Sie sind hier: Home > Leben > Liebe > Beziehung > Partnerschaft >

Zicken: So gemein können Frauen sein

Zicken  

Zicken: So gemein können Frauen sein

01.06.2011, 14:03 Uhr | ag

Zicken: So gemein können Frauen sein. Zicken sind anstrengende Persönlichkeiten. (Montage: T-Online)

Zicken sind anstrengende Persönlichkeiten. (Montage: T-Online)

Zicken können einem das Leben zur Hölle machen: Sie gehen mit äußerster Heimtücke ans Werk, um ihre Ziele zu erreichen oder um sich einfach am Unglück ihrer Mitmenschen zu weiden. In ihrem Buch "Zickenalarm" (Schwarzkopf & Schwarzkopf) berichtet Juliane Gringer anhand von 33 wahren Geschichten über die boshaften Biester und lässt den Leser dabei in die Abgründe der weiblichen Seele blicken. Selbst-Test: Wie viel Zicke steckt in Ihnen?

Nägel im Schuh und ein vollgepinkeltes Cabriolet

Dass Juliane Gringer ein Buch über Zicken geschrieben hat, hat persönliche Gründe. Am Anfang stand eine traumatische Erfahrung, die die Autorin mit ihrer besten Freundin hatte. Diese bezichtigte sie völlig zu Unrecht, absichtlich ein hässliches Foto von ihr in einer Zeitung veröffentlicht zu haben, für die Gringer arbeitete. Danach mutierte die Freundin zur Zicke. Sie schickte eine beleidigende SMS und beendete sofort die Freundschaft. Dass Zicken oft impulsiv, irrational und zuweilen unberechenbar reagieren, sieht Gringer als wesentliche Eigenschaften. Zu den haarsträubendsten Episoden in ihrem Buch gehört die Geschichte einer Frau, die eine andere terrorisierte, ohne das diese die leiseste Ahnung hatte, wer dahintersteckte: Sie hinterließ fiese Botschaften im Briefkasten, präparierte die Schuhe ihrer Gegnerin mit einem Nagel und pinkelte sogar in deren Cabriolet.

Warum die Zicke eine weibliche Spezies ist

Frauen wissen meist sehr genau, was ihren Geschlechtsgenossinnen richtig weh tut. Das ist auch der Grund, warum zickiges Verhalten in der Regel bei Frauen zu finden ist. "Es ist eine sehr weibliche Mentalität, Intrigen zu spinnen und hinter dem Rücken anderer Fäden zu spinnen", sagt Gringer. Männer dagegen seien direkter und würden bei großer Wut eher mal handgreiflich. Bei Frauen läuft das anders ab. Sie schlagen verbal um sich, lästern zum Beispiel hinter dem Rücken ihrer Opfer oder setzen gezielt Gerüchte über sie in die Welt. Andere nutzen Requisiten. In einer der Geschichten im Buch bekommt eine Frau mit Ei-Allergie ein rohes Ei von einer Zicke geschickt. Einer anderen wird ein Glas Bier angeboten, in das zuvor eine ganze Wasserball-Damenmannschaft gespuckt hat.

Zicken benehmen sich wie sechsjährige Mädchen

Die Zicken aus Gringers Buch ziehen alle Register. Sie intrigieren, lästern, mobben und hetzen. Sie reißen ihren Konkurrentinnen Fingernägel raus, schütten einen Riesenbecher Kaffee über die teure Handtasche oder rauben ihrer Freundin bei deren Hochzeit die Show, indem sie das atemberaubendste Kleid tragen. Oder sie setzen Gerüchte in die Welt, die der Kollegin am Ende den Job kosten. Als Cheffinnen terrorisieren sie ihre Mitarbeiter und graben der besten Freundin den neuen Lover an. Warum das alles? Schuld an den Zickereien sind laut Gringer in der Regel Verlustangst, Enttäuschung, Neid und Rachelust. Auch der Drang nach Anerkennung sei ein wichtiges Motiv. Denn Zicken wollen immer im Mittelpunkt stehen. Gringer: "Sie haben am Ende einfach nicht aufgehört sechs Jahre alt zu sein. Mit aller Macht wollen sie ihren Willen durchsetzen und verstehen nicht, warum das manchmal nicht geht."

Wie sollte man mit Zicken umgehen?

Doch gibt es ein Geheimrezept für Menschen, die einer Zicke begegnen? Gringer ist skeptisch. Denn Zicken lassen sich ihrer Erfahrung nach nicht ändern und die Gefahr, dass es Ärger gebe, sei groß. Ihr Ratschlag lautet daher: "Wenn eine Zicke naht - Beine in die Hand und nichts wie weg!" Für die Zicke selbst bedeutet das keinen großen Verlust. Denn wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie es sich vorstellen, wenden sie sich ab und suchen sich ein neues Opfer. Dass das meist sehr schnell geht, verwundert die Autorin nicht. Denn Zicken sind oft charismatische Menschen, bei denen es nicht langweilig wird: "Das ist der Grund dafür, dass es immer wieder Leute gibt, die gescheit und smart sind und trotzdem auf Zicken hereinfallen."

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal