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Haarentfernung: Streichelzarte Haut für immer - aber wie?

Haarentfernung  

Glatte Haut für immer - aber wie?

| sum/ ug

Haarentfernung: Wie Sie effektiv enthaaren.  (Foto: Archiv)Haarentfernung: Gründlich Enthaaren - aber welche Methode ist wirklich effektiv? (Foto: Imago)Kurze Sommerkleidung bringt auch Beauty-Sünden an den Tag. Besonders unschön sind Stoppeln an Beinen, unter den Achseln oder in der Bikinizone. Deshalb greifen viele Frauen zum Rasierer, Epilierer oder Wachs. Sechs von zehn Frauen enthaaren sich die Beine regelmäßig, bei den jüngeren Frauen zwischen 14 und 39 Jahren sind es sogar fast neun von zehn. Das hat eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag der "Apotheken Umschau" ergeben. Die meisten benutzen laut Umfrage für die Enthaarung den Nassrasierer, gefolgt von Enthaarungscreme, dem elektrischen Rasierer und dem Epiliergerät. Doch welche ist die beste Lösung und wie gut helfen Wachs und Laserstrahlen? Lesen Sie hier, was die einzelnen Verfahren zur Haarentfernung wirklich bringen.

Enthaarungsmethoden im Vergleich Glatte Haut - von einem Tag bis dauerhaft
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Unschöne Narben verhindern

Wer seidenglatte Haut möchte, hat die Qual der Wahl. Denn die Methoden zur Haarentfernung sind so unterschiedlich wie die Kosten und der Zeitaufwand. Besonders über dauerhafte Haarentfernung kursieren viele Märchen. Fest steht: Falsch angewandt, drohen bei Lasern, Nadel-Epilation und so genannten Blitzlampen Verbrennungen und Narben. „Bei der dauerhaften Haarentfernung gibt es wie in anderen Kosmetikbereichen viele Grauzonen“, warnt die Dermatologin Dr. Gertraud Kremer. Jeder Friseur oder jede Kosmetikerin kann nach einer Wochenendschulung Kunden behandeln, denn einen gesetzlich geregelten Ausbildungsgang zum Laserspezialisten gibt es bislang nicht. Umso wichtiger ist es, seriöse Anbieter aufzusuchen.

Gut beraten beim Spezialisten

Deshalb rät die Expertin: „Interessierte sollten in jedem Fall einen Termin mit dem Hausarzt vereinbaren und sich über Möglichkeiten aufklären lassen. Da beispielsweise auch Hormone und Medikamente das Haarwachstum beeinflussen können, ist die Beratung beim Mediziner unbedingt notwendig.“ Zudem wissen die Spezialisten über die einzelnen Methoden Bescheid, auch wenn sie nicht selbst alle Verfahren anbieten. Der Facharzt kann mithilfe einer dermatologischen Voruntersuchung zum Haut- und Haartyp sowie der Lichtempfindlichkeit die Erfolgsaussichten realistisch einschätzen und weist auf mögliche Risiken und unerwünschte Nebenwirkungen hin.

Wenig Erfahrung – viele Sitzungen

Auch eine realistische Einschätzung der Kosten leistet der Facharzt – im Gegensatz zu vielen Kosmetikinstituten. „Studios bieten heute oftmals Behandlungen mit Blitzlampen an. Die Geräte sind in der Anschaffung häufig günstiger als hochwertige Laser, daher bieten die Bewerber auch die einzelnen Sitzungen für die Patienten relativ preiswert an.“ Eine Milchmädchen-Rechnung: „Meist sind die Blitzlampen so niedrig eingestellt, dass viel mehr Sitzungen notwendig sind, bis – wenn überhaupt – ein zufrieden stellendes Ergebnis erzielt wird“, erklärt die Dermatologin.

