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Franck Muller - Aeternitas Mega 4

Franck Muller: Aeternitas Mega 4

23.08.2011, 11:32 Uhr | kk (CF)

Die Aeternitas Mega 4 von Franck Muller Watchland ist so etwas wie das Schweizer Taschenmesser unter den Armbanduhren: Mit über 1.400 Bestandteilen gilt das Wunderwerk der Technik als die komplizierteste Armbanduhr der Welt.

Der Uhrenhersteller Franck Muller Watchland mit Sitz in Genthod/Schweiz gehört zu den jüngsten Manufakturen des Landes. Erst 1991 wurde das Unternehmen vom Genfer Uhrmacher und Designer Francesco „Franck“ Muller sowie dem Edelsteinfasser Vartan Sirmakes gegründet. Im Vergleich zu den alteingesessenen Mitbewerbern, die zumeist zwischen 1850 und 1950 ins Handelsregister eingetragen wurden, ist Franck Muller also ein waschechter Jungspund. Damit gingen zwangsläufig gewagte Ideen und Konzepte einher, die einen frischen Wind in die schweizerische Uhrmacher-Szene brachten. Heute ist Franck Muller Watchland insbesondere durch seine charakteristische Tonneau-Form sowie ulkig geschwungene Ziffern nach Jugendstil-Art berühmt. Der unkonventionelle Designansatz zahlte sich aus: Laut Medienberichten hat die Firma eine Jahresproduktion von rund 50.000 Uhren sowie einem Umsatz von angeblich über 250 Millionen Schweizer Franken (Stand 2006). So ist das Startup von einst zu einem gewichtigen Spieler im Segment gehobener Armbanduhren avanciert. Die dabei gefestigte Selbstsicherheit verleitete das Unternehmen zu einem gewagten Unterfangen. Franck Muller machte sich auf, nicht mehr und nicht weniger als die komplizierteste Uhr der Welt zu bauen.

Schon die Katalogansicht der Aeternitas Mega 4 auf Franck Mullers Webseite überschüttet den Interessenten mit Details. Dabei fällt es wohl selbst einem technisch uninteressierten Zeitgenossen sehr schwer, sich der Faszination der Bilder zu entziehen. Das offengelegte Gehäuseinnere zeigt ein schier unendliches Sammelsurium kleiner Rädchen und Bögen auf engstem Raum. Das Gehäuse aus Weißgold umfasst damit 36 Komplikationen und genau 1483 Bauteile. Spricht man einen versierten Uhrenthusiasten auf die Aeternitas Mega 4 an, weiß dieser häufig nicht so recht, wo er mit dem Schwärmen anfangen soll. Neben dem Standardprogramm Stunde, Minute und kleine Sekunde zeigt das Wunderwerk das retrograde Datum, den Wochentag sowie die Gangreserve von Uhrwerk und Läutwerk an. Dazu kommt ein ewiger Kalender für 1000 Jahre, eine Tag-/Nacht-Anzeige sowie eine Rattrapante-Funktion. Unter dem Strich sind 25 der 36 Komplikationen für den Träger sichtbar. Der Chronograph weist einen 60-Sekunden-, 30-Minuten- und Stunden-Zähler auf. Daneben hat die Aeternitas Mega 4 an der Sechs-Uhr-Position ein fliegendes Tourbillon auf einem Kugellager spendiert bekommen. Die Präzision seiner ultimativem Armbanduhr gewährleistet Franck Muller mit einem hauseigenen Uhrwerk mit 99 Lagersteinen und 91 Rädern.

Die Mutter aller Armbanduhren

Trotz des Überflusses technischer Finessen bleibt die Uhr mit einer Abmessung von 42 x 61 mm verhältnismäßig kompakt. Optisch setzt der Hersteller dennoch ganz bewusst auf Superlative: Der Blick auf das Ziffernblatt entfacht eine Reizüberflutung, wie es sie im Uhrenbereich sicherlich selten gab. Franck Muller, der schon vor der Fertigstellung dieser geschichtsträchtigen „Grande Complication“ als „Master of Complications“ galt, konnte seinen Ruf mit der Aeternitas Mega 4 wohl bis in alle Ewigkeit festzementieren. Soviel Liebe zum Detail hat allerdings ihren Preis. Mit rund 2,7 Millionen US-Dollar (umgerechnet circa 1,9 Millionen Euro) gehört die Aeternitas Mega 4 zu den teuersten Armbanduhren der Geschichte. Ein Käufer ließ dennoch nicht lange auf sich warten: Der passionierte US-Uhrensammler und Multimillionär Michael J. Gould erwarb die „Mutter aller Armbanduhren“ im November 2009. Bei der feierlichen Übergabe in Monaco waren Firmengründer Muller und Sirmakes sowie 400 geladene Gäste dabei. Seither wartet die Fachwelt gespannt auf einen Wahnsinnigen oder ein Genie, das den Funktionsumfang der Aeternitas Mega 4 zu übertreffen wagt.

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