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Die Tangente von Nomos

Die Tangente von Nomos

09.08.2011, 13:42 Uhr | nb (CF)

Die Tangente von Nomos trägt den Charme des kleinen Örtchens Glashütte in die weite Welt hinaus: Mit ihrem unverwechselbaren Bauhaus-artigen Design spricht die filigrane Herrenuhr in erster Linie bekennende Minimalisten an.

In Glashütte nahe der tschechischen Grenze gibt es zumindest auf den ersten Blick nicht viel zu sehen: Ein paar größere Straßen, wenige Kneipen, vier Bäcker und zwei Supermärkte. Trotz – oder gerade wegen – dieser beschaulichen Zusammenstellung sitzt hier das unangefochtene Uhren-Mekka Deutschlands und damit die einzige gewichtige Antwort auf schweizerische Uhrmacher-Metropolen wie Genf. Wer hochwertige Herrenuhren zu schätzen weiß, kennt Glashütte vor allem wegen Lange und Söhne und Glashütte Original. Mit der Firma Nomos reiht sich ein Anbieter im mittleren Preissegment dazwischen ein. Das 1990 gegründete Unternehmen war seinerzeit der erste Hersteller, der eine mechanische Uhr mit der Herkunftsbezeichnung „Glashütte“ auf den Markt brachte. Heute betreibt die Firma gleich zwei Produktionsstätten in einem Ort, der zwischen Gemeinden mit wohlklingenden Namen wie Oberhäslich und Elend liegt. Die Einwohner der Stadt, die fast ausschließlich vom Uhrenbau leben, nehmen es mit Humor und gehörigen mittlerweile zu den besten Uhrmachern Europas. Hersteller Nomos trägt die dabei entwachsene Weltoffenheit dementsprechend stolz zu schau: Alte DDR-Bauten mussten im Zuge dessen längst modernen, lichtdurchfluteten Fertigungshallen weichen.

Die Geschichte der Herrenuhr Tangente von Nomos nahm 1992 in einer Drei-Zimmer-Wohnung ihren Anfang: Damals begann die Produktion am Glashütter Kohlsteig mit nur drei Angestellten und einigen freien Mitarbeitern. Die Firma, die sich einst den Telefonanschluss mit „Heidi’s Imbiss“ nebenan teilte, brachte kurze Zeit später ihre ersten Produktfamilien auf den Markt. Neben der Orion, der Ludwig und der Tetra war auch die Tangente dabei, die später zu den bekanntesten Produkten des Hauses Nomos avancieren sollte. Daneben markierte das Jahr 1992 noch einen weiteren Meilenstein der Firmengeschichte: Ein Gericht entschied über die Verwendung der Herkunftsbezeichnung „Glashütte“, die es genauso wie „Nürnberger Lebkuchen“ oder „Bayrisches Bier“ vor Marketing-Trittbrettfahrern zu schützen galt. Seither steht fest: Nur wenn mindestens 50% des Kalibers vor Ort gebaut wurden, darf sich eine Uhr mit dem Zusatz „Glashütte“ schmücken. Diesem Grundsatz bleibt das mittlerweile zu einem soliden Mittelständer angewachsene Unternehmen Nomos bis heute treu. Die Tangente-Herrenuhr ist derweil zu einer Art Firmenmaskottchen geworden. Mit ihrer minimalistischen, schnörkellosen Erscheinung, die an die Bauhaus-Gestaltungsgrundsätze erinnert, hat sich die Herrenuhr made in Germany das Prädikat „Designklassiker“ redlich verdient.

Die 1930er Jahre lassen grüßen

Das Erscheinungsbild der Tangente von Nomos ist deutlich an Uhren der 1930er Jahre angelehnt und würde Bauhaus-Gründer Walter Gropius ganz sicher mit Stolz erfüllen. Frei von jedem Prunk präsentiert sich die Herrenuhr seit 1992 unverändert minimalistisch und funktionell. Der unscheinbare Nomos-Schriftzug im oberen Bereich des Ziffernblatts gibt sich dabei genauso zurückhaltend wie der Sekundenmesser darunter. Ein winzig kleines „Gemany“ weist schließlich darauf hin, dass es sich hierbei ausnahmsweise nicht um eine Uhr aus der Schweiz handelt. Die Tangente von Nomos ist nach rund 19 Jahren am Markt in verschiedenen Ausführungen erhältlich, so beispielsweise in Gold, als Sport-Modell oder in einem markanten Grau. Obwohl das Gerät eher zierlich daherkommt, hat sich das 35 mm starke Edelstahl-Gehäuse längst als robust und langlebig beweisen können. Nomos verwendet stets ein hauseigenes Kaliber mit Handaufzug und Gangreserve. Trotz der Fertigung in Eigenleistung bleibt die Tangente von Nomos angenehm bezahlbar. Preisbewusste Puristen kommen bereits mit rund 1000 Euro zum Zuge.

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