Zeitaufwendig und kostspielig

Wer dauerhaft glatte Haut möchte, muss Zeit und Geld investieren. Denn die Haare wachsen nie gleichzeitig und ihre Wurzeln können nur in der Wachstumsphase zerstört werden. Deshalb muss eine Behandlung mehrfach wiederholt werden. Je nachdem, wie groß die behandelten Stellen wie Achseln, Beine, Gesicht oder Rücken sind, dauert eine Sitzung bis zu einer Stunde und länger. Da moderne und effektive Geräte sehr teuer in der Anschaffung sind, müssen die Patienten für ein glattes Ergebnis tief in die Tasche greifen: Ab hundert Euro aufwärts werden pro Sitzung fällig, so dass eine Gesamtbehandlung schnell mehrere hundert oder gar tausend Euro kostet. 

Blitze und andere Gefahren

Viele Patienten schrecken nicht nur vor den Kosten zurück. Weit verbreitet ist auch die Meinung, dass Laser bei gebräunter Haut gar nicht funktionieren und Verbrennungen verursachen. Ein Irrtum: „Sind die Laser richtig eingestellt, können sie auch bei gebräunten Patienten angewendet werden“, sagt Dr. Gertraud Kremer. Entscheidend ist dabei die richtige Wellenlänge des Lichts. Die Expertin erklärt: „Bis zu sieben Millimeter tief sitzen die Haarwurzeln in der Haut. Geschulte Anbieter müssen die Laser also genau so einstellen, dass es gerade nicht zu einer Verbrennung kommt, aber die Strahlen tief genug in die Haut eindringen, um die Haarwurzel zu zerstören.“ Werden die Laser vom Facharzt eingesetzt, sind sie sogar weniger gefährlich als andere Methoden: „Blitzlicht-Geräte arbeiten viel unspezifischer und können dadurch die Haut schädigen. Bei der Nadel-Epilation werden die Haare einzeln verödet und so immer nur klitzekleine Stellen behandelt. Wird dabei nicht der Haarkanal getroffen, sondern die umliegende Haut, können hässliche Narben entstehen“, warnt die Expertin.

Ganz glatt geht’s kaum

Wer glaubt, dass er sich nach der aufwendigen Prozedur über lebenslang seidenglatte Haut freuen darf, wird meist enttäuscht: Den Experten sprechen schon von „dauerhafter" Haarentfernung, wenn die behandelte Stelle mindestens sechs Monate stoppelfrei ist. „Generell zeigt sich in Studien und in der täglichen Praxis, dass nach sechs bis acht Sitzungen 60 bis 80 Prozent der Haare dauerhaft entfernt sind“, berichtet die Dermatologin. Ein 100 prozentiges Ergebnis ist selten. „Dass die Haare nie wieder wachsen ist kaum machbar, denn wir haben sehr viele Reserve-Haarwurzeln. Doch es ist ein großer Unterschied, ob man sich zweimal in der Woche oder nur noch alle paar Monate rasieren muss. Und das reicht den meisten Patienten.“

Schnelle Alternativen

Zu kostspielig, ungeeignet oder unsicher? Wer vor den dauerhaften Methoden zurückschreckt, dem rät die Expertin: „Die beste Alternative ist die Wachs-Epilation. Diese Methode hält am längsten, weil das Haar relativ tief an der Wurzel entfernt wird, und weil sie für die Haut am schonendsten ist. Allerdings ist die Prozedur sehr schmerzhaft.“ Weniger qualvoll, aber mitunter teurer sind medizinische Cremes zur Enthaarung. Die darin enthaltenen Enzyme blockieren das Haarwachstum. Allerdings kostet die Tube um die 55 Euro und muss vom Arzt verschrieben werden. „Das ist natürlich eine Preisfrage: Wer den ganzen Körper enthaaren möchte, für den ist die Creme eher nicht geeignet“, so Kremer. Enthaarungscremes aus der Drogerie sind zwar günstiger, aber weniger verträglich: „Sie greifen langfristig den Säureschutzmantel der Haut an.“ Ohne Nachteile ist das lästige Enthaaren, egal welche Methode Sie anwenden, also nie.

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