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Kultuhr - Mark XI von IWC

Kultuhr: Mark XI von IWC

30.09.2011, 19:15 Uhr | kl (CF)

Keine Luxusuhr, aber eine mit Kultstatus – das ist die Fliegeruhr Mark XI von IWC. Lange wurde sie vom Militär und der zivilen Luftfahrt eingesetzt. Heute ist sie unter Sammlern eines der begehrtesten Modelle der International Watch Company.

Bevor sie von IWC ab 1948 ausgeliefert wurde, musste jede Mark XI ein 44 Tage dauerndes Prüfverfahren über sich ergehen lassen. Unter anderem musste die Uhr starken Temperaturschwankungen zwischen 5 Grad Minus und 46 Grad Plus standhalten, und sie wurde in fünf unterschiedlichen Positionen getestet, um ihre Ganggenauigkeit zu garantieren. In den 1980er Jahren begann die britische Royal Air Force damit, die Uhren aus der Schweiz, die sie lange Zeit als spezielle Exemplare erhalten und im Dienst eingesetzt hatte, auszumustern. Einige Modelle landeten sogar auf dem Flohmarkt, wo sie für damals 150,- Deutsche Mark an glückliche Sammler verkauft wurden. Wenn Sie heute eine dieser Kultuhren kaufen möchten, dann müssen Sie unter Umständen sehr viel Geld dafür bezahlen, denn die Mark XI ist eine echte Rarität. Haben Sie jedoch eine dieser Uhren gefunden, bietet sich Ihnen eine Schweizer Präzisionsuhr mit einem 36 Millimeter großen Gehäuse aus Edelstahl, einem Zifferblatt mit nachtleuchtenden Ziffern, Stunden- und Minutenzeigern, das von Acrylglas geschützt wird und einen weißen Sekundenzeiger hat. Statt eines Lederarmbands, das schneller verschleißen kann, hat die Mark XI von IWC ein Armband aus strapazierfähigem Nylon oder Metall. Auch das ist eines der markanten Merkmale dieser außergewöhnlichen Uhr.

Die Geschichte der Fliegerei und die Geschichte der Mark XI von IWC sind eng miteinander verbunden, denn ohne die legendäre Fliegeruhr hätte die zivile Luftfahrt vielleicht nicht so schnell durchstarten können. Die Piloten der 1930er Jahre flogen überwiegend mit Taschenuhren, die alles andere als zuverlässig waren. Schuld an dieser Unzuverlässigkeit waren unter anderem die Vibrationen des Flugzeugs, die großen Temperaturschwankungen und die Magnetfelder der Erde. IWC baute zunächst ab 1935 eine auf Flieger abgestimmte Uhr, die nicht nur präziser war als jede Taschenuhr, sondern die die Piloten auch am Handgelenk tragen konnten. Sie hatte ein schwarzes Zifferblatt mit großen Leuchtziffern, war aus stabilem Edelstahl und hatte eine drehbare Lünette, auf der der Pilot seine Abflugzeit einstellen konnte. Zwischen 1939 und 1941 baute IWC von dieser Uhr mehrere 100 Stück, die besonders bei den Piloten der britischen Royal Air Force gut ankamen. Auch als der Krieg vorbei war, setzten die Piloten auf Fliegeruhren aus Schaffhausen. 1948 kam dann die legendäre Mark XI auf den Markt. Mit dem Bau der Mark XI setzte IWC neue Maßstäbe, die sich aus der Erfahrungen aus dem Bau der ersten Fliegeruhren und neuen technischen Möglichkeiten ergaben.

IWC – Geschichte eines Unternehmens

Die Geschichte des Uhrenherstellers IWC begann im Jahre 1868 mit einem Mann, der auf den schönen Namen Florentine Ariosto Jones hörte, und Ingenieur und Uhrmacher war. Mister Jones aus den USA kam nach Schaffhausen in die Schweiz, um dort eine Uhrenfabrik auf die Beine zu stellen, in der jährlich 10.000 Taschenuhren produziert werden sollten, die er dann an zahlungskräftige Kunden verkaufen wollte. Das Unternehmen lief aber auf Dauer nicht wie erhofft und Florentine Ariosto Jones übergab die Geschäfte an einen Landsmann mit Namen Seeland. Aber auch dieser schaffte es nicht, die Geschäfte wirklich zu beleben, und die Fabrik ging an einen Schweizer Geschäftsmann, dem es endlich gelang, Erfolge zu erzielen. Der Durchbruch gelang dem Unternehmen, das sich mittlerweile IWC (International Watch Company) nannte, schließlich mit dem Bau der speziell konstruierten Fliegeruhren, denn die brauchten sowohl militärische als auch zivile Piloten. Neben der Mark XI baute das Unternehmen unter anderem auch die Fliegeruhren Mark X und Mark XII und das Kaliber 52 SC.

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