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Jeans: Kultobjekt Jeans

Jeans  

Forever in Blue Jeans...

29.03.2005, 16:59 Uhr

... schmetterte Neil Diamond 1978 ganz lässig. Für diese Hose gilt das wortwörtlich: Man möchte sie am liebsten niemals ausziehen. Ihre klassische Farbe ist stahlblau, es gibt sie aber auch in schwarz oder weiß, bunt oder "stonewashed". Sie besitzt Schlag, verfügt über Ziernähte, Nieten und Lederbeschläge, mal ist sie eng und knackig, mal baumelt sie als Baggypants bei ihren hiphoppen Trägern kurz vor den Kniekehlen. Man hat ihr unzählige, rätselhafte Namen gegeben: "Blue Cult" oder "Denim" oder "7 for all mankind". Man verformte sie schon zu Jacken, Röcken oder Hundeleibchen oder hat sie respektlos zerrissen - zumindest teilweise. Zerstört hat es sie dennoch nicht, obwohl sie stolze 130 Jahre auf dem Buckel hat. Hinter all diesen verschiedenen Formen verbirgt sich natürlich immer nur sie: Die gute alte Jeans. Der Stoff unverwüstlich und die Hose ist niemals out.

Die Jeans - ein Allroundtalent

Die Jeans passt zu beinahe jeder modischen Gelegenheit: Kombiniert mit Hemd und Sakko oder Bluse ist sie auch im teuren Restaurant tragbar, zusammen mit T-Shirt oder Top gilt sie als bequemes Freizeit-Highlight. Die Stars des Showbiz tragen sie auf dem Roten Teppich, manchmal künstlich auf alt getrimmt, neudeutsch heißt das "Vintage Look": Die Hosen sind ausgebleicht, voller Löcher und zerrissen. Sehr angesagt.

Aus alt wird neu

Das Finishing, die aufwändige Nachbearbeitung des Stoffes, ist ohnehin das A und O einer jeden Jeans: Da wird gebleicht, geschmirgelt und gelasert, um den Hosen eine Seele einzuhauchen. Beim neuen 3-D-Look sind sogar die Falten schon vorgeknittert. Dafür wird die Jeans in ein Harzbad getaucht, in lässige Falten gelegt und danach im Ofen bei 160 Grad gebacken. Das Ergebnis sieht zum Anbeißen aus.

Für die Goldgräber mussten Nieten her

Das Wort " Jeans" entstand übrigens aus dem Begriff "Genes" (zweckdienlich geschnittene Baumwollhosen aus der Gegend um Genua). Klassisch blau war die Jeans übrigens nicht von Anfang an, sondern braun, hüfthoch und gehalten durch Hosenträger. Die Digger (Goldgräber) rissen Strauss die Hose förmlich aus der Hand, so dass er in San Francisco den ersten Jeansladen eröffnete. Leider hatten die Hosen eine Schwäche - die Nähte. Die Minenmitbringsel der Digger hielt die beste Naht im besten Stoff nicht aus. Also hatte Strauss' findiger Schneider die Idee mit den Nieten - Strauss meldete die nietenverstärkten Nähte zum Patent an. Und aus der braunen Farbe wurde blau.

Der perfekte Schnitt

Der Name Bluejeans kam erstmals in den 20ern auf, die Hosenträger fielen dem Gürtel zum Opfer. Ob als enge Röhre in den 50ern und 60ern, als weite Schlaghose in den 70ern, "Karotte" in den 80ern oder Großraumhose "Baggypants" in den 90ern - die Jeans macht jede Modeform mit. Im Zuge des Markenbewusstseins übernehmen heutzutage immer mehr Promis durch pures Tragen Patenschaften für eine bestimmte Marke. Gwyneth Paltrow trägt Blue Cult, Topmodel Linda Evangelista schwört auf Notify, genau wie Sarah Jessica Parker und Uma Thurman. Notify-Jeans sind schräg zugeschnitten und sollen sich dem Körper besser anpassen. Darum geht's am Ende bei allen Newcomer-Labels: um den perfekten Schnitt und den besten Sitz.

Das A und O: Die ideale Passform

Überhaupt die ideale Passform - sie ist das A und O einer guten Jeans: Knackig soll sie sein, einen "guten Po" soll die Trägerin in ihrer Hose haben. Leichter gesagt als getan. Oft schon haben eifrige Käuferinnen nach der zwanzigsten schlecht sitzenden Jeans frustriert das Shoppen aufgegeben und doch wider zur weichen Stretch oder Buntfalte gegriffen. Wir haben Hilfe: Wichtige Aspekte beim Hosenkauf können helfen, sich dem perfekten Sitz zu nähern: Achten Sie deshalb vor allem auf den Sitz der Po-Taschen: Je enger die Taschen zur Mittelnaht hin aufgenäht sind, desto kleiner und knackiger wirkt der Po. Riskieren Sie einen kritischen Blick: Eine Jeans soll entweder knackig sitzen oder deutlich zu weit sein. Alles andere wirkt wie gewollt und nicht gekonnt.

Kult seit 1873

Billiger sind die Hosen seit ihrer Geburtsstunde im Jahre 1873 zwar nicht geworden: "Früher hat ein Mann fünf Maschinen bedient, heute bearbeiten fünf Männer eine Jeans", beschreibt Andreina Paderno, Geschäftsführerin der renommierten italienischen Denim-Wäscherei Elleti, die Situation. An Aktualität hat die Hose - erfunden von Levi Strauss - seit ihren Anfängen als robuste Goldgräberhose jedoch nichts eingebüßt.

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