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Flach - Concord Delirium Herrenuhren

Flach: Concord Delirium Herrenuhren

05.08.2011, 13:15 Uhr | sp (CF)

Eine Herrenuhr wie die Concord Delirium bleibt in Erinnerung: Extraflach, extravagant und zeitlos elegant verschönert das Stück Schweizer Uhrmacherkunst bereits seit Jahrzehnten männliche Handgelenke rund um den Globus.

Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele traditionelle Uhrmanufakturen wie in der Schweiz: Vor allem in Bern reiht sich ein bekanntes Traditionshaus an das Nächste. Die 1908 im beschaulichen Biel (Kanton Bern) gegründete Concord Watch Company SA ist auf der Weltbühne vielleicht nicht ganz so präsent wie beispielsweise Rolex, aber gerade unter Kennern dennoch sehr berühmt. Schon früh konzentrierte sich das Unternehmen auf das obere Preissegment. Ab 1915 fertigte die Concord Watch Company SA unter anderem für die bekannten New Yorker Juweliere Jung and Klitz, was der kleinen Uhrenfirma aus der Schweiz den Sprung über den großen Teich nachhaltig erleichterte. Weltberühmt wurde der Markenname Concord spätestens 1945, als sich der 33. US-Präsident Harry S. Truman anlässlich des „Potsdamer Abkommens“ mit Winston Churchill, Josef Stalin mit einer Herrenuhr aus der Fertigung der Concord Watch Company präsentierte. Ein Jahr später sorgte Concord mit der „Coin Bracelet Watch“ für Furore. Das Armband der Uhr bestand aus Münzen – ein Trend, der später mit den sogenannten „Coin Watches“ von vielen anderen Herstellern weiterentwickelt werden sollte.

Im Jahr 1970 wird das Unternehmen in die North American Watch Company mit Sitz in New York integriert. Es begann die zweite Ära des Traditionshauses, bei der das Modell Concord Delirium eine tragende Rolle spielte. Die erste Version der Uhr kam 1979 auf den Markt und war mit einer Gesamthöhe von nur 1,98 mm die flachste Analog-Uhr der damaligen Zeit. Concord beflügelte damit einmal mehr einen Trend, der fortan von vielen anderen Herstellern imitiert wurde. Es begann eine Art Wettrüsten unter den traditionsreichen Schweizer Herstellern um das Gehäuse mit der jeweils geringsten Bauhöhe. Ein Jahr nach der Präsentation der Concord Delirium folgte die Herrenuhr-Modellreihe Mariner, die sich an einem Balanceakt zwischen Sport- und Schmuck-Uhr versuchte. Sogleich legte der Hersteller mit der Concord Delirium II nach, deren Bauhöhe nunmehr 1,5 mm betrug – ein neuer Rekord. Die Concord Delirium III, die damals flachste Damenuhr der Welt, setzte schließlich das i-Tüpfelchen: Das Modell entsprach nur 65% einer herkömmlichen Herrenuhr. Heute ist Concord Teil des Schweizer Luxus-Multis Movado, der sich unter anderem für viele Lizenzuhren im Mittelpreissegment (Hugo Boss, Juicy Couture, Lacoste, Tommy Hilfiger) verantwortlich zeichnet.

Concord Delirium: Ein zeitloser Klassiker

Die Faszination der Concord Delirium wirkt derweil ungebrochen weiter und ist mit dem Firmennamen der Bieler eng verbunden. Zuletzt sorgte das Traditionshaus jedoch mit seiner C1-Serie für Schlagzeilen: Die C1 Gravity Tourbillion - eine auffällig bullige, futuristisch anmutende Herrenuhr - gewann unter anderem den prestigeträchtigen „Grand Prix d’Horlogerie de Geneve“ sowie den „Best design of the year“-Award 2008. Zuvor brachte das Unternehmen noch den C1 Worldtimer auf den Markt. Preislich, aber auch vom Design her, orientiert sich die Condor-Manufaktur mehr denn je an Mitbewerbern wie Panerai, Audemars Piguet oder Hublot. Nachdem das Unternehmen nicht zuletzt durch einen regen Graumarkt finanzielle Rückschläge erleiden musste, befindet es sich mit einer unverwechselbaren Mixtur aus Sportlichkeit und Design wieder auf Wachstumskurs. Von dem besagten Wettrüsten um das flachste Gehäuse ist übrigens keine Spur mehr, denn längst ermöglicht die moderne Uhrmacher-Kunst Formen und Gehäusehöhen, die vor dreißig Jahren noch eine besondere Herausforderung darstellten.

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