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Uhr: Sinn Diapal - Uhr ohne Ölwechsel

Sinn Diapal: Uhren, die keinen Ölwechsel brauchen

31.07.2013, 13:02 Uhr | Frank Lansky, wanted.de

Uhr: Sinn Diapal - Uhr ohne Ölwechsel. Sinn Diapal: Die Uhr, die keinen Ölwechsel braucht (Foto: Hersteller)

Sinn Diapal: Die Uhr, die keinen Ölwechsel braucht (Foto: Hersteller)

Ein Chronometer ist ein Meisterwerk der Technik: Hunderte kleine Einzelteile sorgen dafür, dass Automatik-Uhren reibungslos laufen. Ein kleines Rädchen greift ins andere, Federn übertragen die Kraft des Pendels auf die Zeiger. Das Problem dabei: Fast alle Uhren sind mit Öl geschmiert.

Dieser Schmierstoff altert jedoch, wird klebrig und spröde. Damit  läuft der wertvolle Chrongraph nicht mehr so genau, wie er es eigentlich sollte. Doch es gibt eine Lösung: Mittlerweile werden Bauteile aus Hightech-Rohstoffen verwendet, die kein Öl mehr benötigen. Sie laufen auch ohne Schmierung reibungslos – so wie die DIAPAL-Elemente der Frankfurter Uhren-Manufaktur Sinn.

Warnsignale am Handgelenk

Wenn der Chronograf immer langsamer läuft, dann stimmt etwas nicht mit ihm. Wenn die Abweichung allmählich zunimmt und die Uhr im Normalfall immer mehr nachgeht und unregelmäßiger läuft, liegt der Fehler meist an der Ankerhemmung, genauer gesagt an deren problematischen Schmierung. Dazu ein kleiner Exkurs. Ein Automatik-Chronograf funktioniert vereinfacht ausgedrückt so: In der Uhr zieht eine Schwungmasse eine Spiralfeder auf. Diese Feder gibt ihre Energie über

verschiedene Zahnräder an die Zeiger ab. Diese Kraft muss natürlich gebremst und in genaue, immer gleich unterteilte Schritte verteilt werden – in Sekunden, Minuten und Stunden.

Ohne diese disziplinierende Bremse würde die Uhr zu schnell laufen.  Diese Kontrolle geschieht durch die Ankerhemmung, sie verhindert im Uhrwerk ein unkontrolliertes Ablaufen des unter Spannung stehenden Räderwerks.

Anker blockiert die Drehung

Und das geht so: Moderne Armbanduhren enthalten in aller Regel die Schweizer Ankerhemmung, sie besteht aus einem Anker und einem Ankerrad, das mit dem Sekundenrad und somit auch mit dem Sekundenzeiger verbunden ist. Der Anker wird nun durch die Unruhe – sie bildet mit einer Spiralfeder den Motor der Uhr - gleichmäßig in Schwingung versetzt.

Mit seinen kleinen Rubin-Zähnen – den sogenannten Ankerpaletten - greift der Anker gleichmäßig in das Ankerrad hinein. >>

Damit blockiert der Anker die Drehung des Ankerrades für einen Moment – solange, bis er von der Unruhe wieder zurückgezogen wird und das Ankerrad nach kurzer Zeit wieder freigibt. So ergeben sich die kleinen Schritte des Sekundenzeigers – in einer Sekunde legt er acht kleine Teilschritte ein.

