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Junghans - MAX BILL Herrenarmbanduhren

Junghans: MAX BILL Herrenarmbanduhren

19.07.2011, 20:08 Uhr | tl (CF)

Es kommt vor, dass Künstler Uhren gestalten, aber beim deutschen Uhrenhersteller Junghans hat ein Architekt aus der Schweiz für Aufsehen gesorgt und den Herrenarmbanduhren bis heute einen unverkennbaren Stempel aufgedrückt.

Wie passt ein deutsches Unternehmen, das Präzisionsuhren herstellt und ein Künstler zusammen, der sein Handwerk bei der weltberühmten Bauhaus Gruppe in Dessau gelernt hat? Sehr gut, denn die Firma Junghans und der Architekt MAX BILL haben mehr als nur eine Herrenarmbanduhr zu einem Welterfolg gemacht. Bis heute sind die Uhren, die von MAX BILL für Junghans gestaltet wurden, Klassiker, und bestechen noch immer durch ihr eher schlichtes und zurückhaltendes Design. Fast schon streng und aufs Wesentliche reduziert, sind die MAX-BILL-Uhren doch von einer sehr angenehmen und natürlichen Form, die unvergleichbar ist. Das im Jahre 1861 in Schramberg im Schwarzwald von Erhard Junghans und seinem Schwager Jakob Zeller-Tobler gegründete Unternehmen gilt als einer der wenigen Uhrhersteller außerhalb der Schweiz, der es bis in die Weltspitze geschafft hat, denn in puncto Präzision und Innovation steht Junghans den Schweizer Uhrmacherwerkstätten in nichts nach. 1962 wollte das deutsche Unternehmen seinen Uhren ein neues Image verpassen und suchte nach einem passenden Designer. Mit dem Schweizer Bauhaus Architekten MAX BILL wurde er schließlich gefunden. Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner ahnen, wie sehr der Schweizer die Welt der deutschen Uhren aus dem Schwarzwald verändern sollte.

MAX BILL wurde im Jahre 1908 in Winterthur in der Schweiz geboren und ist eigentlich ein gelernter Silberschmied. Als er aber in Zürich einen Vortrag des berühmten Möbeldesigners Le Corbusier hörte, begann sein Interesse für die bildende Kunst und er beschloss, Architekt zu werden. Er ging nach Dessau und wurde der Schüler von Walter Gropius, dem Gründer der Bauhaus Gruppe. MAX BILL studierte aber auch bei Le Corbusier und bei Mies van der Rohe und prägte später als Chefarchitekt mit seinen Entwürfen die Schweizer Landesausstellung in Lausanne. Nach seiner Zeit als Designer für Junghans Uhren wurde er Professor an der staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Hamburg. Der Schweizer Architekt starb 1994 in Berlin. Die erste Herrenarmbanduhr, die MAX BILL für Junghans entwarf, war anders als das, was die Kunden des Unternehmens bisher gewohnt waren. Besonders auffällig war das weiße Zifferblatt, das betont sachlich und puristisch gehalten war. Das verschaffte der Herrenarmbanduhr aber gleichzeitig ein sehr elegantes Aussehen, was durch eine leichte Wölbung des Zifferblatts noch verstärkt wurde. Zu dem schlichten und sachlichen Gehäuse und dem weißen Zifferblatt gesellte sich dann noch als Kontrast ein schwarzes Armband aus Leder mit Dornschließe im klassischen Stil, was die Herrenarmbanduhr harmonisch abrundete.

Junghans Uhren – perfekt in Design und Technik

Nicht nur das außergewöhnliche Design machte die Uhren aus dem Schwarzwald weltweit bekannt, auch die Technik sorgte zu damaliger Zeit für Aufsehen. In jede Herrenarmbanduhr wurde ein Schweizer Präzisionsuhrwerk mit Automatik eingebaut, das mit einem nur für diese Uhren hergestellten Plexihartglas mit einer besonders UV-resistenten Beschichtung geschützt wurde. Als eine der ersten Uhren bekamen die von MAX BILL entworfenen Modelle auch eine Datumsanzeige und waren auf diese Weise die modernsten und qualitativ hochwertigsten Uhren ihrer Zeit. Was diese Uhren bis heute so faszinierend macht, ist die einzigartige Kombination aus einer modernen Uhr, die nichts an Technik vermissen lässt, aber das Aussehen einer klassischen Herrenarmbanduhr hat. Auf diese Weise sind die Uhren aus dem Schwarzwald bis heute zeitlos geblieben, sie unterliegen keiner Mode und keinem Trend. Es mag heute Uhren mit einem futuristischen Design geben, die vielleicht ebenfalls ein bekannter Künstler gestaltet hat, aber an den nostalgischen Charme einer Uhr von MAX BILL kommt keine andere Uhr so schnell heran.

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