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Hirnforschung: An Schönheit scheiden sich die Geschlechter

Schönheit  

An Schönheit scheiden sich die Geschlechter

24.02.2009, 13:33 Uhr | bri

Die Schönheit der Mona Lisa: Auf Männer wirkt sie anders. (Foto: dpa)Die Schönheit der Mona Lisa: Auf Männer wirkt sie anders. (Foto: dpa) Schönheit liegt auch im Hirn des Betrachters. Denn das weibliche Gehirn bewertet Schönheit anders als das männliche. Während bei Männern nur die rechte Hirnhälfte aktiv wird, nutzen Frauen beide Hirnhälften. Das berichten Wissenschaftler von der Universität der Balearischen Inseln in Palma de Mallorca. Sie hatten in einer Studie Männern und Frauen Gemälde vorgelegt und die Unterschiede in der Hirnaktivität festgestellt. Die Gründe dafür könnten sein, dass Männer von Natur aus Jäger sind.

Schön oder nicht schön - das war die Frage

Die Forscher zeigten zehn Männern und zehn Frauen Gemälde und Fotos aus dem Alltag von Menschen. Die Probanden sollten beurteilen, ob sie die Bilder schön oder nicht schön fanden. Währenddessen überwachten die Forscher mit Hilfe eines Magnetenzephalographen (MEG) ihre Gehirnaktivität. Mit dieser Methode werden Veränderungen in den Magnetfeldern des Hirns gemessen, die durch Nervenaktivitäten ausgelöst werden.

Frau aktiviert mehr Hirn

Es zeigte sich im MEG, dass bei Frauen beide Hirnhälften aktiviert wurden, sobald sie das Bild beurteilten. Bei Männern beschränkte sich die Aktivität lediglich auf eine einzelne Hirnregion, nämlich den rechten Scheitellappen.

Ein Relikt aus der Steinzeit

Solche geschlechtsspezifischen Unterschiede sind auch von anderen Wahrnehmungsprozessen bekannt. Hirnforscher vermuten, dass Frauen räumliche Beziehungen eher kategorisch einteilen. Diese Kategorien sind: oben und unten, vor und hinter, innen und außen. Anders bei Männern: Sie speichern beim Betrachten Distanzen zwischen Objekten ab ähnlich wie in einem Koordinatensystem. Dies sei vermutlich bei der frühen Aufgabenteilung in menschlichen Gesellschaften von Vorteil gewesen, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Proceedings".

Bei den Affen war noch alles gleich

Zudem deuteten die Ergebnisse darauf hin, dass die Unterschiede zwischen Männern und Frauen entstanden, nachdem sich in der Evolution Vorfahren des Menschen von den Vorfahren der heutigen Schimpansen getrennt haben. Schließlich habe die hauptsächliche Entwicklung des Stirnlappens erst nach dieser Trennung stattgefunden.

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