Altes Öl verklebt die Bremse

Der Anker sorgt also dafür, dass ein gleichmäßiger Gang der Zeiger zustande kommt, weil er wie eine unermüdliche und enorm schnell vor- und zurückschießende Bremse den Lauf des Motors kurzzeitig anhält und reguliert. Wenn der Anker ausfallen würde, dann würde die Feder einfach abschnurren und die Zeiger würden schnell nach vorne laufen, bis die Federspannung komplett aus der Uhr verschwunden ist. „Das Herz der Uhr ist also die Unruhe mit Spirale – und die Ankerhemmung ist das taktgebende Organ“, erläutert Wolfgang Schonefeld, Leiter Technische Entwicklung bei der Frankfurter Uhren-Manufaktur Sinn. Und nun zurück zur Schmierung. Die Schweizer Ankerhemmung braucht eine einwandfreie Schmierung, denn sie ist der gangsensibelste Teilmechanismus des Uhrwerks. Öl ist bei der üblichen Hemmung erforderlich, um die Reibung zwischen Rubin – also den Ankerpaletten - und dem Stahl des Ankerrades zu verringern. Genau hier beginnt das Problem: Wenn das Öl altert, dann macht sich das an der Hemmung besonders deutlich bemerkbar. Wenn die kleinen Zähne des Ankers beim rasenden Eingriff in das Ankerrad verkleben, dann funktioniert die Hemmung nicht mehr richtig – und die Uhr läuft immer ungenauer. Einen Teil dieser Problematik löst Sinn durch seine Ar-Trockenhaltetechnik. Doch zwei Probleme bleiben selbst bei den besten Schmierölen bestehen: Erstens spritzt das Öl im Laufe der Zeit einfach weg, sodass der Mechanismus ins Stocken gerät. Zweitens setzt eine Polymerisierung ein – das Öl schließt sich zu langen Ketten zusammen und verharzt. Dieser Klebstoff verlängert den Kontakt zwischen den Rubinpaletten und Ankerrad deutlich.

Daher hat Sinn die DIAPAL-Technik entwickelt, sie ermöglicht eine ölfrei arbeitende Hemmung. Und dadurch sorgt sie für anhaltende Ganggenauigkeit und Wartungsfreundlichkeit. Der Begriff DIAPAL stand anfangs für Diamant-Paletten. Sinn hatte 1995 die Paletten an der Spitze des Ankers ausgetauscht: Statt Rubinen wurden Diamanten verwendet. >>

Heute steht DIAPAL für alle Materialpaarungen, die ohne Schmierung reibungslos zusammenarbeiten und so die dauerhafte Ganggenauigkeit des Uhrwerks, insbesondere der Schweizer Ankerhemmung gewährleisten. Die Idee ist einfach: Kein Öl – keine Alterung des Öls.

Mittlerweile ist die Manufaktur zu Rubinen zurückgekehrt, weil der Werkstoff im Ankerrad modifiziert wurde. Denn das letzte Rad im Räderwerk besteht nun aus einem Werkstoff, der reibungslos arbeitet. Die Formel dafür ist ein Geheimnis von Sinn, erste Patente wurden im Jahr 2000 angemeldet. Mittlerweile verwendet Sinn eine Lösung aus der Nanotechnologie.

Laufzeit drei bis fünf Jahre

Solche trocken laufenden Hemmungen gibt es auch bei anderen Herstellern. Sie sind aber äußerst selten und recht teuer. Bei Sinn dagegen ist die neuartige Technologie gegen einen geringen dreistelligen Aufpreis zu haben. Mittlerweile werden fast ein Zehntel aller Uhren mit der DIAPAL-Technologie ausgerüstet, eingebaut ist sie beispielsweise in den Modellen 756 und 757. Übrigens lohnt sich die neue Technologie: Laut Sinn läuft eine Hemmung ohne Öl maximal drei Monate. Eine Standardölung lässt die Uhr drei bis fünf Jahre laufen, bis die Leistung nachlässt. Bei der DIAPAL-Technologie läuft sie auch nach diesem Zeitraum noch einwandfrei. Genau diese einwandfreie Laufleistung ist übrigens durchaus ein Kostenargument – denn damit entfallen Überholungen, die bei hochwertigen Chronographen schnell ins Geld gehen können. Alle Sinn-DIAPAL-Uhren finden Sie in unserer Foto-Show.

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