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Frisuren: So gelingen Flechtfrisuren

So gelingen Flechtfrisuren

14.07.2011, 14:15 Uhr | dpa-tmn, dpa-tmn

Frisuren: So gelingen Flechtfrisuren. Flechtfrisuren feiern ihr Comeback. (Foto: dpa)

Flechtfrisuren feiern ihr Comeback. (Foto: dpa)

Die Designer haben Flechtfrisuren für sich entdeckt und den Zöpfen auf dem Laufsteg zu einem Comeback verholfen: Doch nicht nur die Stars sind im Flechtfieber, längst haben die geknoteten Hingucker bewiesen, dass sie auch für normale Frauen alltagstauglich sind. Wir zeigen raffinierte Flechtfrisuren.

Flechtfrisuren sind eine Alternative zu Hochsteckfrisuren

In den aktuellen Stylingvarianten machen sich geflochtenen Frisuren überall gut: Stärker gestylt, kann man sie im Büro und zu festlichen Anlässen tragen, lässig geflochten sind sie perfekt für Strand und Freizeit. "Zu Hochsteckfrisuren sind sie eine echte Alternative, wenn der Look nicht zu streng werden soll", erläutert Karim Amerchih, Experte bei Wella Pro Series. 

Zopf für kurze Haare

Im Trend liegen ein streng geflochtener Gretchenzopf, der sich um den Kopf wickelt, oder ein locker geflochtener Zopf am Hinterkopf, der leicht zerzaust aussieht. Aber auch wer keine lange Mähne hat, kann den Trend mitmachen - und den Pony einflechten. Im Sommer fliegen so keine störenden Haare in die Stirn. Alternativ sind Schummeleien erlaubt: "Schick ist ein Haarreif oder ein Zopfgummi in Flechtoptik für den edlen 'Heidi-Look'", rät Alexandra Rigano, Schulungsleiterin bei der Essanelle Hair Group.

Nichts für Brave: New Punk Look

Wem Gretchenzopf und Alpenlook zu brav sind, für den ist der sogenannte New Punk Look perfekt, erläutert die Expertin. "Entweder wird der berühmte Irokese aufwendig geflochten oder der Oberkopf wird mit großer Tolle betont und die Seiten flach geflochten.

Zopf mit Tolle erinnert an den Sixties-Look

"Ein anderer Stil orientiert sich am 60er-Jahre-Retro-Schick, der auch bei den Klamotten derzeit im Trend liegt. Wichtig sind dabei Kontraste: "Ein geflochtener Zopf, der über die Stirn gelegt wird, bricht mit der Eleganz einer ordentlich hochtoupierten Sixties-Tolle und bringt kindliche Verspieltheit ins Haar", erläutert Jens Dagné, Beauty-Stylist von der Friseurvereinigung Intercoiffure aus Worms.

Für Naturkinder: Der Ethno-Look

Flechtfrisuren lassen sich aber auch zum angesagten Ethno-Look kombinieren. Warme Farben, wallende Kleider, Naturmaterialien und Prints aus verschiedensten Kulturkreisen prägen diesen Stil. Dazu passen Frisuren, die weich wirken, erläutert Dagné. Er empfiehlt beispielsweise bei langen Haaren einen unregelmäßig geflochtenen Seitenzopf.

Absolut lässig: Der moderne Nomadenlook

Wenig Aufwand, aber große Wirkung steht beim sogenannten modernen Nomadenlook im Vordergrund. Um hier die größtmögliche Lässigkeit zu erreichen, wird gedreht und gezwirbelt. "Der Zopf soll wie zufällig eingedreht aussehen", erklärt Dagné. Perfekt sind aber auch locker gesteckte Knoten.

Übung macht den Meister

Wer sich zuhause ans Flechten wagt, braucht Übung, sagt Karim Amerchih. Gelingt die Frisur nicht auf Anhieb, sollte man nicht aufgeben. Der Experte rät, sich zunächst in zwei Flechtarten üben: dem klassischen Zopf und den Fischgräten-Alternativen. "Beide Arten lassen sich sehr stark variieren und in verschiedenen Schwierigkeitsgraden umsetzen", erläutert Amerchih.

Die Klassiker: Der französische Zopf und der Bauernzopf 

Vor dem Flechten sollten die Haare gut durchgebürstet werden. Einen Trick, um widerspenstige Spitzen in den Griff zu bekommen, hat Alexandra Rigano: "Haare flechten, wenn sie nass sind." Beim normalen Zopf werden die Haare in drei Strähnen geteilt, die ineinander verflochten werden. Der französische Zopf oder die Variante Bauernzopf basieren auf dieser Technik, allerdings werden dazu anfangs nicht alle Haare genommen. "Man nimmt einen Teil des Deckhaares und flicht nach und nach die übrigen Haare mit ein", erklärt Dagné. "Das Schwierigste ist, es gleichmäßig hinzubekommen."

Fischgrätenzopf aus zwei Strähnen

Beim Fischgrätenzopf werden nur zwei statt drei Stränge von außen nach innen geflochten. Dabei werden jeweils die äußersten Haarpartien über den rechten oder linken Strang nach innen gelegt. "Die Haarsträhnen, die eingeflochten werden, sollten möglichst gleich dick sein, damit es gleichmäßig wird", erläutert Dagné. So entsteht langsam ein Zopf mit Ährenoptik.

Zwirbel und Knoten gehen am schnellsten

Die einfacheren Varianten heißen Zwirbel- und Knotentechnik. Beim Zwirbeln werden einzelne Strähnen wie eine Kordel immer wieder gedreht. Werden zwei solcher Kordeln anschließend ineinandergelegt, verzwirbeln sie von selbst, sagt Dagné. Bei der Knotentechnik werden die Haare wie Schnürsenkel gebunden. Die Haare sollten hierfür nicht toupiert werden, da sonst die Gefahr besteht, dass sie sich nicht mehr lösen lassen.

Zopfende mit Haargummi fixieren

Die Enden des Zopfs werden am besten mit normalen Haargummis gebunden. "Dabei darauf achten, dass die Gummis keine Metall-Stücke enthalten, um die Haare zu schonen", sagt Karim Amerchih. Zum Fixieren der Frisur eignen sich neben Haarnadeln vor allem Schaumfestiger, Wachs oder Haarspray. Gel dagegen beschwere die Haare zu sehr, erklärt Dagné.

Toupieren für mehr Volumen

Bei dünnem Haar hilft es, die Ansätze vor dem Flechten zu toupieren oder die Zöpfe etwas lockerer zu flechten und Strähnen herauszuzupfen. "Auch Bänder, die man passend zum Outfit in den Zopf flicht, geben mehr Volumen", rät Amerchih. Um zu vermeiden, dass die Kopfhaut unter dem Zopf hervorschimmert, empfiehlt Alexandra Rigano, lieber locker zu flechten und vorher ein Volumenprodukt in die Haare zu geben.

Pflege ist ein Muss 

"Damit die Flechtungen richtig wirken, ist gepflegtes und gut strukturiertes Haar ein Muss", sagt Rigano. Produkte mit Seidenproteinen, um die Haare mit Feuchtigkeit zu versorgen, empfiehlt Jens Dagné. Auch wenn man die Haare wieder entflicht, brauchen sie eine Extraportion Pflege. Richtig gut durchkämmen mit Naturborsten und nach der Wäsche unbedingt eine Kur anwenden, lautet sein Rat.

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