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Gefälschte Uhren - Aspekte und Folgen

Gefälschte Uhren: Aspekte und Folgen

21.07.2011, 15:07 Uhr | fs (CF)

Imitierte Markenschuhe, gefälschte Uhren und das Designerkleid zu Discounterpreisen, mit diesen Waren erwarten Zoll und Markenrechts-Verbände die nächsten Koffer der Rückreisewelle. Doch nicht nur im Ausland lauert die Gefahr durch Plagiate.

425 Millionen Euro - eine erschreckend hohe Summe dessen, was der deutsche Zoll an Plagiaten und Raubkopien mittlerweile aus dem fließenden Markt zieht. Dies ist aber auch der Alltag der grauen Händler, die vor allem durch teure, gefälschte Uhren an Reichtum gelangen möchten. Für sie scheint es ein besonders lohnendes Geschäft zu sein, doch auch viele Käufer schlagen bei solchen verdächtigen Markenartikeln gerne zu und kaufen oft auch mehr ein, als es der Eigenbedarf rechtfertigen würde. Denn sie bezahlen häufig nur einen Bruchteil dessen, was der Markt eigentlich an Wert vorgibt. Ein Teufelskreis, der durch die Nachfrage immer weiter zunimmt und trotz verschärfter Gesetze und behördlichen Anstrengungen kaum noch zu unterbinden ist. Die meisten Plagiate stammen aus China, einer „Weltzentrale“ der Replikat-Herstellung. Über Luft, Land und See finden die billigen Produkte nun ihren Weg auf alle Kontinente der Erde. Ein riesiges Netz, bestehend aus Geschäftsleuten, Schmugglern und Händlern ermöglicht dann die Weiterverbreitung dieser duplizierten Produkte. Der wirtschaftliche Schaden wird hierbei gänzlich außer Acht gelassen, es scheint, als wolle jeder für sich das größte Stück vom Kuchen abbekommen. Doch das geschieht nicht immer wissentlich, häufig werden Kunden auch über die Originalität von Uhren getäuscht.

In der Tat setzt die immer größer werdende Nachfrage nach Markenprodukten und das hohe materielle und gesellschaftliche Niveau, auf dem wir uns mittlerweile befinden, den Maßstab für alle Breiten der Plagiate. Den Kampf des Mithaltens tragen hierbei aber nicht nur die grauen Händler, der Zoll oder die Interessierten der minderwertigen Waren aus, sondern vor allem auch die Markenunternehmen selbst. Mit großen Investitionen versuchen beispielsweise Uhrenmanufakturen ihre Produkte vor Markenraub zu schützen. Doch gefälschte Uhren sind heute auf jedem Basar und jeder Ausstellung zu kaufen. Wie viele ahnungslose Kunden dabei tatsächlich gefälschte Uhren kaufen, kann anhand der Millionen-Verluste aller wirtschaftlich beteiligten Mitglieder nur erahnt werden. Doch neben den hohen Summen, die ein Uhrenunternehmen beim Versuch des Eigenschutzes dabei zweifellos verliert, ist es auch der Ruf des Hauses, der Schaden davon trägt. Ein kleiner Familienbetrieb beispielsweise, dessen Waren eben durch ihre hohe Qualität ein Prestige erlangen, kann durch Plagiate und Kunden, die diese Fälschungen kaufen, in den Ruin getrieben werden, aber auch das Wissen über die kursierenden Replikate kann Interessenten davon abhalten, die Produkte zu kaufen. Somit ist nicht nur die mindere Qualität ein Negativ-Faktor, der vom Kauf gefälschter Ware abrät.

Gefälschte Uhren auf dem Vormarsch

Auch der Rückreiseverkehr aus der Schweiz beweist jedes Jahr aufs Neue, wie viele Kunden dort gefälschte Uhren kaufen. Der Anteil der Produktpiraterie ist besonders in diesem Bereich sehr hoch. Werden solche Güter bei der Einreise oder Rückreise gefunden, kann dies enorme Folgen haben. Denn zunächst wird der Wert ermittelt, den alle Souvenirs gemeinsam bilden. Übersteigt die Summe die Freigrenzen, so wird ein Urlauber schnell zu einem Schmuggler, den ein baldiges Verfahren erwartet. Nicht selten informieren die Behörden dann auch die rechtlichen Markeneigentümer über den Sachverhalt. So drohen äußerst kostspielige Klagen. Zukünftig werden wohl weitaus schärfere Einfuhrgesetze Einzug halten, deren volle Härte nicht nur mutwillige Schmuggler treffen, wenn sie missachtet werden. Dies könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass wiederum die Produktpiraten-Szene ihre Vorgehensweise verschärft und das auf Kosten unschuldiger Kunden ebenso wie auf Kosten des Staates. Denn die Gier nach Geld nimmt offensichtlich keine Rücksicht auf Verluste Dritter.

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