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Rolex Sea-Dweller - Tiefsee-Luxus

Rolex Sea-Dweller: Tiefsee-Luxus

15.07.2011, 20:25 Uhr | me (CF)

Die Rolex Sea-Dweller ist ein Abkömmling der legendären Submarine-Produktfamilie und macht bereits seit 1953 die Runde. Getreu der Bezeichnung handelt es sich bei dieser Luxusuhr um einen der Urväter professioneller Taucher-Armbanduhren.

Mit dem Tauchsport ist Rolex, jene Luxusuhr-Manufaktur aus Genf, schon lange verbunden: Die 1953 vorgestellte Submariner ist neben der Day-Date nicht nur das bekannteste Modell des Hauses, sondern auch der absolute Klassiker unter professionellen Tauchern. Die Rolex Sea-Dweller ist mit der Submariner eng verwandt und doch wiederum eigenständig. Die erste, 1971 vorgestellte Ausführung der Luxusuhr („Rolex Sea-Dweller 2000“) war bis zu einer Tiefe von 610 Metern wasserdicht – für damalige Verhältnisse ein neuer Rekord. Die Entwicklung der Uhr, die frei übersetzt „Meeresbewohnerin“ heißt, ging die Rolex-Manufaktur in Zusammenarbeit mit den französischen Tiefseeoperationen-Spezialisten Comex an. Seitens der professionellen Taucherzunft - sei es nun im  Forschungs-, Sport- der Kampf-Tauchen – bestand seinerzeit der Wunsch nach einer Uhr, die auch extreme Tiefen überwinden konnte. Die Submariner, die damals zur Standardausrüstung  eines jeden Tauchprofis gehörte, war nämlich „nur“ bis zu einer Tiefe von 300 Meter wasserdicht. Frei nach dem Motto „Tiefer, schneller, weiter“ war die Idee der Rolex Sea-Dweller geboren, die die Robustheit des Uhrwerks nahezu verdoppeln sollte.

Auch der zunehmende Einsatz von Tauchglocken im Profi-Tauchen war einer der Beweggründe zur Entwicklung der Rolex Sea-Dweller: Eine solche Vorrichtung ist mit Luft gefüllt, sinkt jedoch aufgrund ihres hohen Gewichts schnell ab. Über diesen Transportweg in die Tiefe konnten auch längere Arbeiten unter Wasser durchgeführt werden. Das Gemisch aus Sauerstoff und Helium, das innerhalb einer solchen Taucherglocke herrscht, strapaziert herkömmliche Taucheruhren ungemein: Vor allem die überaus kleinen Helium-Moleküle konnten in das Gehäuse einer jeden, noch so gut gedichteten Uhr eindringen. Was an sich noch kein Problem ist, kann beim Auftauchvorgang fatal sein: Die Moleküle kommen  nicht schnell genug aus der Uhr heraus. Lässt der Umgebungsdruck gleichzeitig nach, könnte das gute Stück im Extremfall explodieren. Zu diesem Zweck wurde die Rolex Sea-Dweller mit einem Ventil versehen, über das die Taucher das eingedrungene Helium bei Bedarf entweichen lassen konnten. Dieses Einweg-Ausströmungs-Gas-Ventil, wie es im Fachjargon heißt, sitzt gegenüber der Aufzugskrone. Nicht zuletzt aufgrund dieser Vorrichtung erlangte die Luxusuhr aus der Schweiz eine große Bekanntheit in der Taucherszene und avancierte fortan zur ersten Wahl neben der Submariner.

600 Meter waren nicht genug

Doch selbst die Wasserdichtheit bis 600 Meter Tiefe war Rolex irgendwann nicht mehr genug: Im Jahre 1980 wurde das Nachfolgermodell Rolex Sea-Dweller 4000 vorgestellt. Die deutlich verbesserte Luxusuhr konnte in dieser Ausführung Tiefen von bis zu 1220 Metern überwinden – wiederum ein neuer Rekord für die Tüftler aus Genf. Zu den weiteren Verbesserungen im Rahmen der Modellpflege zählten ein dickeres Plexiglas sowie ein deutlich stärkeres Gehäuse. Auch optisch wurde die Luxusuhr leicht überarbeitet. Die Designsprache blieb jedoch weiterhin minimalistisch und zurückhaltend, denn in extremen Tiefen kommt es einzig auf die Funktion an. Noch heute ist die Rolex Sea-Dweller sehr gefragt. Die Ausführung „Deepsea“ beispielsweise kostet in der Stahl-Ausführung um die 8000 Euro und setzt auf das Automatik-Kaliber 3135. Das Edelstahl-Gehäuse hat ein Durchmesser von 44 Millimeter, eine Höhe von 17,8 Millimeter sowie eine Stahl-Lünette mit schwarzer Keramik. Gute Gebrauchte sind für etwa 2000 Euro weniger auf dem Markt. Freilich lohnt sich die Anschaffung vor allem für passionierte Extremtaucher. Wer dagegen in verhältnismäßig normalen Tiefen wildert, kann von dem Mehrwert der Rolex Sea-Dweller nicht nennenswert profitieren.

Fotoshow: Rolex Daytona

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