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Haarausfall: Ursachen und Abhilfe bei Haarausfall

Haarausfall  

Wie sich Haarausfall bremsen lässt

25.05.2011, 14:14 Uhr | Linda Freutel

Haarausfall: Ursachen und Abhilfe bei Haarausfall. Haarausfall ist nicht nur bei Männern ein Problem. (Foto: imago)

Haarausfall ist nicht nur bei Männern ein Problem. (Foto: imago)

Es kommt auf  den besten Köpfen vor: Scheitel lichten sich und Geheimratsecken werden größer. Traumhaar ist der Wunsch – Trauma dagegen oft die Realität. Wenn die Haare ausfallen, leidet das Selbstbewusstsein und das macht vor allem das starke Geschlecht schwach. Aber auch bei Frauen ist das Ausdünnen der Haare gar nicht so selten und mindert die Lebensfreude. Was hilft? Ganz einfach: Das Problem erkennen, behandeln und kosmetisch kontern. Wir erklären Ihnen, wie das geht.


Wie viel Haarausfall ist normal?

Der auf Haarmedizin spezialisierte Hautarzt Dr. Andreas Finner aus Berlin gibt Entwarnung: „Nicht jeder, der regelmäßig Haare verliert, leidet an medizinisch relevantem Haarausfall. Bis zu einem gewissen Grad gehört der Verlust von Haaren zum normalen Wachstumsprozess.“ Schließlich ist kein Haar ein treuer, lebenslanger Begleiter, sondern gehört nur etwa zwei bis sechs Jahre zur Frisur. In dieser Zeit ist es ständig im Wachstum, wird länger und dicker und fällt irgendwann aus. „Eine Einbuße von 50 bis 100 Haaren pro Tag ist durchaus normal. Erst wenn die Anzahl der ausfallenden Haare diesen Durchschnittswert übersteigt, darf man sich Sorgen machen“, erklärt der Experte.

Geheimratsecken: Anlagebedingter Haarausfall

Beim medizinisch relevanten Haarausfall lassen sich drei Arten unterscheiden. Der so genannte anlagebedingte (androgenetische) Haarausfall ist bei etwa 90 Prozent der Betroffenen verantwortlich für tote Hose von der Stirn aufwärts. Bei Männern sind ein kahl werdender Hinterkopf und Geheimratsecken die klassischen Anzeichen. Bei Frauen lichtet sich der Bereich des Scheitels. Auslöser ist eine angeborene Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron. „Bei Frauen können auch der abrupte Östrogenabfall nach der Geburt oder der in der Menopause auftretende Mangel an Östrogenen ein Ausgehen der Haare auslösen“, erklärt der Haarmediziner.

Lieber nicht selbst therapieren

Da diese Hormon-Sensibilität angeboren ist, lässt sich androgenetische Haarausfall zwar nicht verhindern, aber die  Behandlungsmöglichkeiten sind inzwischen vielfältig. Besonders effektiv sind Kopfhauttinkturen mit Alfatradiol, Aminexil oder Minoxidil. Diese Wirkstoffe hemmen die Sensibilität der Haarwurzel gegen Testosteron. Expertentipp: „Verzichten Sie auf eigene Therapieversuche. Wirksame Mittel gegen medizinisch relevanten Haarverlust bekommt man nur durch den Arzt.“

Tiefe Einblicke: Der diffuser Haarausfall

Keine Seltenheit ist der so genannte diffuse Haarausfall. Die Haare dünnen gleichmäßig aus, so dass man bis zur Kopfhaut durchsehen kann. Grund hierfür: Die Haarwurzeln werden über die Blutbahnen nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt, so dass sie auf Dauer verkümmern und ein Haarwachstum verhindern. Mögliche Ursachen sind körperliche Belastungen wie schwere Infektionen, Stress, Medikamente, Nährstoffmangel (auch durch Diäten!) oder Schilddrüsenfehlfunktionen.

Frauen haben häufiger diffusen Haarausfall

Die Geschlechterverteilung liegt beim diffusen Haarverlust anders als bei erbliche bedingten Einbußen: Frauen leiden deutlich häufiger an diffusem Haarausfall als Männern. Der Hautarzt nennt einen der Gründe: „Bei vielen Frauen löst die Menstruation einen Eisenverlust aus, der diffusen Haarausfall bedingen kann.“ Den Kopf in den Sand stecken muss deshalb aber niemand. „Fachärzte stellen die spezifischen Auslöser für diffusen Haarausfall oft rasch fest und können so gezielte Behandlungen einleiten. Auch Vitamin- und Aminosäurepräparate bringen schnelle Linderung“, erklärt Finner. 

Leerstellen-Überschuss: Der kreisrunder Haarausfall

Übeltäter Nummer drei heißt Alopezia areata, besser bekannt als kreisrunder Haarausfall. Plötzlich auftretende, kreisrunde Kahlstellen sind dafür typisch. „Da der kreisrunde Haarausfall eher selten auftritt, ist seine Ursache noch nicht gänzlich geklärt“, sagt Finner. Experten vermuten, dass Defekte im Immunsystem eine Rolle spielen. Auch hier ist es ratsam, frühzeitig einen Experten zu konsultieren. „Haarausfall ist heute medizinisch fast kein Problem mehr. Bei frühzeitiger Behandlung muss kaum mehr jemand Sorgen um den Nachwuchs haben.“

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