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Der Navitimer von Breitling

Der Navitimer von Breitling

09.08.2011, 17:46 Uhr | sk (CF)

Der 1952 vorgestellte Navitimer von Breitling gehört nach wie vor zu den beliebtesten Fliegerchronographen der Geschichte. Längst sind die Träger keine Piloten mehr, sondern stillbewusste Freunde schweizerischer Uhrmacher-Kunst.

Der 1884 gegründete Uhrhersteller Breitling gehört zu den ganz großen Namen im gehobenen Preissegment. Das Unternehmen mit Sitz in Grenchen im Kanton Solothurn ist wie kein zweites mit der Fliegerei verbunden. Seit 1936 beliefert Breitling die Royal Airforce mit Borduhren für ihre Flugzeuge. Das 1942 vorgestellte Modell Chronomat mit Rechenschieber und Handaufzug fand derweil bei der US Army und Air Force einen breiten Anklang. Schon Jahrzehnte zuvor widmete die Firma ihre Schaffenskraft vor allem der Weiterentwicklung des Chronographen. Im Zuge dessen war die Manufaktur von Léon Breitling unter anderem für den ersten unabhängigen Chronographen-Drücker verantwortlich.

Später eröffnete Breitling durch einen zweiten Chronographen-Drücker die komfortable Rückstellung des Zeigers auf null. Die Navitimer von Breitling gilt heute als der erste große, kommerziell gewichtige Hit des traditionsreichen Unternehmens.

Schon früh nach der Markteinführung Anfang der 1950er Jahre fand dieses speziell für die Bedürfnisse der Luftfahrt entwickelte Modell ein breites Publikum. Wohlgemerkt gingen bis dahin bereits knapp fünfzig Jahre seit der Vorstellung der Cartier Santos - der allerersten Fliegeruhr überhaupt - ins Land. Breitling hatte dementsprechend viel Zeit, das ausgeklügelte Konzept für die Piloten-Bedürfnisse zu perfektionieren.

Zuverlässige Uhr für die Luftfahrt

Die Navitimer von Breitling ist aus der Chronomat entstanden. Der wohl markanteste Unterschied war die komplexere Lünette mit logarithmischer, beidseitig drehbarer Rechenschieber-Skala. Dadurch ermöglichte Breitling komplexe Berechnungen von Durchschnittsgeschwindigkeiten, Steig- und Sinkflugraten oder Treibstoffverbrauch. Eine zuverlässige Uhr stellte in der damaligen Luftfahrt, die deutlich weniger von der Bordelektronik und noch lange nicht von Computern bestimmt war, einen entscheidenden Sicherheitsfaktor dar. Schnell machte die Präzision und Robustheit der Navitimer von Breitling in vielen internationalen Fliegerverbänden von sich reden.

Die Berufsvereinigung AOPA („Aircraft Owners and Pilots Association”) empfahl das Modell bereits im Jahr des Erscheinens offiziell als Pilotenuhr. Von 1954 bis 1955 arbeitete Breitling mit dem legendären Kaliber Valjoux 72. Später stieg die Fertigung auf das Venus 178 um. Im Jahr 1969 folgte dann das erste Modell mit automatischem Aufzug, was die Verbreitung der Uhr auch fernab der Flieger-Szene deutlich ankurbelte. Heute ist die Navitimer von Breitling in zig verschiedenen Ausführungen und Sondereditionen erhältlich. Auch abgewandelte Komplikationen mit ewigem Kalender, Rattrapante oder Flyback („Fliegende Nullstellung“) bestimmen die Modellgeschichte.

Als Nachfolger des Models Chronomat war die Navitimer von Breitling mit einem Durchmesser von rund 40 mm sowie einer Höhe von 15 mm recht groß und schwer und damit kaum gesellschaftstauglich – die Schmuck-Funktion der Uhr stand dementsprechend weit im Hintergrund. Im Laufe der Zeit avancierten Flieger-Uhren immer mehr zum Lifestyle-Accessoire. Im Hinblick darauf, aber auch die rasante technische Entwicklung konnte Breitling Gewicht und Höhe der Navitimer nach und nach deutlich reduzieren.

Neue Anordnung der Elemente

Die Technik musste dabei keinerlei Einbußen hinnehmen. Lediglich die Anordnung der Elemente auf dem Ziffernblatt wurde aufgrund des reduzierten Formats abgeändert. Die besagten Rechenschieber-Funktionen von einst sind heute mehr denn je Spielerei. Längst erledigt die Elektronik die komplexen Berechnungen im Cockpit. Zuletzt wurde die Serie mit der Navitimer Breitling Fighters (2001 bis 2004) sowie der Navitimer Olympus (mit ewigem Kalender und Mondphase; 2002 bis 2005) neu interpretiert. Eine Ende der Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht. So gehört die Produktfamilie zu den mit Abstand meistverkauften Fliegeruhren überhaupt.

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