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Kosmetik: Neue Methode ersetzt Tierversuche bei Kosmetik

Kosmetik  

Neue Methode ersetzt Tierversuche

26.07.2007, 13:25 Uhr | t-online.de , dpa

Die schaurigen Bilder von Kaninchen und Mäusen, die für Tierversuche herhalten müssen, könnten bald der Vergangenheit angehören. Unternehmen wie The Body Shop, Weleda oder Kiehl’s haben schon vor längerem erkannt, dass sich Kosmetik ohne Tierversuche äußerst erfolgreich verkauft. Nun hat auch L'Oréal einen wichtigen Beitrag geleistet, um Tierversuche über kurz oder lang abzuschaffen. Der weltgrößte Kosmetikhersteller, zu dem inzwischen auch die Naturkosmetikkette The Body Shop gehört, hat ein Verfahren entwickelt, bei dem ein künstliches Hautmodell Tierversuche für bestimmte Tests erstmals voll ersetzt.

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Verfahren liefert bessere Ergebnisse

Das Verfahren schone nicht nur Versuchstiere, sondern liefere auch bessere Ergebnisse, berichtet das britische Magazin "New Scientist" . Das so genannte Episkin-Verfahren hat nach Angaben des Magazins die Zulassung für Tests auf Hautirritationen durch Kosmetikprodukte erhalten und ist der erste vollständige Ersatz für Tierversuche.

Tests an künstlicher Haut

Die Anerkennung der Testmethode durch das Europäische Zentrum zur Anerkennung alternativer Methoden (ECVAM) sieht Jean-François Grollier, Vizepräsident und Generaldirektor der Abteilung für Forschung und Entwicklung bei L’Oréal als Durchbruch: „Über zwanzig Jahre Forschung im Bereich der Hautnachbildung tragen heute ihre Früchte. Dies ist ein großer Fortschritt für den Ersatz von Tierversuchen.“ Das Episkin-Modell wird über eine Tochterfirma vertrieben und soll der gesamten Industrie zur Verfügung stehen.

Auch Tests von Sonnencreme möglich

Unabhängige Tests haben gezeigt, dass Episkin die Hautreaktion genauer voraussagen kann als Tierversuche, sagte L'Oréals wissenschaftliche Direktorin Patricia Pineau dem "New Scientist". Darüber hinaus bietet die gezüchtete Haut laut Pineau weitere Vorteile: Sie lässt sich mit Hilfe von UV-Strahlung künstlich altern und durch die Zugabe bestimmter Substanzen wird sie sogar braun. Dank Spenderzellen von Frauen unterschiedlicher Hautfarbe habe das Team ein Spektrum von Hauttönen erzeugt, um die Effektivität von Sonnencremes zu testen.

Neue Methoden sind Pflicht

Im Zusammenhang mit der neuen EU-Chemikalienverordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) ist die Anerkennung des Hautmodells von besonderer Bedeutung. Bis 2019 müssen gemäß REACH mehr als 10.000 Kosmetik-Chemikalien auf Hautirritationen getestet werden. Gleichzeitig verbietet die EU-Kosmetikdirektive von 2009 an den Gebrauch von Versuchstieren für solche Tests.

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