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Hilfetelefon für Frauen: Inanspruchnahme steigt immer stärker

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Bilanz nach fünf Jahren  

Hilfetelefon für Frauen wird immer stärker in Anspruch genommen

06.03.2018, 10:27 Uhr | AFP

Hilfetelefon für Frauen: Inanspruchnahme steigt immer stärker. Eine Frau hält einen Telefonhörer in der Hand: Zwischen März 2013 und Ende 2017 haben sich Ratsuchende über 143.000 Mal an die rund um die Uhr erreichbare Beratungsstelle gewandt. (Quelle: Marc Müller/dpa)

Eine Frau hält einen Telefonhörer in der Hand: Zwischen März 2013 und Ende 2017 haben sich Ratsuchende über 143.000 Mal an die rund um die Uhr erreichbare Beratungsstelle gewandt. (Quelle: Marc Müller/dpa)

Das vor fünf Jahren eingerichtete Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wird zunehmend in Anspruch genommen. Von Jahr zu Jahr melden sich mehr Betroffene und ihnen nahestehende Menschen.

"Das Hilfetelefon ist längst zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Unterstützungssystems in Deutschland geworden", erklärt Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD). "Das Hilfetelefon macht Mut und weist Wege aus der Gewalt", betont sie. Die Bilanz nach fünf Jahren sei sehr positiv und zeige, wie wichtig ein solches Angebot ist.

Über 143.000 Anrufe

Zwischen März 2013 und Ende 2017 haben sich Ratsuchende über 143.000 Mal an die Beratungsstelle gewandt. Qualifizierte Beraterinnen sind dort 24 Stunden und 365 Tage im Jahr unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die Webseite www.hilfetelefon.de erreichbar.

Unter den Ratsuchenden waren Frauen, die von Gewalt betroffen sind, ebenso wie Menschen aus deren sozialem Umfeld oder Fachkräfte, die Informationen benötigten.

Am häufigsten wurde in den vergangenen fünf Jahren zu folgenden Fällen beraten: 

  • Häusliche Gewalt
  • Gewalt in Partnerschaften
  • Sexualisierte Gewalt

Zahl der gemeldeten Fälle nimmt zu

Nach einer Auswertung des Bundeskriminalamtes für das Jahr 2016 nahm die Anzahl gemeldeter Fälle von Gewalt gegen Frauen weiter zu. Im Jahr 2016 wurden der polizeilichen Statistik zufolge knapp 109.000 Frauen Opfer versuchter und vollendeter Delikte wie

  • Mord,
  • Totschlag,
  • Körperverletzung,
  • Vergewaltigung,
  • sexuelle Nötigung,
  • Bedrohung und
  • Stalking durch ihre Partner.

Das Dunkelfeld sei erheblich größer, erklärte das Familienministerium.

Verwendete Quellen:

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