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Die Rolex Oysterquartz - Ein Sonderling

Die Rolex Oysterquartz: Ein Sonderling

15.07.2011, 20:25 Uhr | ce (CF)

Die Rolex Oysterquartz zeugt von längst vergangenen Tagen. In der so genannten "Quarzkrise" führte der Weg für keine Uhrmanufaktur der Welt an Quarzuhren vorbei. Mittlerweile ist die Uhr eine echte Rarität.

Die Quarzkrise, auch als „Quarzuhrkrise“ bekannt, war wohl das dunkelste Kapitel in der Geschichte der Traditionsuhrmacher aus der Schweiz. Bis in die späten 1960er Jahre konzentrierten sich Rolex und Co. nämlich ausschließlich auf die Weiterentwicklung der mechanischen Uhr, die schließlich das Aushängeschild der jahrhundertealten Zunft darstellte. Der Fokus lag – übrigens wie heute noch – auf der Erhöhung der Gangreserve sowie der Ganggenauigkeit. Schließlich sollte das Gehäuse möglichst robust und unempfindlich gemacht werden, um eine Langlebigkeit der jeweiligen Uhr garantieren zu können.

Die Quarzuhr, eine Art elektromechanische Symbiose, verbesserte alle genannten Faktoren auf Anhieb. Durch die Verwendung von Schwingquarz als Taktgeber erhöhte die damals bahnbrechende Neuvorstellung sowohl die Genauigkeit als auch die Langlebigkeit. Gleichzeitig sank der Pflegeaufwand enorm, da lediglich einmal jährlich ein Batteriewechsel anstand. Damit nicht genug, konnten Quarzuhren auch noch viel günstiger gefertigt werden, was das Preisniveau selbst im Hochpreissegment beachtlich zu drücken drohte.

Kurzum: Quasi über Nacht erschien die klassische, rein mechanische Armbanduhr irgendwie ziemlich unattraktiv.

Die Schweizer Traditionsbetriebe, die damals bereits seit mehr als 100 Jahren mechanische Uhren in Handarbeit fertigten, interessierte die Trendwende herzlich wenig. Sie verkannten die Bedrohung der Quarzuhren für ihre Industrie, während vor allem japanische Hersteller den Markt mit kostengünstigen, aber überaus zuverlässigen Quarzuhren überschwemmten. Was folgte, war jene Quarzkrise, die vom Beginn der 1970er bis zur Mitte der 1980er Jahre andauerte.

Die Folgen für Unternehmen wie Rolex, aber auch die anderen bekannten Marken rund um Genf waren einschneidend: Etwa zwei Drittel der Beschäftigten in Schweizer Uhrmanufakturen verloren ihren Arbeitsplatz. Besonders betroffen waren die einst unangefochtenen Marktführer, so beispielsweise Patek Philippe, Jaeger-LeCoultre oder eben Rolex. Letzterer Hersteller entschloss sich als einer der ersten Alteingesessenen, den Trend doch noch mitzumachen und Quarzuhren zu bauen.

Die Rolex Oysterquartz ist wohl die bekannteste Frucht dieser Entscheidung. Das dezent gestaltete Modell wird heute gerade unter Sammlern rege gehandelt, da die Produktion längst eingestellt und selbst gute Gebrauchtexemplare sehr rar geworden sind.

Rolex Oysterquartz - bereits der zweite Versuch

Die Rolex Oysterquartz war nach der Quartz Date bereits der zweite Versuch der Schweizer, auf der trendigen Quarzwelle mitzuschwimmen. Die Uhr wurde seit 1978 lanciert und blieb dann bis 2000/2001 im Programm der Genfer. Bei der Rolex Oysterquartz kam ein hauseigenes Quarzwerk zum Einsatz, denn auch hier wollte sich der für seine Eigenfertigung bekannte Hersteller nicht auf Zulieferer verlassen.

Die Uhr, die von Kennern auch mit „OQ“ abgekürzt wird, weist einen Durchmesser von 34 sowie eine Höhe von 12,5 Millimeter auf. Beim Gehäuse hatte der Kunde die Auswahl zwischen einem Oyster-Gehäuse aus 18 kt-Edelstahl, Gold oder einer Gold/Stahl-Kombination. Weiterhin verwendete die Rolex Oysterquartz eine feststehende Lünette, eine verschraubte Krone für eine verbesserte Wasserdichtigkeit sowie ein besonders robustes Saphirglas.
Als Armand kam – wie konnte es auch anders sein – ein Oyster-Band mit Faltschiließe zum Einsatz. Eine gebrauchte Rolex Oysterquartz ist heute für etwa 2000 bis 3000 Euro erhältlich. Gut erhaltene Exemplare aus Gold schlagen natürlich mit deutlich mehr zu Buche.

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