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Schönheit: Bin ich attraktiv? - Wie wir Schönheit wahrnehmen

Schönheit  

Wie wir Schönheit wahrnehmen

02.01.2008, 12:11 Uhr | sum

Wieso nehmen wir manche Menschen als schön wahr und andere nicht? Dem Rätsel der Schönheit sind Forscher seit Jahrzehnten auf der Spur. So konnte Karl Grammer, Professor am Ludwig-Boltzmann-Institut in Wien, bereits in den 90er Jahren nachweisen, dass jemand ein Gesicht umso schöner findet, je symmetrischer es ist. Auch Mimik und Gestik spielen eine Rolle: Je ausdruckstärker ein Gesicht ist, desto attraktiver wirkt es auf den Betrachter. Doch welchen Einfluss haben Haare, Haut und Geruch darauf, wie Menschen Schönheit wahrnehmen? Wir haben mit Verhaltensforscher Grammer über die neuesten Erkenntnisse gesprochen.

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Verzerrte Schönheitsideale

Die Wahrnehmung von Schönheit ist einerseits an die Idealvorstellungen gebunden, die in einer Gesellschaft gerade gelten. Werden im Fernsehen und in der Werbung nur gutaussehende und schlanke Menschen präsentiert, verinnerlichen die Zuschauer diese Eindrücke und bauen darauf Schönheitsideale auf. Grammer kritisiert diese verzerrten Vorstellungen von Schönheit, die von den Medien unterstützt werden. Denn ob jemand attraktiv ist oder nicht, hängt auch noch von einer Reihe anderer Faktoren ab, die unabhängig von sozialen Vorstellungen gelten. Diese sind vielmehr genetischen Ursprungs.

Schönheitsempfinden ist genetisch begründet

"Mit Schönheit verbinden wir Jugendlichkeit", erklärt Grammer. Der Grund liegt in unseren Genen: Wer jugendlich aussieht, wird als potentieller Nachwuchsproduzent wahrgenommen. Genetisch begründet ist laut Experte auch, dass Menschen durchschnittliche und symmetrische Erscheinungsbilder als schön empfinden. Denn ein durchschnittliches Gesicht beinhaltet die Eigenschaften vieler verschiedener Gesichter und lässt auf so genannte genetische Variabilität schließen - und damit auch auf gute Chancen, gesunde Kinder zu bekommen.

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Hat gutes Aussehen wirklich Vorteile?

Der Experte geht sogar noch einen Schritt weiter: "Schöne Menschen haben es leichter im Leben", sagt er. So konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass es attraktive Menschen im Berufsleben einfacher haben, hübsche Kinder bessere Noten bekommen und Strafen bei gut aussehenden Kriminellen niedriger ausfallen. Der Grund: Das menschliche Gehirn setzt gut und schön gleich. Doch letztendlich sind Faktoren wie eine schöne Haut, kräftige Haare oder ein angenehmer Geruch Zeichen für einen guten Gesundheitszustand. Gesunde Menschen wirken laut Grammer attraktiver auf das andere Geschlecht. Vor allem der Körpergeruch spielt hierbei eine Rolle. Denn dieser spiegelt das Immunsystem und den Hormonhaushalt wider. Als wohlriechend empfinden wir Menschen, deren Immunsystem zu uns passt - andere können wir wiederum "nicht riechen".

Seltene Haarfarben bevorzugt

Die Haare haben Einfluss darauf, wie alt jemand geschätzt wird. Menschen mit brüchigem, kraftlosen Haar wirken oftmals älter als sie wirklich sind. Das Gegenteil ist bei denjenigen der Fall, die eine kräftige und glänzende Haarpracht haben. Sie werden als gesund und jung eingestuft. Blondschöpfe sind hierbei im Vorteil. Da viele Menschen zwar mit hellen Haaren geboren werden, aber dann dunklere bekommen, wecken blonde Menschen das Kindchenschema. So ist das klassische Schönheitsideal immer noch blond, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa ergeben hat. Dazu kommt, dass echte Blonde recht selten sind. Von sechs Milliarden Menschen auf der Erde sind nur drei Millionen von Natur aus blond. Laut Grammer wirken auch rote Haare attraktiv, da sie selten sind und daher bevorzugt werden.

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