eins der Trennungsgründe. Immerhin 41 Prozent sehen Finanzprobleme als Beziehungskiller Nummer eins an - weit vor Streit um Haushalt, Kindererziehung und Treue.

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Trennungsrisiko steigt auf 70 Prozent

Eine aktuelle Studie aus den USA bestätigt, dass es primär finanzielle Fragen sind, die über das Gelingen einer Beziehung entscheiden. Zugrunde liegt eine Auswertung des Soziologen Jeff Dew von der University of Virginia. Der Wissenschaftler wertete Daten des "National Survey of Families and Households" aus, einer großen Familienstudie mit über 10.000 Probanden. Diese waren insgesamt zweimal befragt worden, einmal in den späten 1980er Jahren und einmal in den frühen 1990er Jahren. Dabei untersuchte Dew verschiedene Situationen, in den sich die Paare regelmäßig in die Haare gekommen waren. Darunter waren außer Geld etwa die Verteilung der Hausarbeit, Sex und die gemeinsam verbrachte Zeit. Das Ergebnis: Allein die Auseinandersetzungen ums Geld trieben die Trennungsquote in die Höhe. Häufige Streitereien um die Finanzen und das Gefühl, dass die Ausgaben unfair verteilt sind, ließen die Wahrscheinlichkeit einer Trennung um 70 Prozent ansteigen.

Geld ist wichtiger als Hausarbeit und Sex

"Dinge wie Hausarbeit und Sex scheinen nicht dieselben wichtigen Fragen aufzuwerfen wie Geld“, erklärt Dew. Er vermutet, dass in den Diskussionen ums Finanzielle letztlich verhandelt wird, wer die Entscheidungshoheit in der Beziehung hat. Das gilt hauptsächlich für Paare, die ohne Trauschein zusammenleben. Wie frühere Studien ergeben haben, stellt Geld für verheiratete Paare ein geringeres Problem dar als für unverheiratete. Fühlen Ehepartner sich bei den gemeinsamen Ausgaben unfair behandelt, steigt die Scheidungsrate zwar auch – aber nur um 25 Prozent.

Streithähne sind nicht die schlechteren Paare

Wie oft sich ein Paar streitet, ist nicht unbedingt ein Indikator für die Qualität der Beziehung. Wohl aber, wie es sich streitet. So können Paare, die nie streiten, in Wirklichkeit in einer gleichgültige Beziehung leben, während heißblütige Streithähne immer noch Schmetterlinge im Bauch haben. Das weiß auch der Hamburger Paartherapeut Michael Cöllen. In seinem Buch "Lieben, Streiten und Versöhnen" betont er, wie wichtig es sei, die Spielregeln des Streitens zu lernen.

Beim Streiten die Spielregeln beachten

"Wenn wir das richtige Streiten nicht gelernt haben, ist Streit gefährlich und gerät schnell außer Kontrolle", warnt der Paartherapeut. Eine gesunde Streitkultur lasse sich anhand einiger Regeln leicht erlernen. Regel Nummer eins: "Man sollte bei einer Auseinandersetzung immer in Blickkontakt sein und nicht etwa aus dem Zimmer gehen, um dem Konflikt auszuweichen". Damit seien auch größere Auseinandersetzungen im Auto oder am Telefon tabu. Außerdem sollte man sich stets nur über ein einziges Thema streiten und nicht gleich "das große Fass" aufmachen. Paare, die sich an die Spielregeln im Umgang miteinander halten, sind krisenfester und wissen, dass es sich lohnt, in schlechten Zeiten nicht sofort die Liebe infrage zu stellen.



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